Die besten Enduros eines Jahrgangs: BMW, Ducati, Moto Guzzi, Suzuki, Triumph

8-mal Reiseenduro im Test bei MOTORRAD
Die besten Enduros eines Jahrgangs

ArtikeldatumVeröffentlicht am 01.01.2026
Als Favorit speichern
BMW R 1300 GS Modelljahr 2026
Foto: BMW Motorrad

Zwar traten diese 8 Enduros nicht direkt gegeneinander an, doch alle stellten sich der 1000-Punkte-Wertung bei MOTORRAD. Und da dort jedes Bike nach denselben Kriterien bewertet wird, sind die Ergebnisse jederzeit vergleichbar.

8 Enduros im Test

2025 durchliefen 8 aktuelle Reiseenduros die 1000-Punkte-Wertung von MOTORRAD. Darunter fallen die Modelle mit einer Bereifung mit einem Durchmesser von 19 Zoll vorn. Die Hubräume maßen zwischen 853 und 1.300 Kubik, die Leistungen zwischen 108 und 170 PS. Demnach ist darunter kein leichtes Modell: Unter 220 Kilo vollgetankt kam keine. Die schwerste wog sogar 267 Kilogramm.

Die besten Reiseenduros des Jahres

Das Testfeld 2025 bei den Reiseenduros war ein hochinteressantes. Nahezu alle Konzepte, Denk- und Bauweisen waren vertreten. Darunter im Falle der Ducati Multistrada sogar der "Familienvergleich" zwischen der V4 S und V2 S.

Von Moto Guzzi trat die V 85 TT sogar direkt gegen die Stelvio an, während die BMW R 1300 GS als einzige mit einer Automatik kam. Die Suzuki V-Strom 1050 überraschte stellenweise. Und die Triumph Tiger 900 hielt den Triple hoch.

BMW R 1300 GS mit ASA im Test

Die BMW R 1300 GS mit ASA markiert den Beginn dieser Liste aus folgendem Grund: Das "B" steht im Alphabet vor D, M, S und T. Und nach keinem anderen Maßstab ist diese Liste gebaut. Doch die BMW könnte aus vielen Gründen hier zuerst genannt werden. Größter Hubraum: 1.300 Kubik. Stärkstes Drehmoment: 149 Nm. Höchstes Gewicht: 267 Kilogramm (vollgetankt und mit Sonderausstattung). Inklusive: Kardan.

Und die höchste Punktzahl in der 1000-Punkte-Wertung – und zwar nicht nur 2025, sondern überhaupt:

Ducati Multistrada V2 S im Test

Die Ducati Multistrada V2 steht seit 2025 für einen neuen Ansatz bei Ducati, der wie folgt lauten könnte: jedem Segment die passende Technik. Bisher reichte Ducati über mehrere Generationen Ex-Supersport-Motoren in den Segmenten herunter, was nicht immer passend war. Doch mit dem neuen 890er-V2 ändert sich das, denn er ist gezielt für die gehobene Mittelklasse entwickelt worden.

In der Multistrada V2 brachte das zunächst 15 Kilo weniger auf die Waage, dazu viel mehr Drehmoment, wo es wichtig ist. Und im direkten Duell mit der V4 S, punktet die Große einzig bei der Motorwertung, dank 55 PS mehr.

Ducati Multistrada V4 S und Grand Tour im Test

Gleich 2 Versionen der Ducati Multistrada V4 traten 2025 bei MOTORRAD an. Die V4 S und die Grand Tour, die im Grunde eine Ausstattungsvariante der S ist. Entsprechend überrascht es keinen, wenn die Punktesummen sehr nahe zusammenliegen. Wobei die V4 S leicht vorn liegt.

Doch die beiden Ducs sind was für Liebhaber mit Budget, denn gerade die Grand Tour sammelte 2025 die wenigsten Punkte in der Kosten-Wertung, wobei hier keines der großen Modelle wirklich punkten kann.

Moto Guzzi V85 TT im Test

Eigentlich passt die Moto Guzzi V85 TT überhaupt nicht in diese Liste der Höher-Schneller-Weiter-Enduros. Und ist daher so perfekt dafür. Sie zeigt mit ihren 80 PS, niedrigem Verbrauch und riesiger Reichweite: Das "Reise" in Reiseenduro muss nicht immer zu "Riese" umgeschrieben werden.

Wobei sie mit 240 Kilo keineswegs leicht ist. Dafür glänzt sie mit der besten Preis-Leistungs-Note der Testklasse 2025.

Moto Guzzi Stelvio im Test

Die Moto Guzzi Stelvio basiert auf der neuen wassergekühlten Plattform, die in der V 100 Premiere feierte. Sie überragt in allen Dimensionen die V85 deutlich, ohne die 115 PS, 1.042 Kubik und modernste Technik wirklich in Punkte zu verwandeln. Im Kontext der 8 getesteten Reiseenduros kann sie nur ihre Markenschwester schlagen.

Und das nicht sehr deutlich, dafür mit deutlich schlechterer Preis-Leistungs-Note und mit fast 20 Kilo mehr Gewicht.

Suzuki V-Strom 1050 im Test

Die V-Strom 1050 ist bei Suzuki eine Kulturkonstante. Als eine der letzten großen Enduros mit einem Japan-V2 alten Schlags, der über Dekaden von Sport-Motor hin zu einem Alltag-Antrieb höchster Güte reifte. Mit 107 PS bei 242 Kilo ist er allerdings mehr ein Gefühlsantrieb als ein Performer.

Entsprechend bildet die 1000-Punkte-Wertung die V-Strom nicht so ab, wie das Herz sie vielleicht wahrnimmt. Von den Reiseenduros 2025 über 100 PS hat sie die beste Preis-Leistungs-Note erhalten.

Triumph Tiger 900 GT Pro im Test

Wem Twins zu wenig und ein V4 in der Reiseenduro zu viel ist, wählt die Triumph Tiger 900 GT Pro. Sie war als einziger Triple in der 19-Zoll-Klasse 2025 im Test von MOTORRAD. Mit 108 PS aus 888 Kubik zwar nicht in der Klassenmitte, dafür mit 228 Kilo eine der leichtesten Reiseenduros im Test.

Und das wiegt im wahrsten Sinne leichter, als Leistung. Trotzdem liegt sie mit den Punkten im Mittelfeld bei einer noch guten Preis-Leistungs-Note.

Fazit

Technische Daten
Ducati Multistrada V4 S Grand Tour (2024)Moto Guzzi Stelvio PFF (2024)Moto Guzzi V85 TT (2024)Ducati Multistrada V4 S (2025)Ducati Multistrada V2 S (2025)BMW R 1300 GS ASA (2025)Suzuki V-Strom 1050 (2024)Triumph Tiger 900 GT Pro (2025)
Motor4, V-Motor2, V-Motor2, V-Motor4, V-Motor2, V-Motor2, Boxermotor2, V-Motor3, Reihenmotor
Leistung125,0 kW / 170,0 PS bei 10.500 U/min84,0 kW / 115,0 PS bei 8.800 U/min58,0 kW / 80,0 PS bei 7.750 U/min125,0 kW / 170,0 PS bei 10.750 U/min85,0 kW / 115,0 PS bei 10.750 U/min106,0 kW / 144,0 PS bei 7.750 U/min79,0 kW / 107,0 PS bei 8.500 U/min79,0 kW / 108,0 PS bei 9.500 U/min
Hubraum1158 cm³1042 cm³853 cm³1158 cm³890 cm³1300 cm³1037 cm³888 cm³
Leergewicht vollgetankt246 kg216 kg222 kg
Sitzhöhe830 mm830 mm850 mm850 mm
Sitzhöhe von/bis840 mm / 860 mm840 mm / 860 mm830 mm / 850 mm820 mm / 850 mm820 mm / 840 mm