Militärmotorrad MUL.E mit Allradantrieb: Ukraine gibt Motorrad mit Benzingenerator frei

Ukraine gibt MUL.E Militärmotorrad frei
2×2-E-Motorrad mit Benzingenerator

ArtikeldatumVeröffentlicht am 28.07.2026
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MUL_E Ukraine Militär-Motorrad
Foto: Verteidigungsministerium Ukraine

Freigabe für die Truppe: MUL.E offiziell codifiziert

Das ukrainische Verteidigungsministerium codifizierte das Elektromotorrad MUL.E und gab es damit für den operativen Einsatz bei den ukrainischen Streitkräften. Offiziell ist es erste allradgetriebene Elektromotorrad der Ukraine.

Das Fahrzeug entwickelte ein ukrainischen Hersteller, der auf militärische Produkte spezialisiert ist. Einen Namen nennt das ukrainische Verteidigungsministerium nicht.

Was bedeutet Codifizierung?Codifizierung bedeutet im militärischen Kontext: Ein Produkt wird offiziell erfasst und kann dadurch formal beschafft, gelistet, verteilt und logistisch geführt werden (z. B. Materialverwaltung, Ersatzteilversorgung, Instandhaltung).

2×2-Antrieb: zwei E-Motoren an Vorder- und Hinterrad

Kern des Konzepts ist der 2×2-Allradantrieb: Ein eigener Elektromotor treibt jeweils das Vorder- und Hinterrad an. Laut Ministerium soll das die Traktion im Gelände verbessern. Zusätzlich betont das Ministerium den Aspekt der Redundanz: Fällt ein Motor aus, soll das Motorrad mit dem zweiten Motor weiterfahren können.

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Benzingenerator am Rahmen: Nachladen und externe Stromversorgung

Eine Besonderheit ist der zusätzliche Benzingenerator am Rahmen, der die Traktionsbatterie während des Einsatzes nachladen soll. Dadurch soll das Motorrad nach einer Entladung nicht sofort ausfallen, sondern den Betrieb fortsetzen können.

Der Generator ist außerdem abnehmbar und kann separat genutzt werden – zum Laden von Smartphones, Kommunikationsgeräten und FPV-Drohnen-Akkus oder zur Stromversorgung kleinerer Einheiten im Feld.

Reichweite: fast 100 Kilometer

Mit vollständig geladener Batterie soll das MUL.E fast 100 Kilometer zurücklegen können. Ob diese Angabe Straßenfahrt, gemischte Nutzung oder Geländeeinsatz beschreibt, wird nicht präzisiert.

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Geländeeinsatz: breite Offroad-Reifen, Anhängerbetrieb

Als Einsatzumfeld nennt das Verteidigungsministerium schwierige Untergründe wie ausgewaschene Passagen, Sand, tiefen Schnee und sumpfiges Gelände, worauf die breiten Offroad-Reifen deutlich verweisen. Dank kompakter Dimension soll sich das Bike schnell vorbereiten und verladen lassen.

Vorgesehene Aufgaben sind der Transport von Personal (mit Bewaffnung), kleinere Lasten und Verwundete. Zusätzlich soll das Motorrad einen beladenen Anhänger ziehen können.

Niedriger Bodendruck und "Minenresistenz"

Das Verteidigungsministerium führt als Merkmal einen geringen Bodendruck an. Dadurch würden "die meisten" Minen, die auf schwere Fahrzeuge oder gepanzerte Technik ausgelegt sind, nicht ausgelöst. Je nach Bauart können Minen über Druck, Zugdrähte, Magnetfelder oder andere Auslöser reagieren.

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Einordnung: 1.500 Motorräder für 2026 vertraglich zugesagt

Das ukrainische Verteidigungsministerium schreibt Motorrädern generell eine hohe Bedeutung für Mobilität an der Front zu. Für 2026 nennt das Ministerium außerdem Verträge der Beschaffungsagentur DOT über 1.500 Motorräder. Das wären dreimal so viel wie im Vorjahr.

Technische Daten MUL.E

  • Antrieb: 2×2 (Allrad)
  • Motoren: 2 unabhängige E-Motoren (Vorder- und Hinterrad)
  • Batterie: Kapazität nicht genannt
  • Zusatzenergie: abnehmbarer Benzingenerator am Rahmen
  • Reichweite: fast 100 km pro Vollladung
  • Gelände: breite Offroad-Reifen; Sand, tiefer Schnee, sumpfiger Untergrund, ausgewaschene Passagen
  • Anhängerbetrieb: beladener Anhänger möglich
  • Weitere Merkmale: leise und geringe Sichtbarkeit

Fazit