6-Jähriger fährt Wheelie: Zayn Sofuoglu auf der neuen KTM Freeride E (2027)

Zayn Sofuoglu und die neue KTM Freeride E (2027)
6-Jähriger fährt Wheelie mit neuer Elektro-Enduro

ArtikeldatumVeröffentlicht am 08.04.2026
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Eigentlich hätte die Neuauflage der elektrischen KTM Freeride E bereits Anfang 2025 in den Handel kommen sollen, doch bedingt durch die damaligen Insolvenz-Turbulenzen verzögerte sich der Produktionsstart im Stammwerk Mattighofen in Österreich.

Neue KTM Freeride E (2027) startet mit Zayn Sofuoglu im Wheelie

Nun ist es so weit: Ab April 2026 ist die neue KTM Freeride E erhältlich, sogar schon mit der Zusatzbezeichnung "2027". Und als flankierende Marketing-Maßnahme zur verspäteten Markteinführung ließ KTM einen weltberühmten 6-Jährigen mit der Elektro-Enduro fahren: Zayn Sofuoglu, Sohn des fünffachen Supersport-Weltmeisters Kenan Sofuoglu. Im Video (oben) ist zu bestaunen, wie Zayn die Freeride E mit Hilfe einer Holzleiter von hinten besteigt, um dann direkt loszufahren – im Wheelie.

Die Elektro-Enduro sticht aber auch mit vernünftigen Argumenten

Hinter diesem spektakulären medialen Aufschlag punktet die neue KTM Freeride E mit den vernünftigen Argumenten einer elektrisch angetriebenen Enduro: nutzerfreundliche Funktion, geringer Wartungsaufwand und kein Lärm – damit ist sie selbst im Offroad-Einsatz vergleichsweise umweltfreundlich.

KTM Freeride E – seit 2014

"2014 wurde die erste KTM Freeride E in den Varianten Enduro und Motocross vorgestellt. Später kam eine für den Straßenverkehr zugelassene Version hinzu. Ein Jahrzehnt später ist die Technologie fortgeschrittener, die Hardware besser und leichter, die Software intelligenter.", so die allesamt zutreffenden Feststellungen von KTM bei der erstmaligen Vorstellung der neuen Freeride E im Oktober 2024. Deshalb hält KTM am hauseigenen Pionier-Konzept Freeride E fest und hat es für 2025 (2026, 2027 ...) weiterentwickelt.

Neuer Elektro-Motor mit maximal 19,2 kW (circa 26 PS)

Ausdrücklich mit Straßenzulassung ist die neue KTM Freeride E formal ein Leichtkraftrad der 125er-Kategorie und demnach in Europa ab 16 Jahren mit Führerscheinklasse A1 oder mit einer Pkw-Führerscheinerweiterung (in Deutschland B196) nutzbar. Dazu passt die Werksangabe zur Höchstgeschwindigkeit: 95 km/h. Dabei darf der von KTM neu entwickelte, flüssigkeitsgekühlte Elektro-Motor (50,4 Volt) kurzzeitig bis zu 19,2 kW (circa 26 PS) leisten, ohne damit das A1-Limit zu sprengen. Denn die formale Dauer-Nennleistung beträgt 8,3 kW (circa 11 PS).

95 km/h Höchstgeschwindigkeit mit Straßenzulassung für A1 und B196

Relativ bescheiden und sogar rückschrittlich erscheinen hingegen die 37,6 Nm maximales Drehmoment der neuen KTM Freeride E (erste Version: 42 Nm). Enduro-adäquat ist der neue E-Motor wasser- und staubdicht, zudem angeblich noch leiser als sein Vorgänger. Drei Fahrmodi ("Eco", "Normal" und "Sport") sowie drei Einstellungen (Aus, Mittel, Hoch) für die Rückgewinnung elektrischer Energie (Rekuperation) stehen zur Auswahl. Ebenfalls einstellbar ist die Schlupfregelung, und ein Kippsensor unterbricht notfalls die Stromzufuhr. Mit nur einem Gang braucht die Elektro-Enduro weder Kupplung noch Schaltung.

Robustes und austauschbares Akku-Pack

Das 29 Kilogramm schwere Akku-Pack (Typ MX50 mit Lithium-Ionen-Zellen) habe sich laut KTM bei Tests unter extremen Bedingungen bewährt. Es sei "in weniger als 10 Minuten" austauschbar, sodass Fahrer ein zweites Akku-Pack nutzen können, um Nutzungsdauer und Reichweite zu verlängern. Die Akku-Kapazität beträgt 5,5 kWh, was im Vergleich zur Vorgänger-Generation einer Steigerung von 1,5 kWh und 20 % mehr Fahrzeit oder Reichweite entspricht.

5,5 kWh Kapazität für 2 bis 3 Stunden Enduro-Fahrspaß

2 bis 3 Stunden Enduro-Betrieb sind mit der neuen KTM Freeride E nach Werksangaben drin. Angeblich halten die Akku-Zellen mehr als 1.000 Ladezyklen aus und haben dann immer noch 80 % Kapazität. Mit dem zugehörigen Ladegerät (660 Watt) dauert das vollständige Aufladen an einer Standard-Steckdose circa 8 Stunden, von 20 bis 80 % dauert es laut KTM 4 bis 5 Stunden.

112 kg leichte Sport-Enduro

Beim Fahrwerk der neuen KTM Freeride E kommen ebenfalls Upgrades und Updates zum Einsatz. Der Rahmen aus Chrom-Molybdän-Stahl-Rohren ist mit der schwerpunktgünstig mittragenden Einheit aus Antrieb und Batterie kombiniert. Upside-down-Telegabel und Federbein, jeweils einstellbar und für rund 250 Millimeter Federweg, stammen von der KTM-Verwandtschaft, von WP. Aus Aluminium und Polyamid-Glasfaser besteht das Rahmenheck (für Solo-Betrieb). 112 Kilogramm fahrbereites Gewicht sagt KTM an. Damit ergibt sich nicht nur sehr leichtes Handling, zudem ist so das Limit der A1-Klasse (maximal 0,1 kW pro Kilogramm) umso praktischer anwendbar.

Technische Daten, Räder in 21 und 18 Zoll, über 90 Zentimeter Sitzhöhe

Extrem sportlich ist allerdings die Sitzhöhe der KTM Freeride E: über 91 Zentimeter. Ebenso typisch für eine sportliche Enduro sind die Drahtspeichenräder mit den Reifenformaten 90/90-21 vorn und 120/90-18 hinten. Jeweils eine Scheibenbremse pro Rad ist vorhanden, und da Kuppeln sowie Schalten bei der Elektro-Enduro entfällt, wirken hier die beiden Handhebel auf die Bremsen. Die Freeride E ist nach wie vor weder mit ABS noch mit CBS ausgerüstet – aber trotzdem straßenzugelassen, da es für Sport-Enduros (Einsitzer mit über 900 Millimeter Sitzhöhe) eine Ausnahmeregelung gibt.

Neue KTM Freeride E (2027) ab April 2026 – Preis?

Ab April 2026 ist die neue KTM Freeride E (2027) bei den KTM-Händlern erhältlich. Allerdings nannte KTM zunächst keinen Preis. Ein Anhaltspunkt ist der letzte Preis der ersten Version Freeride E-XC, die 2023 circa 13.000 Euro kostete. In Italien kursiert 10.590 Euro als Preis für die neue Version. Eng verwandte Elektro-Enduros unter den Labeln Husqvarna und GasGas könnten demnächst folgen.

Fazit