Voge DS 800 X Rally: Der Newcomer
Neu im Spiel der großen, echten und starken Enduros ist die Voge DS 800 X Rally. Der Zweizylinder-Motor misst 798 Kubik, leistet 95 PS bei 9.000/min und erzeugt ein maximales Drehmoment von 81 Nm bei 6.500/min. Theoretisch kommt die Voge 460 Kilometer weit, der Tank mit 24 Liter Volumen und der Normverbrauch von 5,2 Liter lassen das rechnerisch zu. Das Fahrwerk ist voll einstellbar und besteht aus einer Upside-down-Gabel vorn und einem Zentralfederbein hinten.
Zwar sind die exakten Federwege nicht bekannt, doch die Bereifung in 21/18 Zoll und die Sitzhöhe von 860 Millimeter lassen Rückschlüsse auf circa 200 Millimeter je Achse zu. Zur Ausstattung gehören ein 7-Zoll-TFT-Display, Griff- und Sitzheizung sowie verschiedene Fahrmodi, Traktionskontrolle und natürlich ABS für die insgesamt 3 Scheibenbremsen. Das hat sein Gewicht: Mit 227 Kilo fahrfertig ist die Voge nicht unter der Rubrik Leichtbau einzuordnen. Fast unsagbar niedrig ist der Preis für die Voge DS 800 X Rally: 8.999 Euro (plus Liefernebenkosten).
Kove 800 X Rally: Geklonte KTM-Gene zu erkennen
Schon etwas länger bekannt und mittlerweile in Deutschland zu haben ist die Kove 800 X Rally. Ihr Zweizylinder-Motor mit 799 Kubik ähnelt dem KTM-Twin der 790-Reihe und misst ebenfalls 88 Millimeter Bohrung sowie 65,1 Millimeter Hub. Mit 95 PS bei 9.000/min ist er gleich stark, das Drehmoment liegt mit 79 Nm bei 7.500/min indes deutlich unter den 87 Nm der KTM. Dafür wiegt die Kove mit fahrfertig gut 190 Kilo deutlich weniger als die KTM und als die hier versammelten Alternativen.
20 Liter passen in den Tank, was mit dem Normverbrauch von nur 4,7 Liter eine theoretische Reichweite von 425 Kilometer ergibt. Gabel und Federbein von Yuan sind voll einstellbar und bieten Federwege von 270 Millimeter vorn und 240 Millimeter hinten, was zusammen mit den Rädern in 21/18 Zoll die enorme Sitzhöhe von 890 Millimeter erklärt. Das niedrige Gewicht rührt auch von der spartanischen Ausstattung: ABS, Traktionskontrolle und ein TFT-Display müssen reichen. Der Preis liegt inklusive aller Nebenkosten aktuell bei 9.990 Euro.
QJMotor SRT 800 RX: Schnäppchen mit Stallgeruch
Der Motor der QJMotor SRT 800 RX kommt besagtem Twin von KTM ebenfalls sehr nahe. Ebenso der Hubraum von 799 Kubik. Dito die Leistung von maximal 95 PS und das Drehmoment von 87 Nm. Allerdings muss der Twin hier nur 198 Kilo fahrbereite Kilogramm beschleunigen und käme mit seinem 21-Liter-Tank wohl ebenfalls um die 400 Kilometer weit – leider gibt QJMotor den Verbrauch nicht an.
Die etwas niedrige Sitzhöhe von 830 Millimeter lässt auf etwas kürzere Federwege schließen, während die zwei Scheibenbremsen vorn ohnehin eher nach Straße rufen als nach Gelände. Dito die etwas verhalteneren Stollenreifen der 21/18-Zoll-Räder. Sicher nicht zum Gewicht zählt QJMotor das werksseitig angebaute, dreiteilige Koffersystem, das die SRT 800 RX noch etwas weiter in Richtung Straße schiebt. Zu haben ist die SRT 800 RX aktuell ab 8.999 Euro.
CFMoto 800 MT-X: Dieses Mal wirklich KTM
Geplant und gewollt ist der KTM-Motor in der CFMoto 800 MT-X. Beide Firmen arbeiten zusammen und entsprechend stark ist das Elektronik-Paket der CFMoto, inklusive schräglagensensibler Systeme. Mit 91 PS bei 8.250/min und 86 Nm bei 6.500/min ist der Motor überraschend deutlich auf Drehmoment getrimmt, und er soll nur 4,6 Liter verbrauchen.
Das ergibt durch den recht großen Tank mit 22,5 Liter Volumen eine theoretische Reichweite von 490 Kilometer. Fahrfertig stehen 220 Kilo auf den Rädern in 21/18 Zoll. Und die wollen verzögert werden, deshalb sind vorn zwei Scheibenbremsen mit großen 320 Millimeter Durchmesser vorhanden.
Passend dazu messen die Federwege der voll einstellbaren Federelemente je Achse 230 Millimeter, und das ergibt die Sitzhöhe von 873 Millimeter. Mit Quickshifter, Fahrmodi und Connectivity will die MT-X Straße und Schotter und noch Gröberes unter die Stollen nehmen. Der Preis liegt bei 9.499 Euro (plus Liefernebenkosten).
CFMoto 1000 MT-X: Die große Verführung
Ganz neu und noch brutal günstig: die CFMoto 1000 MT-X. Sie leistet 112 PS bei 8.500/min und erzeugt 105 Nm bei 6.250/min aus 946 Kubik. Der Twin dürfte ebenfalls aus dem KTM-Regal stammen und uns aus der 990-Reihe bekannt sein – der eine Adventure übrigens noch fehlt.
CFMoto stellt den Normverbauch mit nur 4 Liter je 100 Kilometer dar, was mit 22,5 Liter Sprit im Tank theoretisch 550 Kilometer Reichweite ermöglicht. Das Fahrwerk entspricht mit der voll einstellbaren KYB-Gabel vorn und einem ebenfalls einstellbaren Zentralfederbein hinten mit je 230 Millimeter Federweg dem der 800 MT-X.
Einen weiteren Hinweis auf die technisch sehr enge Verwandtschaft der 1000er zur 800er sind das nur 2 Kilogramm höhere Gewicht von 222 Kilo und die leicht erhöhte Sitzhöhe von 875 Millimeter. Zur Ausstattung gehören ein 8-Zoll-TFT-Display, ein Quickshifter, Kurven-ABS sowie 4 Fahrmodi. Ebenso bekannt wirkt die große Bremsanlage vorn. Zum Start in den Markt kostet die CFMoto 1000 MT-X nur 9.999 Euro, später sollen es 10.999 Euro sein.












