Anders als der Markenbruder Django Classic 125 mit seinem Design-Bezug auf die Straßenkreuzer-Ära der 1960er-Jahre wählt der jüngere Peugeot Django Evo 125 einen deutlich moderneren und frecheren Retro-Ansatz. Auch er kopiert Design-Elemente aus vergangenen Zeiten, allerdings sind die noch nicht ganz so lange her. Immerhin: Die 1990er mit Plastik-Scootern wie Honda Lead, Piaggio SKR 125 und Peugeot SV 125 liegen auch schon fast 40 Jahre zurück.
Zwei unterschiedliche Motorisierungen zur Auswahl
Den Peugeot Django Evo 125 zeichnet außerdem aus, dass man ihn mit zwei verschiedenen Motorisierungen ordern kann. Die Einstiegsvariante "Active" kommt mit einem luftgekühlten Zweiventil-Einzylindermotor mit 7,8 kW (10,6 PS) bei 7.000/min und 9,5 Nm Drehmoment, der für die Stadt ausreicht, außerhalb der City aber an enge Grenzen stößt. Er bietet günstige und zuverlässige Alltags-Mobilität dank bewährter Allerwelts-Technik.
Zum Vergleich: der wassergekühlte Vierventiler in den Modellen "Sport", "Legacy" oder "No Name" erzeugt 12 Nm bei 6.500/min und leistet 9,5 kW bei 8.500/min (12,9 PS).
Wichtig
Bei luftgekühlten Roller-Motoren kommt eine Zwangsluftkühlung zum Einsatz, die mit einem von der Motordrehzahl abhängigen Gebläse arbeitet, das Kühlluft direkt Richtung Motor schaufelt. So ist auch im Stand und ohne Fahrtwind ausreichend Kühlung vorhanden. Bei modernen wassergekühlten 125er-Rollermotoren ist der kompakte Wärmetauscher mittlerweile vom Beinschild an der Fahrzeugfront direkt zur Triebsatzschwinge ins Heck gewandert. Das ist deutlich effizienter und spart Kühlschläuche, Wasserpumpen und Bauraum im Beinschild für Handschuhfach und Co.
Ultrahandliches 12-Zoll-Fahrwerk für die City
Das Fahrwerk gibt sich konventionell: Ein einfacher Stahlrohrrahmen, eine konventionelle Telegabel an der Front, im Heck ein seitliches Mono-Federbein und eine straffe Abstimmung mit Federwegen um die 80 Millimeter. Dankenswerterweise sind vorne wie hinten Scheibenbremsen montiert und beide Zwölf-Zoll-Räder werden mit ABS-Unterstützung gebremst.
Vorn kommen Reifen der Dimension 110/70-12 zum Einsatz, hinten sind 120/70-12 montiert. Mit diesem Fahrwerk und 134 Kilogramm Gewicht fährt sich der Peugeot Django Evo 125 ausgeprägt wuselig in der Stadt. Langgezogene Landstraßenkurven sind dafür eher nicht sein Metier. Hier neigen 12-Zoll-Fahrwerke in der Regel zur Überhandlichkeit und die Kurvenlinie muss öfter korrigiert werden.
Peugeot Django Classic 125 – Alle Modellvarianten
Ein Design für Ästheten und Automatik-Scooter-Nerds
Das Design des Peugeot Django Evo 125 ist eine Augenweide für Ästheten: Die Silhouette entspricht noch den gängigen Proportionen für Roller im Classik-Style, aber der Django verzichtet auf alles Schnulzige, Liebliche, Verschnörkelte.
Der Django Evo wirkt formal strenger, geradliniger, aufs Wesentliche reduziert. Er macht seinem Namenszusatz "Evo" alle Ehre, denn er stellt tatsächlich eine Retro-Evolution dar. Er ist die perfekte Wahl für Automatik-Scooter-Nerds, die eigentlich auf der Suche nach einem Kunststoff-Youngtimer aus den 1990er-Jahren sind, aber trotzdem ein modernes Fahrzeug mit guter Ersatzteilversorgung haben wollen.
Durch und durch modern
Anders als bei seinen Vorbildern ist im Falle des Peugeot Django Evo 125 das Moderne kein Lippenbekenntnis: Im Cockpit wartet ein TFT-Farbdisplay mit aufpreispflichtigen Connectivity-Funktionen auf Infotainment-Begeisterte, ein Smart-Key-System sorgt für Komfort beim Starten, ein USB-Anschluss versteckt sich im kleinen, abschließbaren Handschuhfach und bei der Beleuchtung setzt Peugeot flächendeckend auf LED-Technik.
Die Transport-Kapazitäten beschränken sich im Serientrimm auf das kleine Helmfach unterm Sitz und – nicht zu unterschätzen – einem vollkommen flachen, geräumigen Trittbrett. Gepäckträger und Top Cases gibt’s im reichhaltigen Zubehörprogramm von Peugeot.
Lambretta J125 – die Einstiegs-Lambretta 2.0
Preise starten ab 3.199 Euro
Die Einstiegsvarianten Peugeot Django Evo 125 "Active" mit dem luftgekühlten Motor gibt es ab 3.199 Euro ohne Nebenkosten in einfachem Schwarz oder in hübscher rot-weißer Zweifarblackierung. Auf Chromzierleisten muss verzichtet werden, das ist verschmerzbar.
Billige 200 Euro Aufpreis für mehr Technik und Power
Die jeweils nur 200 Euro teureren Varianten mit flüssiggekühlten Motoren "Sport" (futuristisch kühl in Silber/Orange), "Lecacy" (in edlem Schwarz oder blau-weißer Retro-Farbgebung mit Chromzierleisten) sowie die Variante "No Name" (in Weiß mit hellblauen Akzenten für die "Generation iPhone") unterscheiden sich technisch nicht.












