Möglichkeiten des Motorrad-Transports

Zug, Lkw, Bus, Spedition, Anhänger

Motorrad-Transport mit dem Zug: Sauber verzurrt warten die Bikes auf die Abfahrt. Start- und Zielbahnhöfe müssen aber über Verladerampen verfügen.
Welche Transport-Möglichkeiten für das Motorrad gibt es? Ein Überblick.Motorrad-Transport mit dem Zug: Sauber verzurrt warten die Bikes auf die Abfahrt. Start- und Zielbahnhöfe müssen aber über Verladerampen verfügen.Auf stapelbaren Spezialpaletten können die Bikes sicher verzurrt und beispielsweise per Bus oder LKW an jeden Ort der Welt reisen.Bis 18 Personen und 14 Maschinen schluckt der umgebaute Reisebus vom Bike Shuttle Team.
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Wer die Alpen nicht vor der Haustür und trotzdem keine Lust hat, sich den Hintern auf der Autobahn platt zu sitzen, kann sein Motorrad verladen. Hier eine Übersicht der Motorrad-Transport-Möglichkeiten.

Menschen mit großzügigem Zeitbudget fahren einfach in zwei, drei Tagen von Hamburg schön durch Deutschland bis in die Alpen oder nehmen sich entspannt eine Woche Zeit bis nach Südspanien. Alle anderen suchen nach Wegen, die Entfernung irgendwie zu überwinden. Eine Variante ist der Autoreisezug, quasi der ultimative Komfortkick, mal eben über Nacht zum Beispiel von Hamburg nach Wien. Das Bike steht gut verzurrt hinten auf dem offenen Wagen, die Besatzung liegt vorne im Abteil. Man ist schnell ganz weit weg, und die Reifen sind noch wie neu. Die Bahn-Anreise hat diverse Vorteile: Sie fährt nach Fahrplan, es kann auch die einfache Strecke gebucht werden, und am Ziel muss kein Transporter oder Auto mit Anhänger sicher geparkt werden. Die Nachteile: Man muss das persönliche Programm an die Abfahrtszeiten anpassen, und wer zu spät bucht, geht eventuell leer aus. Die Deutsche Bahn betreibt keinen Autozug mehr, weil er „nicht rentabel“ gewesen sei. Glücklicherweise bieten nun private Firmen Autozugverbindungen an, momentan allerdings nur zu wenigen Destinationen. Weitere Möglichkeit: Man vertraut sein Motorrad einem der diversen Motorrad-Transporteure an, die zahlreiche Ziele in Europa anfahren, teilweise sogar im Linienverkehr. Dritte Variante: mit Anhänger oder Transporter selbst fahren.

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Motorrad-Transport mit dem Zug

Die Österreichischen Bundesbahnen ÖBB hatten als Geheimtipp stets ein, zwei Destinationen im Angebot. Von der Deutschen Bahn haben zwei private Anbieter die speziellen Wagen übernommen und bieten nun einige der früheren Ziele an. Leider fahren in Frankreich die Autoreisezüge nur noch ab Paris. Die zumindest für Süddeutsche so praktische Verbindung von Straßburg nach Narbonne gibt es derzeit nicht.

Foto: Herder
Sauber verzurrt warten die Bikes auf die Abfahrt. Start- und Zielbahnhöfe müssen aber über Verladerampen verfügen.
Sauber verzurrt warten die Bikes auf die Abfahrt. Start- und Zielbahnhöfe müssen aber über Verladerampen verfügen.

Urlaubs-Express von Train4you: Strecken 2018: von Hamburg nach Lörrach, Verona, München und Villach sowie neu von Hamburg nach Innsbruck und von Düsseldorf nach Verona.

Preisbeispiele: Auf der Strecke Düsseldorf–Verona kostet im Juni ein Motorrad mit einer Person im Liegewagen (Einzelplatz) 328 Euro, im Juli 408 Euro. Hamburg–Villach kostet 274 Euro, im Juli 338 Euro, die Preise gelten für die einfache Fahrt. Web: www.urlaubs-express.de, Telefon 02 21/80 02 08 20.

ÖBB: Strecken 2018 Hamburg–Wien und Düsseldorf–Innsbruck; Tickets unter https://tickets.oebb.at/de/shop, dann Autozug auswählen. Die Preise schwanken für Düsseldorf–Innsbruck zwischen 78 und 158 Euro für eine Person und ein Motorrad. Hamburg–Wien kostet 88 bis 208 Euro, immer für die einfache Fahrt.

BTE Bahn Touristik Express: Auf der Strecke Hamburg–Lörrach kostet die Motorradmitnahme zwischen 99 und 159 Euro, plus die Person zwischen 80 und 140 Euro im Liegewagen bzw. 340 und 490 Euro im Schlafwagen, jeweils einfache Fahrt.

Web: www.bte-autoreisezug.de; ­Telefon 09 11/2 40 38 80. Zwei Webadressen bieten weitergehende Infos rund ums Thema Autozug: www.autoreisezug-planer.de, www.bahnreiseladen.de/urlaub/autozug

Motorrad-Transport mit dem LKW oder Bus

Als Alternative zum Autoreisezug bieten sich zahlreiche Firmen an, die das eigene Motorrad ans Wunschziel bringen. Hier gibt es diverse Varianten: Das Motorrad wird wie bei einer Spedition an eine Adresse geliefert, was ebenso eine Privatadresse wie ein Hotel sein kann, oder in ein Lager, etwa an einem Flughafen, wo man sein Motorrad im Zielgebiet abholen kann. Bei einigen Angeboten kann die Besatzung auch im selben Transport mitreisen.

Foto: Frank Ratering
Auf stapelbaren Spezialpaletten können die Bikes sicher verzurrt an jeden Ort der Welt reisen.
Auf stapelbaren Spezialpaletten können die Bikes sicher verzurrt an jeden Ort der Welt reisen.

Manche Firmen fahren europaweit beliebte Zielgebiete an, andere transportieren vorwiegend in Deutschland von Haus zu Haus. Vielfach müssen Einzelreisende mit einem Motorrad auf Restplätze warten, die beim Transport ganzer Gruppen im Bus mit den Bikes hinten auf dem Hänger übrig bleiben. Außerdem gibt es noch Komplettangebote, wobei der Motorradtransport zu einem Hotel, der Flug, der Transfer und eine oder mehrere Nächte in diesem Hotel enthalten sind.

Aufpassen und genau die jeweiligen Bestimmungen lesen sollte man beim Thema Versicherung. Teilweise wird standardmäßig nur eine Transportversicherung über zehn Euro pro Kilogramm Fahrzeuggewicht angeboten. Für ein Bike mit 250 Kilogramm gibt es so im Schadenfall nur 2.500 Euro, unabhängig vom tatsächlichen Wert. Hier empfiehlt sich eine Zusatzversicherung, die den Wert der Maschine berücksichtigt. Wir haben die Anbieter nach Regionen sortiert, wo die jeweilige Firma ihren Sitz hat. Davon abweichend angebotene Startpunkte sind ebenfalls hervorgehoben.

Firmensitz Deutschland Nord

Der Motorradhändler Reitwagen Hamburg fährt vier bis acht Maschinen einer Reisegruppe ab Hamburg im Transporter an ein Wunschziel, die Fahrer fliegen hinterher, Preis je nach Anzahl der Motorräder, Telefon 0 40/34 92 88 58, www.reitwagen-hamburg.com

Das Ziel Málaga fährt die Firma MoTomotion an. Restplätze im Stand-by von Stuhr bei Bremen waren im Frühjahr 2018 für 500 Euro pro Weg verfügbar. Zudem gibt es zwei Partner­hotels, die bei den Transporten nach Spanien als Übergabestationen dienen, eines davon nahe der portugiesischen Grenze. Die Anreise mit dem Flugzeug organisiert jeder für sich selbst. Außerdem im Angebot: der Transportservice zu Rennstrecken in Europa, Telefon 04 21/8 71 87 13, www.motomotion.org

Spezialisiert auf den Von-Tür-zu-Tür-Transport innerhalb Deutschlands zum Beispiel für gerade erworbene Motorräder sind die folgenden Anbieter:

Spedimoto in Coppenbrügge bei Hameln ­bietet Transport und Treuhandservice, bundesweite Lieferung 149 Euro für ein Motorrad bis 250 Kilogramm, Telefon 01 79/3 28 29 50, www.spedimoto.de

Bei mototransporter.de aus Bremen kostet ein Motorrad bis 260 Kilogramm innerhalb Deutschlands ohne Kilometerbegrenzung 209 Euro, bis 160 Kilogramm 189 Euro. Treuhandservice ­verfügbar, Telefon 04 21/8 97 21 79, www.­mototransporter.de

Wallner Motorradlogistik in Appel nahe Hamburg, ein Motorrad bis 1200 Kubikzentimeter deutschlandweit ab 179 Euro, bis zu 1990 Kubikzentimeter 199 Euro, Telefon 01 71/5 23 30 98, www.wallner-motorradlogistik.de

Firmensitz Deutschland Mitte

Die Spedition Engemann aus Hilden bei Düsseldorf verlädt betriebsbereite Motorräder bis 2,40 Meter Länge in einem Gestell quer auf Lkw. Das Angebot heißt „Bike on Board“. Preisbeispiel für die Strecke Düsseldorf–Bergamo ab 299 Euro ein Weg. Besonderheit: Die angebotenen Ziele Italien, Spanien, Griechenland und Irland sind kurzfristig buchbar, die Strecken werden wöchentlich befahren, Telefon 0 21 03/2 52 50, www.bike-on-board.de

So auch bei der Spedition M.S.L. Lemgo, die ihre Motorradtransporte unter dem Label „bike-shuttle“ anbieten. Auch hier werden betriebsbereite Motorräder bis 2,35 Meter Länge in einem Gestell quer auf Lkw verladen. Längere Fahrzeuge, etwa die Honda Gold Wing, müssen längs geladen werden. Ziele: Österreich, Spanien, Sardinien, Norwegen. Hier einige im März 2018 bereits genannte Preisbeispiele, jeweils für Hin- und Rückreise: Hamburg–Innsbruck ab 300 Euro, bei Start in Lemgo: Dolomiten im Juli/August ab 295 Euro, ebenso ins Salzburger Land ab 295 Euro; ein Shuttle nach Spanien, Granada kos­tet ab 680 Euro. Wird nur der Hin- oder Rückweg gebucht, gibt es 100 Euro Nachlass. Wichtig dabei: Die Transporte kommen nur zustande, wenn sich die Mindestteilnehmerzahl meldet. Hinzu kommen die Kosten für die eigene Anreise sowie eventuelle Transferkosten nach und von Lemgo, Telefon 0 52 61/9 67 60, www.bike-shuttle.com

Die Spedition SKS aus Mogendorf betreibt den SKS-Bikeshuttle, Hauptkunden sind die Motor­rad­importeure. Für private Einzelbucher werden Angebote für Ziele in Europa individuell ausgehandelt. Über die Tochter SKS Reisen können ganze Pakete gebucht werden, etwa in Zusammenarbeit mit dem Baden-Badener Harley-Händler Rick’s, Telefon: 0 26 23/9 64 60, www.sks-bikeshuttle.de

Als Sardinien-Spezialist angefangen hat der Transporteur K.-H. Weithe alias Moppettkutsche aus Wetter an der Ruhr, der mittlerweile auch Ziele in anderen Teilen Europas anbietet – sofern sie nachgefragt werden. Aktuelle Preise und Termine auf Anfrage, Telefon 01 63/6 38 01 30, www.moppettkutsche.de

Foto: bike-shuttle-team (BST)
Bis 18 Personen und 14 Maschinen schluckt der umgebaute Reisebus vom Bike Shuttle Team.
Bis 18 Personen und 14 Maschinen schluckt der umgebaute Reisebus vom Bike Shuttle Team.

Das Bike Shuttle Team aus Emmerzhausen bietet die Anreise im Reisebus für bis zu 18 Personen mit maximal 14 Motorrädern oder im Kleinbus für acht Personen mit bis zu neun ­Motorrädern auf dem Anhänger. Beispielstrecke Düsseldorf–Verona mit dem großen Bus 2500 Euro und mit dem Kleinbus 1600 Euro, die dann jeweils auf die mitreisenden Personen umgelegt werden können, Telefon 01 60/97 04 51 97, www.bst-shuttle.de

Der Anbieter Flexi-Reisen mit Sitz in Dortmund ist auch Reiseveranstalter, er fährt die Mopeds im Anhänger und die Fahrer/innen im Bus, wahlweise auch Flug möglich. Anfragen werden nur personalisiert beantwortet. Angefragt wurde via E-Mail ein Transport nach Verona für eine Person und ein Motorrad. Die schnelle Antwort: Versicherter Transport ein Weg 1235 Euro für bis zu sechs Motorräder samt Fahrern, ein dazu gebuchter Rückweg kostet 864 Euro. Diese Kosten sind fix, der Preis für den Einzelnen richtet sich auch hier nach der Anzahl der Teilnehmer, Telefon 0 15 78/9 71 75 44, www.flexi-reisen.de

Die Firma Roadroom operiert von Berlin aus und bietet von Juni bis September einen wöchentlichen Transfer mit Kleinbus und Anhänger von Berlin nach Holzkirchen in Bayern. Samstag hin, Sonntag zurück. Ein Weg kostet pro Person und Motorrad 135 Euro. Nach Sardinien, Frankreich und Spanien kann man sich sein Motorrad an Partnerhotels in Flughafennähe liefern lassen und selbst hinterherfliegen. Von März bis November werden im Zwei-Wochen-Turnus von Berlin und Olpe aus Lyon, Girona und Málaga angefahren. Preise: Lyon und Girona je 295 bzw. 290 Euro, Málaga 385 Euro. Mai bis Oktober zweiwöchentlich nach Florenz, Pisa und Olbia. Das kostet jeweils ab Berlin 359 Euro und ab Olpe 279 Euro. Alle Preise gelten für die einfache Wegstrecke. Auch Kombiangebote „Fly and ride“ sind möglich, wobei Motorradtransport, Flug und Transfer zum Starthotel gemeinsam gebucht werden, Telefon 0 33 34/2 59 68 10, www.roadroom.de; www.4motorbiker.de

Spezialisiert auf Spanien hat sich Siggis Bikes mit Transporten nach Málaga, die einmal pro Monat mit den Kooperationspartnern Road­room, 4motorbiker und Niederberger angeboten werden. Firmensitz ist neben dem hessischen Solms auch Alhaurin de la Torre bei Málaga, und so bietet Siegfried Hofmann auch die Überwinterung eines Motorrads bei sich in Spanien an. Die Preise entsprechen in etwa denen der Kooperationspartner. Reifenhandel und Mietmotorräder komplettieren das Angebot, Telefon: +34/6 65 55 63 17, www.siggis-bikes.com

Das Motorrad-Reisebüro MZD-Motorradreisen in Dinslaken bietet auch einen Shuttle-Service an, für Gruppen von sechs bis zwölf Motorrädern, Einzelreisende können sich anmelden und auf Restplätze hoffen, Telefon 01 51/62 85 45 12, www.mzd-motorradreisen.de/shuttle-service

Shuttle Service Siepe, Attendorn im Sauerland. Die Firma wirbt damit, Mensch und/oder Motorrad jederzeit überall hinzubringen, nennt allerdings weder Ziele noch Preise. Eine Anfrage per Mail blieb unbeantwortet, Telefon 0 27 22/8 08 97 11, www.shuttle-siepe.de

Das Ziel Olbia bedient Sarda Moto Tours aus Nürnberg. Ausgehend von Hagen, Frankfurt, Nürnberg oder Dachau kostet der Transport nach Sardinien hin und zurück 550 Euro, Übergabepunkt auf Sardinien ist der Flughafen in Olbia. Andere Abholpunkte in Deutschland sind gegen Aufpreis möglich, Telefon 09 11/4 62 26 06, www.sarda-moto-tours.de

Von-Tür-zu-Tür-Transport in Deutschland

motorradtransporte.org aus Insul in der Eifel gibt als Preis für den bundesweiten Versand eines Motorrads ab 129 Euro an. Treuhandservice im Angebot, Telefon 01 63/7 65 76 47, www.­motorradtransporte.org

Firmensitz Deutschland Süd

Die Spedition Mammut Cargo Transport aus Filderstadt nahe Stuttgart bietet auf der Homepage den Transport von Motorrädern, aber auch Quads und Autos für Unternehmen und Privatleute an. Mögliche Ziele: der Urlaubsort oder ein Bike-Event. Preise werden nicht genannt, eine Anfrage über die Strecke Düsseldorf–Verona wurde so beantwortet: Es gäbe keine Transportkapazität in diese Richtung. Eine detailliertere Anfrage blieb unbeantwortet. Infos unter www.mammut-cargo-transport.de

Als Transportvermittler operiert die Firma Zweiradtransport24.de im bayerischen Eglfing, die feste Linien sowie individuelle Transporte anbietet. Zahlreiche Preisbeispiele nach Entfernung gestaffelt, Aufpreise für Fahrten ins Ausland. Die Beispielstrecke Düsseldorf–Verona kostet etwa ab 379 Euro plus Mautgebühren. Die Anlieferung kann an Privatadressen, Hotels oder einen Flughafen erfolgen, Telefon 0 88 47/69 85 63, www.zweiradtransport24.de

Das Reisebüro Oscar Reisen aus Augsburg bietet unter dem Label „Sardinien Spezialist“ den Transport der Bikes in wöchentlichen Sammeltransporten während der Saison. 496 Euro Transportpreis von Augsburg nach Olbia und zurück, inklusive Transfer vom Flughafen; plus Flugticket. Zubringer aus Köln 131 Euro pro Strecke ab zwei Maschinen; aus Hamburg 151 Euro, Telefon 08 21/5 09 55-57, www.­sardinien-spezialist.de

Die Angebote sind auch direkt buchbar beim ­Kooperationspartner Rider’s Projekt, dieser hat für 2018 auch einen Bike-Transport nach Island im Programm. Dazu Spanien, Málaga zu einigen festen Terminen ab 649 Euro. Infos unter www.ridersprojekt.de

Ebenfalls das Ziel Olbia bedient die schon unter „Deutschland Mitte“ erwähnte Firma Sarda Moto Tours, ansässig in Nürnberg, die aber wie bereits gesagt auch von Hagen, Frankfurt, Nürnberg oder Dachau aus operiert und für den Transport nach Sardinien hin und zurück 550 Euro aufruft. Übergabepunkt auf Sardinien ist der Flughafen Olbia. Andere Abholpunkte in Deutschland sind möglich, Telefon 09 11/4 62 26 06, www.sarda-moto-tours.de

Auch die Firma Top Guide Travel aus Seligenstadt hat Olbia als Ziel im Programm. Diverse feste Termine, Preis für die Hin- und Rückfahrt 595 Euro ab Seligenstadt. Weitere Ziele: zwei Termine Nizza 545 Euro, je ein Termin Palma de Mallorca 645 Euro, San Sebastián in den Pyrenäen 545 Euro, Portugal 895 Euro, Palermo 695 Euro und Faak in Kärnten 395 Euro. Preise gelten für Motorräder mit Normalmaßen bis 2,35 Meter Länge und 240 Kilogramm Gewicht, Telefon 0 61 82/82 86 35, www.topguide-travel.de

Zweimal im Monat mit dem geschlossenen Anhänger nach Málaga und zurück fährt die Firma bmwbiking.com von Gaby Hau und Sepp Niederberger aus Lenggries in Oberbayern. Die langjährigen BMW-Spezialisten haben auch Mietmotorräder und eine Werkstatt zu bieten, Telefon 0 80 42/9 68 99 60, www.bmwbiking.com

Von-Tür-zu-Tür-Transport in Deutschland

Die Firma 2radtransporte.de im oberbayerischen Geretsried staffelt ihre Transportpreise detailliert nach Entfernung und Gewicht. Eine 80er kostet so bis 200 Kilometer 139 Euro, ein großes Motorrad (Honda Gold Wing oder ­ähnlich) über 280 Kilogramm und über 800 Kilometer Entfernung kostet 359 Euro. Für Transporte nach und von Österreich gibt es eine extra Preisliste, Telefon 0 81 71/3 86 65 16, www.­2radtransporte.de

Haueis Motorradtransport im bayerischen Wielenbach bietet Transporte in Deutschland und zwischen Österreich und Dänemark an. Preisbeispiel: Roller oder Motorrad zwischen 200 und 1000 cm³ bis 1.000 Kilometer 215 Euro, Telefon 01 57/83 78 24 60, www.zweiradtransport.de

Iloxx aus Nürnberg ist ein Transportdienstleis­ter, der auch Motorrad-Transporte anbietet. Ein Versandkostenrechner berechnet auf der Web­site genau die Kosten innerhalb Deutschlands, für ausländische Ziele muss eine Anfrage gestellt werden, Telefon 09 11/9 55 25 95, www.iloxx.de

Motorrad-Transport selbst organsieren

Wer eine Anhängerkupplung am Auto hat, kann sich einen Motorradanhänger ausleihen. Dabei sollte man auf die erlaubte Anhängelast des Zugfahrzeugs und die Zuladung des Anhängers achten.

Foto: Mini Koch
Alles drin, alles dran, gut verzurrt: Wer es so edel möchte, kommt um einen eigenen Anhänger kaum herum.
Alles drin, alles dran, gut verzurrt: Wer es so edel möchte, kommt um einen eigenen Anhänger kaum herum.

Idealerweise ist der Anhänger so breit wie das Auto und hat eine nicht zu kurze Deichsel. Dann ist er gut im Spiegel zu sehen, und er läuft dem Zugfahrzeug stabil hinterher. Prima ist ein fester, durchgehender Boden, so lässt sich der Trailer angenehmer betreten, und die Motorräder sind leichter zu verzurren. Ein Nachteil des Hängers ist die begrenzte Höchstgeschwindigkeit. Zudem stellt sich die Frage, wo man das Gespann im Zielgebiet abstellen kann. Idealerweise sucht man sich ein Hotel aus, in dem am Anfang und Ende der Tour übernachtet wird und wo Auto samt Anhänger während der Tourdauer auf dem Parkplatz bleiben dürfen.

Transporter mieten und selber fahren kann auch eine sinnvolle Option sein: Unter der Webadresse www.billiger-mietwagen.de/faq/transporter-motorrad.html gibt es Beratung zum selbst ­angemieteten Transporter samt Angebotsvermittlung. Möchte man sich bei einer Autovermietung selbst einen Kastenwagen mieten, gilt es unbedingt, vor der Buchung darauf zu achten, dass das Fahrzeug Verzurrösen im Laderaum hat. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein, ist es aber nicht in allen Fällen. Für die erforderliche Auffahrrampe muss man in der Regel auch selbst sorgen. Der große Vorteil dieser Lösung ist unerreichte Flexibilität, der Nachteil ebenso klar: Man benötigt einen sicheren Parkplatz während der Zeit, in der man den Wagen nicht fährt, und muss ihn natürlich auch während dieser ganzen Zeit bezahlen. Hier ein Preisbeispiel für einen achttägigen Trip nach Italien für drei Personen mit drei Motorrädern, Anreise von Düsseldorf nach Verona und zurück, knapp 2.000 Kilometer.

Foto: MOTORRAD
Wer wenig Erfahrung hat, sollte nicht alleine verladen. Beim Ausladen Gang einlegen, mit der Kupplung bremsen.
Wer wenig Erfahrung hat, sollte nicht alleine verladen. Beim Ausladen Gang einlegen, mit der Kupplung bremsen.

Bei Europcar beträgt der Mietpreis 424 Euro für einen Mercedes Sprinter inklusive 800 Kilometern plus 348 Euro für die zusätzlichen Kilometer plus etwa 220 Euro für den Diesel, zusammen knapp 1.000 Euro ohne Mautkosten. Der gleiche Zeitraum im Mai kostet bei Sixt 257,90 Euro, ebenfalls 800 Kilometer frei, Zusatzkilometer kos­ten im Paket 253 Euro, der Wagen kommt also auf 731 Euro. Der regionale Vermieter Ulmen bietet einen Opel Movano für 399 Euro die Woche an, 1.000 zusätzliche Kilometer kosten 220 Euro, macht plus 220 Euro Diesel etwa 840 Euro. Ungefähr 300 Euro pro Person und Bike sind also auch hier einzuplanen. Besonderheit des Movano bei Ulmen: Er hat eine Anhängerkupplung, bei Miettransportern nicht selbstverständlich.

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