Erste spektakuläre Fälle sind seit Mitte Juni 2026 bekannt: In Lagos de Moreno im Bezirk Jalisco (Mexico) waren Motorrad-Diebe an Straßenlaternen oder Strommasten gefesselt, umwickelt mit Klebeband.
"Batman von Mexico" kämpft gegen Motorrad-Diebstähle
Hintergrund: Von 2025 bis 2026 haben die Motorrad-Diebstähle in dieser Region sich nahezu verdoppelt. Und das führt offenbar zu Selbstjustiz. Als "Batman von Mexico" ist der bisher anonyme Rächer der bestohlenen Motorradfahrer bekannt, er jagt in der Dunkelheit der Nacht – wie Fledermäuse.
Polizei sucht nach dem bisher anonymen "Batman"
Viele feiern den "Batman von Mexico" als Held, nicht jedoch die örtliche Polizei. Obwohl er ihnen die Diebe mitsamt den nachweislich gestohlenen Motorrädern sozusagen auf dem Präsentierteller serviert, ist er nun selbst zur Fahndung ausgeschrieben. Denn Selbstjustiz ist auch in Mexico gegen das Gesetz.
Festgeklebte und verhöhnte Motorrad-Diebe als "Opfer"
Wegen Nötigung, Freiheitsberaubung und Körperverletzung müssen die Behörden den "Batman von Mexico" rein rechtlich, von Amts wegen verfolgen. Wobei er seine "Opfer", also die Motorrad-Diebe, bisher nicht ernsthaft verletzt. Er umwickelt sie lediglich mit Klebeband und schreibt ihnen "rata" oder "ratero" (Spanisch: Ratte oder Dieb) auf die Stirn. Manchmal malt er ihnen zusätzlich Schnurrbärte oder Schnurrhaare ins Gesicht.












