5.999 Euro für 64 PS und 435 km: Voge R 625 als Preis-Knaller

Neues Naked Bike Voge R 625 für 5.999 Euro
Viel „Premium“ für wenig Euro

ArtikeldatumVeröffentlicht am 09.03.2026
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Von den 64 PS für 5.999 Euro abgesehen, stehen im Lebenslauf der Voge R 625 überraschend namhafte Hersteller und hochwertige Features: Bremsen von Nissin, Federelemente von KYB sowie ABS und Traktionskontrolle von Bosch. Zudem ein TFT-Display mit 7 Zoll Diagonale, Connectivity, Reifendruckkontrollsystem, Ladebuchse und LED-Beleuchtung. Da erlaubt der Twin im Stahlrahmen keine Lücke und bietet in der Klasse bis 600 Kubik Erstaunliches.

Motor: Twin mit 64 PS und 57 Nm

Herzstück der Voge R 625 ist ein Reihentwin mit 270-Grad-Versatz, Wasserkühlung, 4V-Technik und 581 Kubikzentimeter Hubraum. Und trotz des leichten Übertreibens mit dem Hubraum-vorgaukelnden Aufdruck "625" bietet in der Klasse keiner mehr, meist sogar weniger. Und ja, Voge bietet für diesen Motor eine 48-PS-Drosselung für den Stufenführerschein A2.

Ohne A2-Drossel leistet der Motor offen 64 PS bei 9.000 Touren und erzeugt 58 Nm bei 6.500 Umdrehungen pro Minute, die Kolben verdichten das Gemisch in den beiden Brennräumen 11,5:1. Die Bohrungen messen je 76 Millimeter, die Hübe der Kurbelwelle je 64 Millimeter. Alle Werte zu diesem Motor kommen uns bekannt vor und stimmen überein mit denen der günstigen Reiseenduro Voge DS 625 X, die seit 2025 in Deutschland zu haben ist.

435 Kilometer Reichweite

Der für den Hubraum der Voge R 625 erstaunlich hohen Leistung und Kraft steht ein ebenso überraschender Verbrauch gegenüber: Voge gibt den Normverbrauch über 100 Kilometer mit nur 3,8 Liter an, was mit gefülltem 16,5-Liter-Tank eine theoretische Reichweite von 435 Kilometer ergibt. Damit stünde die Voge in der Verbrauchs-Liste von MOTORRAD auf einem der Top-Ränge (2025).

Rundes und günstiges Gesamtpaket

Mit den bereits erwähnten, namhaften Zulieferern für Bremse und Fahrwerk der R 625 schnürt Voge ein rundes Gesamtpaket. Zwar sind die Federelemente von KYB nicht voll einstellbar, dafür steckt im Lenkkopf immerhin eine USD-Gabel mit 41 Millimeter im Standrohrdurchmesser und 124 Millimeter Federweg. Das Zentralfederbein ist umgelenkt zwischen Stahlschwinge und Stahlrahmen geschraubt und ist in der Vorspannung einstellbar. Zwar fehlt die Information zum Federweg hinten, allerdings erlaubt die Sitzhöhe von 820 Millimeter einen Rückschluss auf um die 150 Millimeter hinten.

Klar genannt und eine klare Einordnung erlaubend: Das Gewicht der fahrbereiten Voge R 625 liegt bei 202 Kilogramm und ist kaum anzweifelbar, da realistisch. Zwar ist die Voge damit kein Leichtgewicht, aber weit weg von schwer. Klassenüblich hingegen: Voge bereift die R 625 mit 120/70 ZR 17 vorn und 160/60 ZR 17 hinten.

Was kostet die Voge R 625?

Voge bietet die R 625 zum Modelljahr 2026 in Deutschland ab 5.999 Euro an. Hinzu kommen noch 370 Euro für die Überführung, allerdings ist das Naked Bike hierzulande bisher nur in Schwarz zu haben.

Fazit