Motorradmarkt Europa Neuzulassungen Arturo Rivas
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Motorradneuzulassungen in Europa 2020 im Plus

Europa-Neuzulassungen Motorräder 2020 Deutschland in Europa vorn, Elektro hinten

Trotz Corona haben die Motorradneuzulassungen in Europa in Jahr 2020 um knapp vier Prozent zugelegt. Deutschland setzt sich als stärkster Motorradmarkt an die europäische Spitze, das Thema Elektro ist in Europa weiterhin verwaist.

Trotz eines schwierigen Frühlings gibt es 2020 mehr Zweiräder in Europa als 2019. Das geht aus den Zulassungszahlen hervor, die der Europäische Verband der Motorradhersteller (ACEM) jetzt vorgelegt hat. Gut vier Prozent wächst der Markt im Vergleich, wobei die Leuchttürme die Niederlande mit 30,3 Prozent und Deutschland mit 27 Prozent Zuwachs bilden, während Italien und Spanien mit 5,3 und 8,8 Prozent schrumpfen. In Summe wurden 2020 in Europa 923.002 Zweiräder neu zugelassen.

Deutschland bei Motorrädern top, Elektro flopt

Deutschland kommt nach den Zahlen mit breiter Brust aus dem Jahr 2020 heraus: 27 Prozent im Plus und mit 220.304 neuzugelassenen Motorrädern stärkster Markt in Europa. Auf den Plätzen folgen Italien mit 218.027 und Frankreich mit 191.231 Neuzulassungen. Addiert mit den Neuzulassungen der Hubräume bis 125 Kubik dreht sich das Blatt mit 98.592 Mopeds zugunsten Frankreichs. Deutschland ist mit 35.010 Kleinkalibern aber immer noch einer der stärksten Märkte, was an der B196-Führerschein-Option liegen dürfte.

Zulassungen_ACEM_2020_Europa
Acem

Ein schwieriges Pflaster ist Europa, besonders Deutschland, für alles was mit Elektro zu tun hat. Gerade 2.602 Elektromotorräder sind bei uns 2020 neu zugelassen worden, das entspricht zwar einer Steigerung von 153 Prozent zum Vorjahr, erntet aber keinen Ruhm. Zum Vergleich: Spanien verkauft diese Anzahl in zwei Monaten, Italien und Frankreich liefern das über die Sommermonate ab. Trotzdem: Mit insgesamt 18.620 Elektromotorrädern in Europa muss hier bei Auswahl, Verfügbarkeit und Preis trotz zuletzt guter Steigerung (+51,8 %) stark nachgelegt werden, sonst fährt der Zweirad-Zug Europa weiterhin mit fossilen Brennstoffen. Dazu in der Bildergalerie die Top 50 Motorräder in Deutschland.

Elektro nur in klein

Deutlich stärker schieben die kleinen Elektromotoren die Europäer durch die Städte. In den Zulassungszahlen der Mopeds sind die 58.569 E-Kräder ein Wort und die Steigerung von 12,5 Prozent zu 2019 zeigt hier keinen Trend mehr, sondern einen gesund wachsenden Markt. Unterstrichen wird das von den Gesamtzahlen der Mopeds im Jahr 2020 mit 279.841, zu denen die Elektros derzeit schon 20,92 Prozent beitragen. Beim Motorrad beträgt der Anteil derzeit zwei Prozent.

Der Europäische Verband der Motorradhersteller (ACEM) sitzt in Brüssel und besteht aus Vertretern von 18 Motorradherstellern und 17 nationalen Industrieverbänden aus 15 europäischen Ländern. In Summe repräsentieren die Mitglieder gut 300.000 Arbeitsplätze in Europa. In dieser Rolle vertritt die ACEM auch die Interessen der Mitglieder in der EU und hütet auch die Zulassungszahlen.

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Fazit

Es zeigt sich auch bei den Gesamtzahlen: Europa ist ein Volk der Motorradfahrer, die gerne fossile Brennstoffe verfeuern. Das Thema E-Mobilität auf zwei Rädern ist eher was für niedrige Leistungen und die Städte. Vielleicht aber auch deshalb, weil es kaum wirklich verfügbare Elektromotorräder gibt, die tatsächlich einen Mehrwert bieten. Da ist das Thema Reichweite das kleinste. Hoher Preis und absurdes Gewicht wiegen schwerer.

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