Einsteiger: Bajaj Pulsar NS 400 - A2-Bike günstiger als einer 125er

Bajaj Pulsar NS 400 für A2 in Spanien
400er mit 40 KTM-PS günstiger als eine 125er

ArtikeldatumVeröffentlicht am 01.04.2026
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Wirklich teuer hat niemand die Bajaj Pulsar NS 400 erwartet. Doch der Preis von 4.499 Euro für den spanischen Markt überrascht, denn: So bietet Bajaj die 400er mit 40 PS um 500 bis 800 Euro günstiger an als Kawasaki die Z 125, Honda die CB 125 R oder KTM die 125 Duke. Die neue 400er (Klasse A2) ist also günstiger zu haben als etablierte 125er (Klasse A1) und obendrein, beim Blick auf die technischen Daten, ohne erkennbaren schmerzhaften Verzicht.

Bajaj Pulsar NS 400 aus Indien – mit KTM-Motor

Bekannt seit Langem: Bajaj baut für KTM die 125er- und 390er-Modelle in Indien sowie für den indischen Markt entsprechend 150er oder 250er-Motoren auf Basis der Einzylinder und ist seit 2025 im Grunde Hauptaktionär von KTM. Und trotzdem baute Bajaj in seinen Modellen weiterhin eigene, meist luftgekühlte Motoren ein. Seit KTM in den 390er-Modellen einen neuen Einzylinder mit 399 Kubik einbaut, war der vorige 373er-Motor im Grunde beschäftigungslos, mittlerweile beschleunigt er so manche Bajaj: die Dominar 400 – in Europa Master 400 genannt – und eben das sportliche Naked Bike Pulsar NS 400.

Und da die indischen Motoren von KTM als unkomplizierte Dauerläufer gelten, wirkt die Bajaj als clevere Wahl für Sparfüchse mit Anspruch. Besonders vor dem Hintergrund der in Spanien gewährten 5-Jahres-Garantie.

40 PS für A2, Fahrmodi und fette Gabel

Bajaj tunt den Einzylinder-Motor der Pulsar NS 400 für Europa auf 40 PS bei 8.800/min und 35 Nm bei 6.500/min. Zum Vergleich: In der 390 Duke kam der 373er-Single zuletzt auf 44 PS bei 9.000/min und 37 Nm bei 7.000/min.

Bajaj hält hier also zunächst noch etwas Abstand zu den "alten" 390ern und schlussendlich zum neuen 399er-Motor, der aktuell 45 PS bei 8.500/min leistet und 39 Nm bei 7.000/min erzeugt. Der vergleichbar moderne Motor erlaubt den Einsatz moderner Elektronik. Bajaj baut statt Seilzügen zum Steuern der Drosselklappen ein Ride-by-Wire-System ein, ergänzt um mehrere Fahrmodi und eine Traktionskontrolle. Doch Bajaj hält bei den Bits und Bytes erneut Abstand zu den Modellen von KTM und verzichtet auf die schräglagensensiblen Systeme für ABS und Traktionskontrolle. Kein Verzicht hingegen im Cockpit: vollgepackte Anzeigen auf dem bunten Display, wohl mit Connectivity zum Verbinden des Smartphones und Kommunikationssystems im Helm.

Keinen Verzicht übt Bajaj beim Auftritt. Etwa die Gabel beeindruckt mit 43 Millimeter Tauchrohrdurchmesser in USD-Bauweise, allerdings ohne Möglichkeit des Einstellens und ohne Angabe des Federwegs. Gleiches gilt für das Federbein, welches immerhin eine einstellbare Vorspannung bietet.

Bajaj NS 400 – 174 Kilo schwer und 4.500 Euro teuer

Dank oder trotz Aluminium-Chassis bringt die Bajaj Pulsar NS 400 fahrbereit 174 Kilogramm auf die Waage, mit 10,8 Liter im 12-Liter-Tank (90 Prozent). Zum Vergleich: Die aktuelle KTM 390 Duke mit Stahlrahmen wiegt 165 Kilo im gleichen Zustand.

Anfang April 2026 bietet Bajaj den sogenannten "Streetfighter der A2-Klasse" ab 4.499 Euro inklusive Zulassung auf dem spanischen Markt an. Offiziell sind in Deutschland – noch – keine 400er-Modelle von Bajaj zu haben.

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