Die beliebtesten Chopper und Cruiser: Eure favorisierten Bikes 2026

Die beliebtesten Chopper und Cruiser
Eure Lieblings-Chopper und -Cruiser 2026

ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.03.2026
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Triumph Rocket 3 Storm R Vergleichstest
Foto: Arturo Rivas

Die Sache mit dem Hubraum. Die Rocket 3 beherrscht sie wie kein anderes Serienbike. Das zieht. Und sichert der mächtigen Engländerin wiederholt den ersten Platz. Dahinter ist das Feld in Bewegung. Interessant: Nur drei Hersteller schaffen es unter die ersten fünf Modelle. BMWs R 18, letztes Jahr noch dabei, packt das 2026 nicht mehr.

Die beliebtesten Chopper/Cruiser 2026

1. Triumph Rocket 3 Storm R/GT – mit 20,1 % der Stimmen

Das Machtwort der Rocket-Modelle lautet Hubraum. Gegen die 2.458 Kubik, die sie auf einen längst liegenden Triple verteilen, verblassen alle anderen relevanten Großserienmotorräder. Und dieser Drilling schiebt immer und überall mit einer Wucht, dass es dem Piloten im Sattel der R-Storm bei jedem Zupfer am Gasgriff automatisch die Mundwinkel oben im Gesicht festzimmert. Der Typ R der Triumph-Raketen spielt dabei mit mittig angebrachten Fußrasten und breitem Lenker gekonnt das Cruiser-Roadster-Lied. Weiter vorne liegende Fahrerrasten, eine Sissybar sowie der sich dem Fahrer entgegenstreckende, breite Lenker formen aus der R-Rocket die GT und schieben den Hubraumriesen in die Abteilung Power-Touring-Cruiser.

2. Ducati Diavel V4/RS – mit 14,1 % der Stimmen

Bis 150 km/h beschleunigt sie auf Superbike-Niveau, bremst fulminant und wedelt vergleichsweise leichtfüßig durchs Kurvenwerk. Eine sehr europäische Interpretation dessen, was man in den USA "Power-Cruiser" nennt. Aber in durchtrainiert und mit wenig Körperfett.

Die Diavel V4 RS ist die sportlichere, exklusivere Variante der Diavel V4. Sie übernimmt den stärkeren, höher drehenden Desmosedici‑Stradale‑Motor (statt des V4 Granturismo) und setzt stärker auf Performance mit hochwertigeren Komponenten und weniger Gewicht.

3. Harley-Davidson Fat Boy – mit 13,0 % der Stimmen

Der fette Junge ist eine Ikone und schrieb als Arnold Schwarzeneggers Motorrad 1991 in "Terminator 2" Kino-Geschichte. Mit ihrem Gastauftritt hat die 1990 präsentierte Fat Boy Ruhm erlangt. Über 35 Jahre ist das nun her, seitdem ist die Softail mit ihren (jetzt nur noch Fast-)Scheibenrädern als Markenzeichen praktisch ununterbrochen im Harley-Programm vertreten. Aber natürlich nicht unverändert, denn auch bei der aktuellen Fat Boy sorgt nun ein fetter 117er-Motor mit 105 PS statt 95 PS beim alten 114er für Vortrieb.

4. Triumph Bonneville Bobber/Speedmaster – mit 10,5 % der Stimmen

Geht’s um Coolness auf zwei Rädern, macht der Bobber so schnell niemand etwas vor. Ihr Auftritt hat einfach Style. Damit das so bleibt, hat Triumph den Cruiser für 2025 leicht überarbeitet. Im Tank schwappen jetzt zwei Liter mehr Benzin. Daneben arbeiten ABS und Traktionskontrolle nun kurventauglich, leuchtet der neue LED-Fluter an der Front heller, schmeichelt der größere Fahrersitz dem Hintern mehr. Dazu werten leichte Retuschen an der Linienführung den Cruiser weiter auf, ohne an seinem coolen Wesen zu kratzen.

Die Speedmaster kommt besonders bei reisefreudigen Cruiser-Fans gut an. Der breitere, weniger nach hinten gekröpfte Lenker verspricht einen direkteren Kontakt zum Vorderrad, während der neue USB-C-Anschluss Smartphone und ähnliche Devices lädt. Vorne gibt’s einen neuen LED-Scheinwerfer, kurventaugliche ABS- und TC-Systeme runden das Update ab.

5. Ducati XDiavel V4 – mit 9,5 % der Stimmen

"Sport-Cruiser" – ein Paradoxon liefert die treffende Beschreibung. Mit dem Granturismo-V4 im neuen Fahrwerk, 168 PS und Drehmoment satt schafft die XDiavel den schnellen Wechsel von entspanntem Dahingleiten zu brachialem Beschleunigen, je nach Laune des Fahrers und Raum vor dem Vorderrad. Viel Komfort für einen Cruiser versprechen 145 Millimeter Federweg an der Hinterhand. Die XDiavel wäre keine Ducati, wenn die Elektronik rund um Fahrhilfen und Konnektivität nicht dem neuesten Stand entspräche.

Unterschied XDiavel V4 und Diavel V4Die Diavel V4 und die XDiavel V4 sind technisch nah verwandt, zielen aber auf zwei unterschiedliche Fahrstile: Die Diavel V4 kommt mit einer eher neutraleren, aktiveren Sitzposition, die Fußrasten sind "Naked Bike"-artig weniger weit vorn platziert. Die XDiavel setzt auf mehr Cruiser‑Ergonomie: weiter vorn liegende Fußrasten – für entspanntes Cruisen und lange, weniger kurvige Etappen.

Fazit