Triumph Tramontana Triumph

Triumph steigt in Enduro- und Motocross Sport ein

Triumph steigt in Enduro- und Motocross-Sport ein Carmichael und Cervantes offroaden für Hinckley

Ricky Carmichael und Ivan Cervantes sind die Gesichter für das Offroad-Sport-Programm bei Triumph. Im Enduro und Motorcross soll Triumph weiter wachsen.

Nicht weniger als auf Top-Niveau will Triumph im bisher völlig fremden Sportsegment des Enduro und Motocrosssports einsteigen. Dazu wurden mit Ricky Carmichael und Iván Cervantes zwei Top-Leute verpflichtet. Die beiden Offroad-Legenden brauchen allerdings noch fahrbare Untersätze. Und die kündigt Triumph als in der Entwicklung und zur baldigen Bekanntgabe an. In Summe bleibt Triumph maximal unverbindlich, möchte jedoch über CEO Nick Bloor mitteilen, man sei zu "(...) 100 Prozent entschlossen, in diesem herausfordernden und anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Unser Ziel ist es, einer neuen Generation von Triumph-Fahrern eine erfolgreiche Motorradpalette zu bieten." So weit, so uninformativ. Das lässt uns eine Menge Spielraum für Spekulationen, die von ausländischen Medien etwas Substanz erhalten.

Triumph nicht zur Dakar

Bereits 2017 kokettierte Triumph mit der Tramontana auf Basis der Tiger 800 XCX mit dem späteren 900er-Motor. Erfolgreich konnte mit dieser Maschine die PanAfrica-Rally auf Platz 2 beendet werden. Mit Top-Leuten wie Cervantes und Carmichael wäre der Schritt zur Dakar fahrerisch ohne Stolpern machbar. Jedoch: In einem Interview mit einem nicht genannten Mitarbeiter von Triumph möchten griechische Medien erfahren haben, dass Triumph mit den neuen Modellen keinen Einstieg in Rallys plant. Hinckley konzentriert sich auf Enduro und Motorcross.

Enduro

Triumph beinhart im Enduro?

Ob nun hartes Motorcross oder beinhartes Enduro. Triumph fehlt dazu derzeit eine technische Basis: Einzylinder unterschiedlichster Hubräume und – noch wichtiger – Taktzahlen. Das umfassende Portfolio von KTM sei hier als Plakat zu sehen. Die offizielle Partnerschaft mit dem indischen Riesen Bajaj fokussiert zwar kleinere Hubräume und Motoren, aber stünde da ein Rennsport-Motor und ein passendes Chassis, wäre das wohl nicht so lange geheim geblieben.

2024 schon Weltmeister?

Im nicht bestätigten Gespräch ist die Rede einer Timeline von drei Jahren, an deren Ende Triumph in der Enduro- und Motocrossweltmeisterschaft bereits "Ansprüche geltend machen will." Sprich: Sie steigen nicht erst 2024 ein, sondern wollen dann schon vorne mitfahren. Was weiter bedeutet: Sie müssten schon am trainieren und testen sein, dass es nur so kracht. Leider ist davon bisher gar nichts bekannt.

Geheimes Geheimis von Triumph

Und wie Offroad-Orakel Peter Mayer von MOTORRAD völlig richtig erkennt: "Wenn der Carmichael irgendwo auftauchen und was fahren würde, was keiner kennt, dann würde das jeder sehen und es wäre kein Geheimnis mehr." Sprich: Das bisherige Fehlen irgendwelche Gerüchte zu einer komplett neuen Modellreihe von Triumph im Motocross- oder Enduro-Bereich kann zwei Dinge bedeuten: Entweder Triumph hat in Sachen Geheimhaltung noch viel dichter gehalten als ohnehin. Oder da kommt etwas, was keiner erwarten würde. Beides spannend.

Fazit

Triumph kündigt an, das Sportsegment des Enduro und Motocross 2022 angreifen zu wollen. Dazu soll es völlig neue Maschinen geben und mit zwei Offroad-Legenden wie Carmichael und Cervantes baut Triumph sich eine steile Sprungrampe. Ob nun zu steil oder nicht, eins muss man Triumph lassen: Der Drang nach neuen Märkten ist spürbar und für einen kleinen Hersteller, trotz hoher Kosten, überlebenswichtig. Und da ist ein Segment wie Enduro und Motocross ein interessantes, weil mit Blick auf KTM womöglich sogar ein rentables.

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