"Winter Test"-Lackierung und nummerierte Ausführung
Die mattschwarze Lackierung orientiert sich an den Ducati-Corse-Motorrädern, die bei Vorsaisontests in MotoGP und WorldSBK zum Einsatz kommen. Verkleidung, Flügel, Schutzbleche und Carbonräder sind in Schwarz gehalten. Ergänzt wird das Design durch einen Tank aus gebürstetem Aluminium, rote Akzente, rote Bremssättel und eine zweifarbige Sitzbank.
Teile für den Rennstreckeneinsatz mit Sternchen markiert
Die Seriennummer ist per Laser auf den Lenker graviert. Zum Lieferumfang gehören ein gefräster Aluminium-Tankdeckel sowie Abdeckungen für den Ausbau von Kennzeichenhalter und Spiegeln. Ein offener Kupplungsdeckel aus Carbon ist ebenfalls enthalten. Die Teile für den Rennstreckeneinsatz sind mit einem Sternchen markiert. Laut Ducati dürfen sie nur auf abgesperrten Strecken verwendet werden, nicht auf öffentlichen Straßen.
Carbonräder erhöhen Agilität
Die Carbonräder mit fünf geteilten Speichen senken die ungefederten Massen im Vergleich zu den geschmiedeten Aluminiumrädern der Streetfighter V4 S um 0,95 Kilogramm. Die Trägheitsmomente verringern sich dadurch laut Ducati vorn um 12 und hinten um 19 Prozent. Das Ergebnis: höhere Agilität, schnellere Richtungswechsel und präzisere Fahreigenschaften.
Ducati Streetfighter V4 S vs. Aprilia Tuono V4 Factory 1100
Fahrerfußrasten mit Fersenschützern
Die Fahrerfußrasten bestehen aus massivem Aluminium und sind mit Fersenschützern aus Carbon ausgestattet. Sie lassen sich individuell anpassen, ebenso wie das Schaltschema, das zwischen normal und umgekehrt gewechselt werden kann. Auch Brems- und Kupplungshebel sind aus Aluminium gefräst.
1.103-Kubik-V4 mit 214 PS
Der 1.103 cm3 große Desmosedici-Stradale-V4 leistet 214 PS bei 13.500/min. Das maximale Drehmoment beträgt rund 120 Nm bei 11.250/min. Der 90-Grad-V4 arbeitet mit einer gegenläufigen Kurbelwelle.
Trockenkupplung aus gefrästem Aluminium
Wie bei allen SP-Modellen verbaut Ducati eine STM-EVO-SBK-Trockenkupplung aus gefrästem Aluminium, die mit neun Scheiben arbeitet. Sie bietet unter Rennstreckenbelastung eine effektivere Anti-Hopping-Funktion, besonders bei aggressivem Herunterschalten. Zudem sorgt sie für ein gleichmäßigeres Verhalten in Schubphasen. Über Sekundärfedern aus dem Ducati-Performance-Katalog lässt sich die Motorbremswirkung anpassen.
Der offene Kupplungsdeckel aus Carbon gehört zum Rennstrecken-Kit und erzeugt den typischen metallischen Klang einer Trockenkupplung. Diese erlaubt den Einsatz von Ducati Corse Performance Oil, das in Zusammenarbeit mit Shell entwickelt wurde. Laut Ducati soll das Öl die maximale Leistung um bis zu 3 PS steigern.
Der Kettenantrieb verwendet eine DID-ERV7-Kette im Format 520 mit speziellem Ritzel- und Kettenrad-Satz. Diese Lösung, die auch bei Werksteams zum Einsatz kommt, ist leichter als die der Streetfighter V4 S. Eine genaue Gewichtsersparnis nennt Ducati nicht.
BMW M 1000 R und Ducati Streetfighter V4 S Vergleichstest
Bremse und elektronisches Öhlins-Fahrwerk
Vorn verzögern zwei 330-mm-Bremsscheiben mit Brembo-Hypure-Bremssätteln. Der Brembo-MCS-Geberzylinder bietet drei Hebeleinstellungen. Eine Fernverstellung des Bremshebels, inspiriert vom Rennsport, lässt sich während der Fahrt über den linken Lenker bedienen. Für die Rennstrecke können die mitgelieferten Bremskühlkanäle aus Carbon montiert werden.
Die NIX-30-Gabel und das TTX-36-Federbein, beides von Öhlins, arbeiten mit dem Öhlins-Smart-EC-3.0-System. Auch der Lenkungsdämpfer ist elektronisch geregelt. Ducati verspricht einen breiten Einstellbereich für Straßen- und Rennstreckenbetrieb. Schnellere Hydraulikventile sollen die Reaktionspräzision erhöhen.
Elektronik und Ausstattung der Ducati Streetfighter V4 SP
Das Elektronikpaket basiert auf einer Sechs-Achsen-Inertialplattform (6D IMU). Es umfasst unter anderem Race eCBS mit Kurvenfunktion, Ducati Traction Control (DTC), Ducati Slide Control (DSC), Ducati Wheelie Control (DWC), Ducati Power Launch (DPL), Ducati Quick Shift (DQS) 2.0 und Engine Brake Control (EBC).
Das neue 6,9-Zoll-TFT-Display im Format 8:3 zeigt die Fahrmodi Race, Sport, Road und Wet an. Zur Ausstattung gehören Voll-LED-Beleuchtung mit Tagfahrlicht, Schnell-Einstelltasten und eine Lithiumbatterie. Das Motorrad ist für den Ducati Data Logger und das Ducati Multimedia System vorbereitet.
Weitere Daten zur Ducati Streetfighter V4 SP:
- Gewicht ohne Kraftstoff: 188 kg
- Tank: 16 Liter, Aluminium
- Reifen: Pirelli Diablo Supercorsa V4, hinten 200/60 ZR 17
- Einsitzige Ausführung; Beifahrerkit als Zubehör erhältlich
- Ducati Electronic Suspension (DES) 3.0 – Brembo-Hypure-Monoblock-Bremssättel
- Preis: 36.990 Euro
Exklusive Ausstattung:
- "Winter Test"-Lackierung in mattem Schwarz mit roten Details
- Offenliegender Tank aus gebürstetem Aluminium
- Zweifarbige Sitzbank
- Flügel und Kotflügel aus Carbon
- Carbonräder mit fünf geteilten Speichen
- STM-EVO-SBK-Trockenkupplung
- DID-ERV7-Kette im Format 520
- Brembo-MCS-19.21-Geberzylinder mit Fernverstellung
- Verstellbare Fahrerfußrasten aus Aluminium mit Carbon-Fersenschützern
- Gefräste Brems- und Kupplungshebel – Offener Kupplungsdeckel aus Carbon sowie Abdeckungen für Kennzeichenhalter und Spiegel













