Triumph überrascht seit einigen Jahren mit äußerst humanen Preissteigerungen zwischen den Modelljahren. Meist im Zweiklang mit einem Erweitern der Leistung des Krads. Im Falle der Daytona 660 für 2026 rüstet Triumph eine einstellbare Gabel nach und den bisher inklusive Montage gut 350 Euro kostenden Quickshifter ab Werk. Ergibt einen um 200 Euro erhöhten Preis auf 9.995 Euro plus Nebenkosten. Eine seltene Kombination: Supersportler mit 95 PS für unter 10.000 Euro. In Deutschland gibt es neben der Daytona 660 nur noch 3 weitere Modelle, die diesen Kriterien entsprechen.
4 Supersportler mit 95 PS für unter 10.000 Euro
Triumph Daytona 660: 95 PS für 9.995 Euro
Bereits zum Start 2024 preiste Triumph die Daytona 660 sensibel ein. Zuletzt war sie ab 9.795 Euro zu haben. Ein guter Deal, der zum Modelljahr 2026 noch besser geworden ist. Zwar steht der Supersportler ab 9.995 Euro in der Liste, doch Triumph erhöht den Gegenwert deutlich. Der Triple mit 660 Kubik leistet weiterhin 95 PS bei 11.250/min und erzeugt 69 Nm bei 8.250/min. Doch die nur 201 Kilo schwere Daytona hat eine neue Gabel mit nun einstellbaren Dämpfungen für Druck- und Zugstufe. Obendrein ist der bisher optionale Quickshifter nun Grundausstattung.
Wie gehabt mit 4 Jahren Garantie und Wartungsintervallen von 16.000 Kilometern oder 12 Monaten. Triumph gibt den Normverbrauch mit 4,9 Liter je 100 Kilometer an, entsprechend erlaubt der 14-Liter-Tank eine theoretische Reichweite von 285 Kilometern.
CFMoto 675 SR-R: 90 PS ab 7.999 Euro
Die CFMoto 675 SR-R nahm der Triumph Daytona 660 das Merkmal des Dreizylinders bereits vor deren Marktstart ab. Der Motor der SR verteilt 674 Kubik auf 3 Zylinder, erzeugt 68 Nm bei 8.250/min und leistet 90 PS bei 11.000/min.
Interessant: Die Alu-Konstruktion von Chassis und Schwinge bringt der 675er überraschenderweise keinen Vorteil. Gewogene 204 Kilo liegen deutlich über der Werksangabe von 198 Kilo. Allerdings punktet die CFMoto durch ihr voll einstellbares Fahrwerk von KYB sowie den Quickshifter ab Werk.
Aber: Der Verbrauch von 5,5 Liter je 100 Kilometer ist hoch, entsprechend beträgt die Reichweite mit dem 15-Liter-Tank theoretisch nur 272 Kilometer. CFMoto bietet 4 Jahre oder 40.000 Kilometer Garantie.
Zontes 703 RR: 95 PS ab 7.990 Euro
Ebenfalls per Triple treibt Zontes seinen Supersportler 703 RR an. Durch den vergleichsweise großen Hubraum von 699 Kubik erzeugt er 74 Nm bei 8.500/min und leistet 95 PS bei 11.500/min.
Das Fahrwerk erfreut grundsätzlich mit einer voll einstellbaren Gabel sowie der einstellbaren Vorspannung und Zugstufe am Federbein. Etwas überraschend allerdings das gemessene Gewicht von 202 Kilogramm, trotz Chassis aus Aluminium, während Zontes mit 196 Kilo wirbt. Wobei: Der Tank der Zontes fasst 16 Liter, was 290 Kilometer Reichweite in der Theorie erlaubt beim hohen Verbrauch von 5,5 Liter pro 100 Kilometer.
QJMotor SRK 800 RR: 95 PS ab 8.399 Euro
Wo der Dreizylinder vor einigen Jahren noch selten in der Klasse der Supersportler war, so ist es der Vierzylinder heute. In der QJMotor SRK 800 RR lebt er, misst 778 Kubik und leistet 95 PS bei 10.000/min. Wobei die SRK ihren Hubraum zumindest in den technischen Daten nicht in Drehmoment umsetzt und mit 74 Nm bei 9.000/min nominell den 699er-Triple der CFMoto nicht übertreffen kann.
Ob die Federelemente wie die Gabel von Marzocchi einstellbar sind, ist bislang nicht bekannt. Dafür das Gewicht: 210 Kilogramm, die trotz 16-Liter-Tank schwer erscheinen. Wie das nun im Kontext Preis mit 8.399 Euro einzuordnen ist, kann nur ein Test von MOTORRAD klären.












