Motorradhelm kaufen: Worauf muss ich achten?

Motorradhelm kaufen Worauf muss ich achten?

Das A und O bei der Auswahl eines Motorradhelms ist seine Passform. Die wiederum hängt sehr vom Kopf des Helmträgers ab, weshalb allgemeingültige Aussagen schwierig sind. Wir haben aber eine Reihe Tipps, worauf beim Helmkauf zu achten ist.

Motorradhelm kaufen - worauf muss ich achten? Foto: Fuchs
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Die erste Grundregel beim Helmkauf ist: Zeit mitbringen, um möglichst viele Modelle aufsetzen und vergleichen zu können. Worauf muss ich beim Kauf eines Motorradhelms achten? Wie viel kostet ein guter Motorradhelm? Wie finde ich die richtige Helmgröße? Was macht einen guten Motorradhelm aus? Welcher Motorradhelm ist der beste? Wie finde ich den richtigen Motorradhelm? Wann ist ein Motorradhelm zu groß? Wann ist ein Motorradhelm zu klein? Was bedeutet ECE beim Motorradhelm? Diese und noch viele andere Fragen rund um den Motorradhelm und den Kauf eines Motorradhelms beantworten wir in den FAQs.

Der klassische Motorradhelm ist ein Integralhelm, also ein Helm mit festem Kinnteil. Klapphelme sind besonders bei Tourenfahrern beliebt. Und auch bei Rauchern und allen, die nicht für jeden Schluck Wasser den Helm absetzen möchten. Wenn sie doppelt homologiert sind (P/J), also sowohl als Integral- als auch als Jethelm, dürfen sie auch mit geöffnetem Kinnteil gefahren werden. Gleiches gilt für die besondere Kategorie der Klapphelme, deren Kinnteil nicht nur nach oben, sondern komplett nach hinten geschoben werden kann. Enduro- und Adventure-Helme können optional mit einer Crossbrille kombiniert werden. Jethelme sind vorrangig bei Rollerfahrern beliebt. Diese Helmgattung passt oft optimal in das Staufach unter dem Sitz, schützt aber die bei einem Sturz stark gefährdete untere Kieferpartie nicht. Gleiches gilt natürlich auch für offen getragene Klapphelme.

Verschluss des Kinnriemens

Im Wesentlichen kursieren drei Varianten, um den Kinnriemen zu verschließen: Steckschloss, Ratsche und Doppel-D. Das Steckschloss ist die billigste Version und daher häufig besonders bei niedrigpreisigen Helmen zu finden. Ihr Nachteil: Mit der Zeit weitet sich der Kinnriemen und muss nachjustiert werden, damit er straff genug sitzt. Oft vergisst man das, oder man scheut den Fummelaufwand – auf Kosten der Sicherheit

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Steckschloss am Helm-Kinnriemen.

Die Ratsche wird bei jedem Aufsetzen genau so straff geschlossen, wie es nötig ist. Sie wirkt auf den ersten Blick etwas umständlicher als das Steckschloss, aber nach dreimal Anziehen hat man das Prinzip verinnerlicht. Das Öffnen funktioniert mindestens ebenso leicht wie beim Steckschloss.

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Ratsche am Helm-Kinnriemen.

Der Doppel-D-Verschluss ist vor allem bei sportlichen Integralhelmen verbreitet. Er wiegt ein paar Gramm weniger als die Ratsche, wird bei jedem Anziehen stufenlos justiert und ist daher mit Blick auf die Sicherheit ideal. Seine Nachteile: Man braucht etwas länger, bis man seinen blinden Fingern das Einfädeln und die Sicherung des überstehenden Riemenendes beigebracht hat – und dasselbe Prozedere rückwärts beim Ausziehen des Helms.

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Doppel-D-Verschluss am Helm-Kinnriemen.

Ausstattung eines Motorradhelms

  • Darüber hinaus spielen viele Ausstattungsdetails in die Kaufentscheidung mit hinein. Wie komfortabel ist beispielsweise der Einstieg? Eine enge Halskrause kann hier unbequem wirken. Je dichter aber der Halsabschluss, desto leiser ist der Helm beim Fahren.
  • Wie leicht lässt sich das Visier ab- und wieder anbauen? Je leichter, desto niedriger ist die Hürde, es gründlich zu reinigen. Wenn man erst einen winzigen Innensechskantschlüssel oder einen Schraubendreher suchen muss, drückt man sich gern mal vor der nötigen Arbeit.
  • Lassen sich das Visier, die Belüftungselemente und ggf. die Sonnenblende auch gut mit Handschuhen bedienen?
  • Ist das Helmpolster fest verklebt oder mit Druckknöpfen befestigt, sodass es sich zum Reinigen entnehmen lässt?
  • Gehört Zubehör wie ein beschlaghemmendes Innenvisier ("Pinlock"), Windabweiser oder ein Aufbewahrungsbeutel (nicht unterschätzen: schützt Helm und Visier im im Regal vor Kratzern!) zum Lieferumfang?

Sparen beim Helmkauf

Sparen kann man leicht im dreistelligen Bereich, wenn man sich mit einer schlichten Lackierung statt dem neuesten Racing-Replika-Design anfreundet. Binsenweisheit: Am Saisonende kommt man besonders günstig an hochwertige Auslaufware. Fällt die Entscheidung zwischen zwei Helmen schwer, kann es sich außerdem lohnen, nach den Preisen für Wechselvisiere zu fragen. Die variieren von Hersteller zu Hersteller mitunter zwischen 30 und über 100 Euro. Das kann schonmal eine Kaufentscheidung beeinflussen.

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