Bereits 2018 trat das französische Start-up-Unternehmen Furion Motorcycles, gegründet von Marc Evenisse, erstmals in Erscheinung. Damals mit der Furion M1, einem doppelt exotischen Hybrid-Motorrad mit Wankel-Motor und Elektro-Motor. Zwei Jahre später folgte die ähnlich umgerüstete Furion M3 auf Basis der Dreizylinder-Dreirad-Yamaha Niken.
Furion Motorcycles mit Weltmeister als Testfahrer
Nach ein paar Jahren Stille regt sich seit Herbst 2025 wieder etwas bei Furion Motorcycles in Frankreich. Demonstrativ dreht der Test-Prototyp M2 seine Runden auf dem Ales Cevennes Motor Racing Circuit. Prominenter Testfahrer ist der mehrmalige Supermoto-Weltmeister Adrien Chareyre.
Furion M2 als Test-Prototyp mit Axialfluss-Motor vorn
Zur Furion M2 umgerüstet, weist die Yamaha MT-07 auffällige Besonderheiten an Front und Heck auf. Vor allem dreht sich hier – im Wortsinn – alles um den zusätzlich eingebauten Elektromotor an der Vorderradnabe. Dabei handelt es sich um einen elektrischen Antrieb in Axialfluss-Bauweise, in dem Spulen und Magnet sich mit zwei Scheiben gegenüberstehen. In Relation zum erzeugten Drehmoment fällt der Motor schmaler und leichter aus, was in diesem Fall, mit Blick auf die ungefederte Masse am Rad, umso mehr von Bedeutung ist.
Allrad-Antrieb (2WD) und fast 100 PS Hybrid-Spitzenleistung
Angaben zu Gewichten machte Furion bisher keine, dafür zu Drehmoment und Leistung. Bei der Furion M2 mit Allrad-Antrieb beziehungsweise 2-Wheel-Drive (2WD) sollen am Vorderrad zusätzlich bis zu 300 Nm sowie über 20 elektrische PS zur Verfügung stehen. Wobei die Kraftverteilung zwischen dem Vorderrad und dem mit bis zu 73 Verbrennungsmotor-PS angetriebenen Hinterrad elektronisch gesteuert, somit die Gesamt-Traktion bei annähernd 100 PS Hybrid-Spitzenleistung optimiert wird.
Eversor-System für Traktion und Rekuperation
Eversor, so nennt Furion Motorcycles die aufwendige, selbst entwickelte elektronische Steuerung. Sie beinhaltet zudem eine Energierückgewinnungsfunktion (Rekuperation), mit der bis zu 27 % der Bewegungsenergie in elektrischer Form zurückfließen sollen. Hierfür ist die Position des elektrischen Antriebs am Vorderrad von Vorteil, denn beim Bremsen sind Anpressdruck und Traktion hinten schlechter, vorn umso besser. Akku und Elektronik hat Furion im Heck der M2 untergebracht.
Neue Furion F1 als Limited Edition angekündigt
In dieser Form, als Furion M2 auf Basis der Yamaha MT-07, ist dem Vernehmen nach kein (Kleinserien-)Modell geplant. Dafür ist die komplett neu entwickelte Furion F1 angekündigt, 100 Exemplare als Limited Edition. Als Allrad, aber nicht Hybrid – bei der F1 werden dann wohl beide Räder elektrisch angetrieben und vom Eversor-System gesteuert. 300 Kilometer Reichweite seien angepeilt. Wann die fertig entwickelte Furion F1 erscheinen wird und was sie kosten soll, dazu liegen bislang keine konkreten Informationen vor.












