Rustikale Bauern-Enduro: Kawasaki Stockman aus Down Under

Kawasaki Stockman AG Motorcycle
Bauern-Enduro aus Down Under

ArtikeldatumVeröffentlicht am 20.01.2026
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Stockman bedeutet auf Englisch Viehzüchter oder Hirte, und damit ist die Zielgruppe für die gleichnamige Enduro von Kawasaki explizit genannt. "AG Motorcycle", so die Bezeichnung "Down Under" für das robuste und geländetaugliche Agrar-Motorrad.

Kawasaki Stockman als AG Motorcycle – Agrar-Motorrad

Technische Basis für die Kawasaki Stockman ist die langjährig bewährte Leicht-Enduro Kawasaki KLX 230 mit knapp 20 PS. Ebenfalls verwandt und noch etwas ähnlicher ist die 2025 neu eingeführte Kawasaki KLX 230 Sherpa (18 PS).

Luftgekühlter Einzylinder-Motor mit 19 PS

Als Antrieb der Kawasaki Stockman kommt also ebenfalls der luftgekühlte Viertakt-Einzylinder-Motor mit 233 Kubik zum Einsatz. Mit nur 2 Ventilen und einer obenliegenden Nockenwelle (ohc) kommt der klassische Single in der Stockman-Konfiguration auf 19 PS (14 kW) bei 7.600/min. Relativ moderne Standards sind Benzineinspritzung, Elektrostarter und 6-Gang-Getriebe.

Feststell-Mechanismus für Kupplungshebel

Eine Besonderheit an der Kawasaki Stockman ist der Feststell-Mechanismus für den Kupplungshebel. Damit kann der Viehzüchter (Stockman) die linke Hand vom Lenker nehmen, ohne wiederholt kuppeln oder den Leerlauf einlegen zu müssen. Für manche landwirtschaftliche Arbeiten ist das sicher von Vorteil.

Protektoren für Hände und Handhebel

Weitere spezielle Details der Kawasaki Stockman sind die Handprotektoren – und zugleich Handhebelprotektoren – aus Aluminium. Sie verhindern effektiv unbeabsichtigte Eingriffe an Bremse oder Kupplung, etwa durch Zäune oder Äste. Weitere Protektoren und Schutzbügel hat die Stockman am Motor.

Zwei Seitenständer und zwei Gepäckträger

Doppelt praktisch, zumal auf unebenem und unbefestigtem Untergrund, erscheinen die zwei beidseitig vorhandenen Seitenständer der Kawasaki Stockman. Noch praktischer sind die zwei Gepäckträger, ebenfalls aus Stahlrohr gefertigt. Bis 20 kg ist der Heck-Gepäckträger zugelassen, der zusätzliche Front-Gepäckträger nur bis 2 kg – wohl mit Rücksicht auf negative Effekte bei Handling und Fahrstabilität.

137 kg leichte Enduro

Selbst wiegt die Kawasaki Stockman nach Werksangaben nur 137 kg, fahrbereit mit vollem Benzintank (7,5 Liter). Mit robustem, einfach gestricktem Stahl-Chassis, wohlgemerkt. Proportional passend ist die schmale Enduro-Bereifung in den Formaten 80/100-21 vorn und 100/100-18 hinten. Umso auffälliger ist der große Spritzschutz am Hinterrad.

Reduzierte Elektronik ohne ABS

Mit klassischen Glühlampen im Scheinwerfer und digitalen LCD-Anzeigen im Cockpit sind Elektrik und Elektronik der Kawasaki Stockman konzeptgerecht einfach – und gegebenenfalls auch entsprechend einfach zu reparieren.

Auf ein ABS für die beiden Scheibenbremsen verzichtet Kawasaki bei dieser Konfiguration, obwohl die anderen Modellvarianten der KLX 230 ein abschaltbares System eingebaut haben.

Günstige Preise in Australien, Neuseeland und Indonesien

Dafür ist die Kawasaki Stockman umso preisgünstiger: 2026 kostet sie "Down Under" 7.324 Australische Dollar, umgerechnet circa 4.200 Euro. Und in Indonesien, wo Kawasaki sie wohl fertigt, ist die Stockman sogar noch günstiger neu zu haben: für 59.100.000 Indonesische Rupien, entsprechend circa 3.000 Euro.

Kommt die Kawasaki Stockman als A2-Modell nach Deutschland?

Obwohl die Retro-Modelle Kawasaki Meguro S1 und W 230 mit dem gleichen Einzylinder-Motor seit 2025 auch in Deutschland erhältlich sind, wird es die Kawasaki Stockman – ohne vorschriftsmäßiges ABS – in der Europäischen Union nicht geben.

Fazit