Über 1.000.000 Euro: MV Agusta 500 Grand Prix – legendäre Werksrennmaschine versteigert

MV Agusta 500 Grand Prix (1965) bei Bonhams
Über 1.000.000 Euro für den legendären Werksrenner

ArtikeldatumVeröffentlicht am 01.05.2026
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Vor über 60 Jahren, beim Motorrad-Grand-Prix 1965, wurde Mike "the bike" Hailwood zum 4. Mal in Folge Weltmeister auf MV Agusta, gefolgt von seinem Teamkollegen Giacomo "Ago" Agostini als Vize-Weltmeister. Mindestens einer dieser beiden legendären Rennfahrer soll damals mit der nun versteigerten Werksrennmaschine gefahren sein, möglicherweise sogar beide.

MV Agusta 500 Grand Prix – das Weltmeister-Motorrad von 1965

Mit übereinstimmender Rahmennummer und Motornummer – jeweils 1109 – ist diese MV Agusta 500 Grand Prix eine von sehr wenigen verbliebenen originalen Werksrennmaschinen aus jener goldenen Rennsport-Ära.

Reihenvierzylinder mit 4-in-4-Abgasanlage

Abgesehen von den zwischenzeitlich erneuerten Federbeinen sowie der neu bezogenen Sitzbank sei das extrem seltene Motorrad vollständig im Originalzustand erhalten, so die Beschreibung vom renommierten Auktionshaus Bonhams. Insbesondere gelte das für den luftgekühlten Reihenvierzylinder-Motor mitsamt der ungedämpften, infernal lauten 4-in-4-Abgasanlage.

Bonhams-Auktion – The Spring Stafford Sale 2026

Am 25. April 2026, beim traditionell-klassischen The Spring Stafford Sale, versteigerte Bonhams diese MV Agusta 500 Grand Prix aus der Connoisseurs Collection, Part II. Erwartet wurde ein Höchstgebot zwischen 160.000 und 220.000 Britische Pfund, umgerechnet circa 185.000 bis 250.000 Euro.

Höchstgebot 967.000 Britische Pfund – über eine Million Euro

Doch der Hammer fiel schließlich erst bei einem vielfach höheren Gebot: Für 967.000 Britische Pfund, umgerechnet circa 1.117.000 Euro, wechselte die MV Agusta 500 Grand Prix den anonymen Besitzer. Damit geht sie als eines der teuersten Motorräder in die Rennsport- und Auktions-Historie ein.

Von Hailwood über Agostini und Surtees

Angeblich hatte John Surtees – ein weiterer legendärer Rennfahrer – diese MV Agusta 500 Grand Prix im Jahr 1986 direkt vom Werk in Italien übernommen, um mit ihr an Klassik-Veranstaltungen und Paraden teilzunehmen.

MV Agusta 500 Grand Prix (1965) wieder in privater Sammlung

2005 ging die originale Werksrennmaschine von MV Agusta mit mehrfach prominentem Hintergrund in eine private Sammlung außerhalb Großbritanniens über. Jener Besitzer ließ sie im April 2026 von Bonhams versteigern. Ebenso unbekannt ist bislang der neue Besitzer dieses ganz besonderen und besonders wertvollen Motorrads – der bereit war, rund eine Million dafür zu bezahlen.

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