Neue Motorräder auf der EICMA 2026: Das wünscht sich MOTORRAD

EICMA 2026 – Vorschau und Blick in die Kristallkugel
Darauf freut sich MOTORRAD auf der EICMA

ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.09.2026
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Darauf freut sich MOTORRAD auf der EICMA

Die EICMA wirft ihre Schatten voraus: Ab dem 4.11.2026 (Pressetag) stehen in Mailand die neuesten Modelle für 2027 auf den teils riesigen Ständen. Vom 5. bis 8. November sind die Messehallen dann für alle Besucher geöffnet.

Seit einigen Jahren sind die meisten Bikes bereits kurz vor der Messe schon bekannt und die Hersteller präsentieren den Besuchern die neuen Modelle in den meisten Fällen bereits zum Anfassen und nicht nur zum Anschauen.

Entsprechend ist die Menge an Neuheiten etwas unübersichtlich geworden. Mal abgesehen von den Bikes, die wir noch gar nicht kennen und nur spekulieren können.

Mögliche Neuheiten EICMA 2026 – ohne Anspruch auf Vollständigkeit

Aprilia – Tuareg 457 oder Caponord V4

Bereits 2024 tauchte einer vermeintliche neue Aprilia Tuareg 457 in den sozialen Medien auf. Und sogar im offiziellen Umfeld von Aprilia selbst. Doch bisher bleibt die Tuareg 660 ein Einzelkind. Auf der EICMA 2026 hat Aprilia erneut die Chance eine A2-Enduro zu bringen und würde damit sehr in den Zeitgeist passen, rund um die BMW F 450 GS oder die CFMoto 450 MT und natürlich die KTM 390 Adventure.

Und bereits seit 3 Jahren hofft MOTORRAD auf eine neue Caponord. Allerdings mit dem großen V4 und, sagen wir, 175 PS. Das Segment der Premium-Reiseenduros mit entschieden zu viel Leistung und Gewicht besetzen derzeit nahezu alle europäischen Hersteller: BMW mit der GS, Ducati mit der Multistrada V4, KTM mit den 1390er-Super-Adventures und Triumph mit der Tiger 1200. Da passte eine Aprilia Caponord V4 hervorragend hinein.

BMW – M 1300 GS und F 450-Modelle

Bestätigt ist weder eine neue BMW M 1300 GS noch weitere neue BMW mit dem 420er-Motor, den wir bereits aus der F 450 GS kennen. Doch für beide gibt es Hinweise.

Die 450er-Modelle – wohl als Naked Bike R, vielleicht RR oder sogar XR – gelten als höchstwahrscheinlich. Zum Einen da ein Modell mit einer neuen Plattform keinen Sinn ergibt und zum anderen ergäbe eine attraktive Mittelklasse für BMW enorm viel Sinn, um dann doch einmal jüngere Zielgruppen zu erreichen.

Sehr konkret hingegen ist die seit Längerem erwartete M 1300 GS auf Basis der aktuellen R 1300 GS. Erlkönige im Offroad-Test zeigen klar die M-Insignien an einer Boxer-Enduro und erstmals seit der R 100 GS wieder mit einem Vorderrad in 21 Zoll und offensichtlicher Bereifung in 90/90-21 sowie wohl verändertem Winkelgetriebe des Kardanantriebs.

Ducati – neue Enduro mit Einzylinder

Kaum bis gar keine Hinweise in Form von Homologationen oder Erlkönigen, gibt es traditionell von Ducati. Doch ebenso traditionell steht auf der EICMA immer etwas Neues von Ducati, zumal dieses Jahr das 100-jährige Firmenjubiläum gefeiert wird.

Die jüngste Neuheit von KTM – richtig gelesen – brachte MOTORRAD auf eine interessante Idee: Ducati fehlt eine Enduro mit Einzylinder in der Klasse um 80 PS. Inspiration bringt die neue KTM 690 Rally mit 79 PS auf 693 Kubik. Ducati hat einen vergleichbaren Motor seit 2 Jahren im Programm. Der Superquadro Mono genannte Motor steckt derzeit nur in der Hypermotard 698, hat entgegen seines Names nur 659 Kubik, erzeugt 63 Nm bei 8.000/min und leistet 77,5 PS bei 9.750/min – mit Desmo. Wenn Ducati uns richtig schön überraschen wollen würde, stünde auf der EICMA eine neue Enduro mit dem großen Single. Vielleicht unter dem Label Desert X 696 und direkt gegen die KTM 690 Rally positioniert.

Honda – neue CB 500 mit Einzylinder

Ebenfalls mit einem neuem Einzylinder könnte Honda auf der EICMA 2026 überraschen. In Indien stellt der japanische Hersteller kürzlich bereits die CB 500 vor, mit dem vergrößerten Motor des Retro-Naked Bikes, das bei uns als "GB 350" bekannt ist.

Doch der Markt in Indien wächst gerade recht rasant beim Hubraum und der 350er-Motor mit 21 PS wirkt im Kontext der neuen 400er-Klasse von Triumph, Bajaj und Royal Enfield vielleicht etwas schwach auf der Brust. Der 500er-Motor leistet 28 PS und starke 43 Nm.

Moto Guzzi – Trip 500 mit Aprilia Twin

Interessant könnte ein Besuch bei Moto Guzzi auf der EICMA 2026 sein. Da könnte Guzzi zum ersten Mal seit Jahrzehnten ein neues Modell ohne V2 zeigen. Hinweise auf ein A2-Bike mit 48 PS und Aprilia-Twin im Rahmen gibt es seit ein paar Jahren. Und ein Name kursiert seit Juni 2026: Diese neue Guzzi könnte als "The Trip 500" kommen. Den Twin kennen wir als 457er-Motor aus der Aprilia RS 457 und Tuono 457, während genannten Modelle mit einem optimalen A2-Gewicht von 175 Kilogramm positiv auffallen.

Triumph – neue Tiger 1200 mit Radar und Tiger Sport 1200

Triumph zeigt im Vorfeld der EICMA ebenfalls immer wieder neue Modelle. Konkrete Hinweise auf eine neue Tiger 1200 gab Triumph mit einer Marketing-Aktion und Weltumrundung, denn dort erfolgte der Start mit einer bislang unbekannten Version der Tiger 1200. Auffällig war die neue Front mit Radar-Emitter. Wohl wie gehabt mit 150 PS, dem T-Plane-Triple und der beidseitigen Momentabstützung der Kardanschwinge. Doch das wäre nicht die einzige Tiger, die hier Platz findet.

Seit es den neuen 1160er-Triple gibt, fordert MOTORRAD immer wieder eine neue, große Tiger Sport. In diesem Fall mit dem 1160er-Motor, 180 PS und Einarmschwinge aus der Speed Triple RS. Und nicht mit der T-Plane-Welle, sondern mit singendem Triple und 120-Grad-Versatz. MOTORRAD hat sich da einmal etwas ausgedacht:

Yamaha – Endlich Tenere 900?

Mit der erstarkten Enduro-Klasse um 900 Kubik, die von Triumph und MV Agusta sogar per Dreizylinder erreicht wird, hängt eine mögliche Ténéré 900 in der Luft. Der 890er-Triple mit 119 PS und 93 Nm wäre prädestiniert für einen derartigen Einsatz, gerade mit dem seit 2 Jahren optionalen Automatik-Getriebe Y-AMT. Yamaha selbst hat das Modell nie bestritten, nur immer gesagt: Sie kommt dann, wenn wir sicher sind, gewinnen zu können. Ob damit die Dakar oder Vergleichstests bei MOTORRAD gemeint sind, ist nicht bekannt.

Neuerlichen Auftrieb erhielt das Thema durch Yamaha selbst, indem der Hersteller für die EICMA etwas Neues ankündigte – wohl mit Triple und ungewöhnlichem Zündversatz.

Fazit