BMW verhindert Unfälle mit Bikern: neues Sicherheitssystem gegen Dooring

BMW erhöht Sicherheit
Die Tür bleibt einfach zu

ArtikeldatumVeröffentlicht am 08.09.2026
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Dooring Unfall Autotür Motorrad
Foto: fact

Zwar dürften die meisten Dooring-Unfälle in der Stadt passieren, doch selbst Überland und auf der Hausstrecke werden Türen von geparkten Autos oft und überraschend geöffnet und stellen dann ein Hindernis dar. Gerade wenn der Autofahrer nur in den Rückspiegel schaut, den toten Winkel nicht prüft oder bei modernen Autos die Warnleuchten im Seitenspiegel ignoriert, kann es unschön krachen.

Dutch Reach als Alternative

Eine manuelle Alternative gegen das Dooring ist der Dutch Reach. Dabei greift der Fahrer nicht mit der türnahen Hand nach dem Griff, sondern mit der anderen Hand. Diese Bewegung dreht den Oberkörper automatisch in Richtung Fenster und erlaubt einen klaren Blick über die Schulter in den toten Winkel. Ebenso helfen je nach Modell kleinere optische oder akustische Warnsignale. Doch BMW hat eine neue technische Lösung entwickelt.

BMW lässt die Türe zu

Als Teil der neuen Funktionen im Symbiotic Drive genannten Sicherheitssystem in Pkw ergänzt BMW die bestehenden Warnungen durch Leuchten und Tonsignale mit der aktiven Türverzögerung. Wie gehabt überwachen Tot-Winkel-Radar-Systeme im Stillstand und bei Zündung aus noch zeitweise das Umfeld des Autos. Darunter das Öffnen der Türen.

Erkennt das System einen Motorrad-, Roller- oder Fahrradfahrer im toten Winkel und den Versuch, die Tür von innen zu öffnen, schaltet BMW das elektrische Türschloss ab. So kann die Tür nicht geöffnet werden, bis die erkannte Kollisionsgefahr vorüber ist.

Neues BMW-System nimmt Autofahrer nicht in die Pflicht

Laut dem Gesamtverband der Versicherer waren rund 8 Prozent aller Fahrradunfälle 2024 in Berlin durch Dooring ausgelöst. 392 Unfälle also, in denen Fahrräder mit unachtsam geöffneten Autotüren kollidierten. Zwar gibt es bereits einige technische Lösungen in Serie, selbst bei BMW, doch offenbar wirken die nicht. Und anstatt Autofahrer stärker in die Pflicht zu nehmen, gibt BMW ihnen im Grunde einen Freischein zur Unachtsamkeit, immerhin mit harmlosem Ausgang.

Auf der anderen Seite schult das System den Fahrer vielleicht doch zur Umsicht, damit er nicht ständig von seinem Auto auf seine eigenen Fehler hingewiesen wird. Am Ende zählt: Das System von BMW kann helfen, schwere Unfälle zu verhindern. Und nur das ist letztlich wichtig.

Fazit