Italien, das Land der malerischen Landschaften und der faszinierenden Kultur, zeigt Motorrad-Touristen zwei Gesichter: Einerseits locken endlose kurvige Straßen und eine leidenschaftliche Begeisterung für motorisierte Untersätze, andererseits stößt man in einigen Regionen, wie etwa den Dolomiten, auf eine zunehmend bröckelnde Akzeptanz gegenüber Biker. Doch es gibt auch Hoffnung: Engagierte Hotelwirte in den betroffenen Gebieten setzen auf eine herzliche Willkommenskultur, um das Bild der Motorradtouristen als Störenfriede zu widerlegen und so den Motorradreisenden ihre Liebe zu Italien weiterhin nahezubringen.
MOTORRAD-Tourentipps
8) GARDASEE UND MONTE BALDO
Dem Trubel am Lago entkommen Sie mit unserem Tourentipp rund um den Monte Baldo ganz schnell. Auch bei angenehm kühler Höhenluft erlebt man ein Italien in Espresso-Klirren, Kopfsteinpflaster und Zweitaktduft. Dann beginnt das Kurvenfest: schmale Sträßchen, Felswände, steile Rampen – fordernd, aber alle Mühen wert. Oben öffnet sich die Welt zum Logenplatz über dem tiefblauen See, Paraglider schweben durch die Thermik – leckerer Apfelstrudel und Cappuccino helfen gegen den Höhenrausch. Mit so viel Serpentinen und Seeblicken kann die rund 190 Kilometer lange Tagesstour problemlos zur Genusstour über eineinhalb Tage ausgeweitet werden. In RIDE-Ausgabe 1 warten noch viele weitere Tipps rund um den Gardasee. Als E-Paper können sie das Heft einfach nachbestellen: shop.motorpresse.de
9) WÜRZJOCH-WARM-UP
Die Anreise nach Südtirol bedeutet meist viel ätzendes Geradeaus, oft Stau am Brenner und zig Mautstationen. Ausfahrt Brixen-Pustertal? Klingt verlockend! Endlich runter von der Autobahn und direkt hinein ins Fahrvergnügen! Das ist das Motto dieser "nur" 160 Kilometer langen Tour. Doch in den nördlichen Dolomiten lässt es sich locker und dennoch gut sportlich einfahren. Würzjoch, kühle Höhe, imposante Bergkulissen, Hütteneinkehr, Sonnenuntergang, Frühstück mit Aussicht. Besonderes Erlebnis: Der Einbahn-Verkehr am Staller Sattel. Wenn die Ampel auf Grün springt, setzt sich ein bunt gemischter Tross wie ein Startfeld in Bewegung. Am Ende des Tages ist alles auf Temperatur: Motor, Reifen und Kopf – und bereit für noch mehr Kurvengymnastik. Kein Problem, die Sellagruppe wartet gleich um die Ecke!
10) SÜDWESTLICHE DOLOMITEN
Die besten Straßen verdanken wir oft dem Zufall – oder dem Giro d’Italia. Wo die Radprofis über den Asphalt fliegen, liegt für uns eine fast unwirklich glatte Bühne: Kurven wie gemalt, Asphalt wie frisch gebügelt und sofort ein breites Grinsen im Helm. Zwischen Schafwiesen, Gipfelzacken und Espressopause trifft die Tour auch italienische Gelassenheit. Ein kleines Highlight ist der Manghen: eng, verwinkelt, rechts-links ohne Ende – pures Kurven-Karting, bis der Blick plötzlich auf Sturm-Schneisen und tote Wälder fällt. Abends wird alles orange, die Kehren laufen auch im Scheinwerferlicht sauber, und im Albergo klingt der Tag mit Bier, Geschichten und dem Gefühl aus, einen echten Pässe-Traum erlebt zu haben. Mit unserer GPX-Datei im Navi können Sie diesen 176 Kilometer langen Freudentaumel auch problemlos nacherleben!
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