Ein tolles Feld! Unter den 9 besten Motoren des Jahres sind klassische Reihenvierer, Dreizylinder, Twins, V2-Motoren und Boxer. Zwischen 947 und 1.349 Kubik messen die Hubräume, die Leistungen liegen zwischen 123 und 190 PS. Und es gibt sogar Bikes mit diesen Motoren, die eine gute bis sehr gute Note in der Preis-Leistung erhielten.
Bei MOTORRAD kann in der 1000-Punkte-Wertung ein Motor maximal 250 Punkte erhalten.
Die 9 besten Motoren des vergangenen Testjahres, verteilt auf 6 Plätze
Platz 6: KTM 990 Duke
Mit 203 von 250 Punkten in der Motorwertung steht die KTM 990 Duke auf Platz 6. Seine Glanzseiten sind Beschleunigung und Durchzug sowie sein Startverhalten und die Getriebeabstufung. Noch Luft nach oben wäre in den Disziplinen Laufruhe und Motorcharakteristik.
Doch für den kleinsten Motor mit 947 Kubik und mit Abstand den schwächsten Antrieb in den Top 10 ist eine Motorwertung von über 200 Punkten ein Top-Wert. Und die 990 Duke selbst glänzte im Test zudem mit einer Preis-Leistungs-Note von 1,7.
Platz 5: Suzuki GSX-S 1000
Natürlich muss hier Platz sein, das Abstammen des GSX-Antriebs vom großen K5-Motor von Suzuki zu berichten. Das dürfte mittlerweile jeder wissen. Was vielleicht nicht jeder weiß: Der Reihenvierer der Suzuki GSX-S 1000 ist einer der besten Motoren des Jahres. Platz 5 mit 204 Punkten fährt er ein – und zwar regelmäßig.
Mit 999 Kubik und 152 PS hat er fahrdynamisch keine Lieblingsdisziplin, sondern sammelt immer seine Punkte ein. Sein Alter – hier kommt der K5-Vergleich – merkte MOTORRAD im Test dann doch: Gerade das Ansprechverhalten ohne Ride-by-Wire, sowie Laufruhe und die Kupplung kosten den GSX-Antrieb einige Punkte.
Platz 4: KTM 1390 Super Duke R
Auf Platz 4 der besten Motoren des Jahres steht der Antrieb der KTM 1390 Super Duke R, mit 190 PS und 205 Punkten. In diesem Ranking ist das der Motor mit dem größten Hubraum und der höchsten Leistung. Und diese beiden Spitzenwerte bringen klar viele Punkte beim Fahren mit Vollgas.
Doch der V2 läuft konzeptbedingt nicht sehr ruhig und missfällt mit seiner Kupplung. Und das Thema Software kostet ordentlich Punkte, denn Start- und Ansprechverhalten sind nicht die Lieblingsfächer der KTM 1390 Super Duke R.
Platz 4: KTM 990 RC R
Ebenfalls auf Platz 4 mit 205 Punkten steht der Twin der KTM 990 RC R. Den kennen wir zwar schon von Platz 6, doch in der RC R darf er aus den 947 Kubik Hubraum 130 PS generieren. Und das gibt eben ein paar Punkte mehr. Wobei der stärkere Motor im Vergleich mitunter Punkte an anderer Stelle verliert.
Von der höheren Leistung profitieren Durchzug und Beschleunigung sowie der Top-Speed. Während die RC R zur Duke beim Thema Schaltung und Charakteristik Punkte einbüßt.
Platz 3: Ducati Multistrada V4 S
Funfact: Mit dem Motor der Ducati Multistrada V4 S auf Platz 3 der Motorwertung 2025 entert der Antrieb einer Enduro dieses Ranking, und zwar mit 206 Punkten. Mit 170 PS aus 1.158 Kubik räumt der V4 in der Leistungsklasse groß ab.
Während das Getriebe Bestwertung erhält, könnte die Kupplung etwas genauer arbeiten. Zudem wurde der Motor mit seiner Twin-Pulse-Zündfolge nicht auf Laufruhe getrimmt.
Platz 2: Kawasaki Ninja 1100 SX SE
Noch ein japanischer Vierzylinder alter Schule in den Top 9 der Motoren 2025. Zurecht: Der Antrieb der Kawasaki Ninja 1100 SX SE mit 209 Punkten ist ein Musterschüler bezüglich Getriebe und Charakteristik und liefert mit 136 PS aus 1.099 Kubik solide ab bei Beschleunigung und Durchzug.
Etwas Federn lässt der Antrieb bei der Laufruhe und dem Ansprechverhalten oder den Lastwechseln. In Summe steht die Kawa mit 741 Punkten ebenfalls weit oben im Gesamtranking des Testjahres 2025.
Platz 1: Triumph Speed Triple 1200 RS
Einer der 3 besten Motoren des vergangenen Testjahres ist der Triple der Triumph Speed Triple 1200 RS. 210 Punkte sammelte der Motor mit 1.160 Kubik und 183 PS ein.
Entsprechend brilliert der Motor in allen Vollgas-Klassen und überzeugt mit seinem Charakter sowie der Getriebeabstufung. Überraschend viele Punkte lässt der Triple beim Ansprechverhalten und der Kupplung liegen, und in Sachen Schaltung ist ebenso Luft nach oben.
Platz 1: BMW S 1000 R
Ebenfalls 210 Punkte erhielt der Motor der BMW S 1000 R im Test bei MOTORRAD 2025. Die 170 PS aus 999 Kubik sammelten in allen Kategorien Punkte ein, sodass der Motor in den Vollgas-Wertungen wie Beschleunigen und Durchzug fast die Bestwerte erreicht.
Einzig die Themen Laufruhe – klar ohne Ausgleichswelle – und die Schaltung könnte BMW noch besser adressieren.
Platz 1: BMW R 1300 R
Der Boxer der R 1300 R steht mit 210 Punkten ebenfalls auf Platz 1 der Motorwertung 2025. 145 PS aus 1.300 Kubik zeigen, dass nicht nur Höchstleistung zählt. Wobei der Boxer in den 3 Vollgas-Wertungen nicht so glänzen kann wie der S-1000-R-Antrieb, ihm allerdings sehr nahekommt.
Das gleicht der 1300er durch sein Ansprech- und Lastwechselverhalten locker aus, punktet durch seinen Charakter und sein tadelloses Starverhalten.
Fazit
| BMW R 1300 R (2025) | BMW S 1000 R (2025) | Triumph Speed Triple 1200 RS (2025) | Kawasaki Ninja 1100 SX SE (2025) | Ducati Multistrada V4 S (2025) | Suzuki GSX-S 1000 GT (2025) | KTM 990 RC R (2025) | KTM 1390 Super Duke R Evo (2025) | Suzuki GSX-S 1000 (2025) | KTM 990 Duke (2025) | |
| Motor | 2, Boxermotor | 4, Reihenmotor | 3, Reihenmotor | 4, Reihenmotor | 4, V-Motor | 4, Reihenmotor | 2, Reihenmotor | 2, V-Motor | 4, Reihenmotor | 2, Reihenmotor |
| Leistung | 107,0 kW / 145,0 PS bei 7.750 U/min | 125,0 kW / 170,0 PS bei 11.000 U/min | 134,0 kW / 183,0 PS bei 10.750 U/min | 100,0 kW / 136,0 PS bei 9.000 U/min | 125,0 kW / 170,0 PS bei 10.750 U/min | 112,0 kW / 152,0 PS bei 11.000 U/min | 95,0 kW / 130,0 PS bei 9.500 U/min | 140,0 kW / 190,0 PS bei 10.000 U/min | 112,0 kW / 152,0 PS bei 11.000 U/min | 90,0 kW / 123,0 PS bei 9.500 U/min |
| Hubraum | 1300 cm³ | 999 cm³ | 1160 cm³ | 1099 cm³ | 1158 cm³ | 999 cm³ | 947 cm³ | 1350 cm³ | 999 cm³ | 947 cm³ |
| Leergewicht vollgetankt | 239 kg | 212 kg | 190 kg | |||||||
| Sitzhöhe | 810 mm | 830 mm | 830 mm | 835 mm | 810 mm | 845 mm | 834 mm | 810 mm | 825 mm | |
| Sitzhöhe von/bis | 840 mm / 860 mm |












