Schon am ersten Kurvenausgang, zeigt die neue Triumph Tiger Sport 660 , was das Update wert ist. Ihr neuer 660er-Dreizylinder dürfte Kennern schon von der sportlichen Daytona 660 bekannt sein. Wo dem Vorgänger besonders im oberen Drehzahldrittel langsam die Luft ausging, legt das grundlegend überarbeitete Aggregat nochmal nach, dreht freier aus, wirkt entschlossener und gewinnt deutlich an Nachdruck.
Tüchtiger Triple: Motor mit mehr Druck im oberen Drehzahldrittel
Dafür sorgen jetzt auch bei der Triumph Tiger Sport 660 drei einzelne Drosselklappen anstatt einer, ein überarbeiteter Zylinderkopf mit größeren Auslassventilen und mehr Ventilhub sowie eine höhere Drehzahlgrenze. Dennoch bleibt der Charakter des Triples erhalten: Zwischen 3.000 und 7.000/min läuft er kultiviert, spricht fein an und erlaubt entspanntes, schaltfaules Fahren. Die neue Kraft ergänzt das bekannte Fundament, statt es zu übertönen.
Neues Getriebe schaltet präziser
Auch das überarbeitete Getriebe der Triumph Tiger Sport 660 überzeugt. Dank neuen Ein- und Ausgangswellen, neuer Gangabstufung, verkürztem Schalthebelweg und optimiertem Mapping des Quickshifters gelingen präzise Gangwechsel. Hochschalten geht knackig, Runterschalten kontrolliert – der jetzt zur Grundausstattung zählende Schaltautomat passt ideal zum quirligeren Antrieb.
Neue Triumph Tiger Sport 660 mit Fahrwerk für mehr Komfort
Auch 2026 bleibt die Triumph Tiger Sport 660 das tourentauglichere Pendant zum Naked Bike Trident 660. Ihr breiter Lenker und die aufrechte Sitzposition entlasten Handgelenke und Rücken. Trotz Crossover-Layout sind die Fußrasten relativ sportlich positioniert, jedoch ohne Langstreckentauglichkeit einzubüßen.
Komponenten von Showa
Am Heck der Triumph Tiger Sport 660 arbeitet weiterhin ein Showa-Federbein mit 150 mm Federweg und hydraulisch einstellbarer Vorspannung, vorn eine Upside-down-Telegabel aus dem gleichen Haus mit ebenfalls 150 mm Federweg. Keine technische Revolution, aber ein stimmiges Setup für Alltag und Reise. Die Forke filtert Unebenheiten komfortabel weg, wirkt jedoch bei sportlicherer Gangart etwas soft. In tiefer Schräglage fehlt gelegentlich das letzte Quäntchen Feedback – dafür punktet die sportliche Tiger mit ihrer bekannten Souveränität und Zugänglichkeit.
Größerer Tank für mehr Reichweite
Ein klares Plus bringt der neue Tank der Triumph Tiger Sport 660: Statt wie bisher 17,2 Liter fasst er nun 18,6 Liter. Trotz leicht gestiegenen Verbrauchs von 4,9 Liter pro 100 Kilometer (Werksangabe) steigt damit die theoretische Reichweite. Für Pendler wie Tourenfahrer ein angenehmer Vorteil.
Umfangreiche Ausstattung
Zur Grundausstattung der Triumph Tiger Sport 660 gehören eine 6-Achsen-IMU mit Kurven-ABS, Traktionskontrolle, Tempomat, Quickshifter sowie 3 Fahrmodi ("Rain", "Road", "Sport"). Das TFT/LCD-Display mit Connectivity bleibt funktional, wenn auch optisch nach wie vor nüchtern.
Wermutströpfchen auf der Bremse
"Auf der Bremse" zeigt die Triumph Tiger Sport 660 ein gemischtes Bild: Das Kurven-ABS greift bei harten Bremsmanövern vor allem in die Kurve hinein spürbar grob ein. Der Regelimpuls überträgt sich in den Bremshebel, was das Gefühl kurz schwammig erscheinen lässt. Wer feinfühlig bremst, erhält saubere Verzögerung – wer eher härter zu Werke geht, spürt die Regelarbeit direkt. Wichtig: Die Bremskraft an sich ist nicht zu beanstanden.
Neue Triumph Tiger Sport 660 – Gewicht und Preis 2026 nur leicht zugenommen
Mit rund 212 Kilogramm fahrfertig bringt die neue Triumph Tiger Sport 660 etwa 4 Kilogramm mehr auf die Waage als zuvor – angesichts des Leistungszuwachses ein leicht verschmerzbarer Wert. Preislich steigt sie um moderate 400 Euro auf 9.895 Euro – gemessen an Ausstattung und Motor-Upgrade ist sie damit ein noch attraktiveres Angebot in ihrer Klasse.












