Legal: Die stärksten Einzylinder in Serie – KTM, Husqvarna, GasGas und Kove

79 PS aus nur einem Zylinder
Die stärksten Einzylinder für den Dreck

ArtikeldatumVeröffentlicht am 19.09.2026
Als Favorit speichern
Husqvarna 701 Supermoto und Enduro (2025)
Foto: KTM/Husqvarna

Fast 80 PS aus einem Einzylinder. Eine irre Zahl. Insbesondere da dieser Einzylinder in einer straßenzugelassenen KTM steckt. Doch KTM ist damit nicht allein. MOTORRAD zeigt die stärksten straßenzugelassenen Singles in Enduros.

LC4-Motor ungeschlagen

Kenner wissen längst: In der Hauptsache geht es um den fast schon legendären LC4-Motor von KTM. Der Einzylinder misst 693 Kubik und leistet mittlerweile schier unfassbare 79 PS bei um 8.000 Umdrehungen pro Minute. Über die Marken KTM, Husqvarna und GasGas in unterschiedlichen Leistungsstufen und Modellen im Einsatz und als einer der wenigen Motoren noch komplett Made in Mattighofen.

Ganz frisch in der KTM 690 Rally als kleine Überraschung. Eine Langstrecken-Enduro mit hohem Aufbau ist in dieser Leistungsklasse einzigartig. Der hohe Aufbau und die beiden Zusatztanks vorn mit je 3,5 Liter Volumen ergeben ein kleines Zusatzgewicht auf die 690 Enduro von gut 10 Kilogramm, wobei die Rally mit trockenen 161,5 Kilo immer noch als leicht gelten darf.

Ducati fehlt noch

Ebenfalls einen extrem starken Einzylinder mit 77,5 PS bietet Ducati. Der Supermono genannte Motor kommt mit Straßenzulassung allerdings aktuell nur in der Supermoto Hypermotard 696 Mono vor. Und im Zuge der KTM 690 Rally könnte Ducati ja mal über DesertX Mono nachdenken.

Die stärksten legalen Offroad-Einzylinder

KTM 690 Enduro R – 79 PS auf 693 Kubik

Für die KTM 690 Enduro R des Modelljahrgangs 2026 nennt KTM 79 PS (58 kW) und 73 Nm bei Euro 5+. Neu sind unter anderem die längeren Intervalle für Ölwechsel alle 15.000 km und Ventilspielkontrolle alle 30.000 km. Weiterhin eine Besonderheit der 690er-Offroader: Der 13,3-Liter-Tank bleibt zentral im Heck integriert, wobei: Der Tank ist im Grunde das Heck.

Das Fahrwerk besteht aus einer WP-Xplor-Upside-down-Gabel mit 48 mm Standrohr und 265 mm Federweg sowie ein umgelenktes Xplor-Federbein mit 250 mm Hub; gebremst wird über 300/240-mm-Scheiben. Die LC4-Enduro rollt auf 21/18-Zoll-Speichenrädern mit 90/90-21 und 140/80-18, die Sitzhöhe liegt laut KTM bei 935 mm und das fahrfertige Gewicht bei 162 kg.

2026 kostet die KTM 690 Enduro R ab 12.499 Euro.

Husqvarna 701 Enduro – 79 PS aus 693 Kubik

Im Grunde eine KTM 690 Enduro R in Husqvarna-Optik ist die 701 Enduro. Technisch baugleich – und Funfact: im gleichen Werk gebaut. Der LC4-Antrieb leistet die aktuelle Power von 79 PS und 73 Nm. Das Fahrwerk ist ebenfalls baugleich, dito die Elektronik.

Keine Überraschung: ein vollgetanktes Gewicht von 162 Kilo und ein Preis ab 12.499 Euro. Alles wie bei der KTM, nur eben in Weiß, Blau und Gelb.

GasGas ES 700 – 74 PS aus 693 Kubik

LC4-Version Nummer 3 in Marke Nummer 3 ist die GasGas ES 700. Noch mit dem älteren Tune leistet der Motor "nur" 74 PS und 73,5 Nm. Ebenfalls geringer: die Serviceintervalle von 10.000 km. Das Fahrwerk stellen, wie zu erwarten war, die Xplor-Elemente vorn wie hinten, mit dem Unterschied: Die Gabel bietet nur 250 Millimeter Federweg. Interessant: Das Trockengewicht der GasGas liegt mit 147,5 Kilo immerhin 4,5 Kilo unter den beiden Versionen von KTM und Husqvarna.

Preislich liegt die ES 700 unter den Schwestermodellen von KTM und Husqvarna und ist ab 11.549 Euro zu haben.

Kove 450 Rally – 42 PS aus 449 Kubik

Wer Reichweite wichtiger findet als Spitzenleistung, landet bei der Kove 450 Rally: Euro 5+, 42 PS und 40 Nm treffen auf drei Tanks mit zusammen 32 Liter und abschaltbares ABS. Laut Kove wiegt die Rally 145 kg trocken, die Sitzhöhe ist mit 910/960 mm in zwei Varianten wählbar, die Bodenfreiheit beträgt 310 mm.

Vorn arbeitet eine voll einstellbare USD-Gabel mit 305 mm Federweg, hinten ein voll einstellbarer Dämpfer mit 300 mm; gebremst wird über 280/240-mm-Scheiben. 21/18-Zoll-Räder mit 90/90-21 und 140/80-18 Reifen, ein 1.475-mm-Radstand und ein Stahlrahmen bilden das Fahrwerksgerüst für lange Etappen.

Im Kontext der Langstrecken-Enduros mit viel Leistung, stellt die Kove derzeit die extremste Version im Segment dar, da sie auf dem erfolgreichen Dakar-Bike von Kove basiert, das seit 2 Jahren für Furore sorgte. Ebenfalls aufregend: Kove bietet die 450 Rally bereits ab 7.990 Euro in Deutschland an.

Fazit