BMW R20 & Co.: Motorräder um 2 Liter Hubraum

BMW R20 mit Big Boxer und ähnlich große Motorräder
BMW R20 & Co. um 2 Liter Hubraum

ArtikeldatumVeröffentlicht am 18.05.2026
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BMW R20 Concept beim Concorso d'Eleganza (05/2024)
Foto: BMW Motorrad

BMW R20 – Retro-Roadster mit Big Boxer und 2.000 Kubik

Mit angekündigten 2.000 Kubik ist der luft-ölgekühlte Big Boxer der neuen BMW R20 der Größte seiner Art. Er übertrifft sogar den bisherigen Big Boxer der R 18-Modelle (1.802 Kubik) nochmals signifikant. Entsprechend höhere Werte wird der 2000er-Flat-Twin bei Leistung und Drehmoment mit sich bringen, zu erwarten sind deutlich über 100 PS und über 180 Nm. Ebenso beeindruckend ist, wie nah die Serienversion der BMW R20 am ursprünglichen R20 Concept bleibt, mit kurzem Heck samt Solo-Sattel. Das wird also ein purer Retro-Roadster, sogar mit sportlichen Ansätzen. Wahrscheinlich 2027. Genaue Eckdaten und der Preis sind noch nicht bekannt.

BMW R20 Teaser Markus Flasch Instagram (05/2026)
Markus Flasch/Instagram

Harley-Davidson – V2 mit bis zu 1.977 Kubik

Harley-Davidson hat bereits 2 Liter Hubraum in Serie – fast. 1.923 Kubik hat der aktuelle Standard-V2, der Milwaukee-Eight 117, und damit kommen die klassischen Cruiser auf respektable 114 PS (85 kW) bei 5.000/min sowie auf 173 Nm bei 4.000/min. Noch näher an der 2-Liter-Hubraum-Marke schlegelt der Milwaukee-Eight 121 mit 1.977 Kubik. Und der schiebt die CVO -Topmodelle mit bis zu 128 PS (94 kW) bei 5.000/min sowie mit 193 Nm bei 3.750/min an. Allerdings gilt es hier jeweils zwischen 300 und 400 Kilogramm Heavy Metal in Schwung zu bringen, zusätzlich erschwert durch die behäbige Fahrwerksgeometrie. Obendrein sind die Fast-2-Liter-Harleys extrem teuer, aktuell kosten sie zwischen 20.000 und über 50.000 Euro.

Indian – V2 mit bis zu 1.890 Kubik

Rund 1,9 Liter Hubraum bietet die andere US-Marke, Indian Motorcycle. Mit 1.890 Kubik kommt der nach wie vor luftgekühlte Thunderstroke 116 unter erschwerten Euro-5+-Bedingungen zum Einsatz. Nach Werksangaben stehen beim 2026er-Modell der Indian Chief Vintage maximal 156 Nm bei 3.300/min zur Verfügung. Zur Spitzenleistung legte Indian bislang keine aktuelle Zahl vor, bis Euro 5 waren es um 90 PS (66 kW). Auch der Indian-V2 muss lange, schwere Cruiser über 300 Kilo anschieben. Dafür ist die prächtige Chief Vintage relativ preisgünstig: ab 20.990 Euro.

Triumph Rocket 3 – Triple mit 2.458 Kubik

Einzigartig und überragend ist der größte Triumph-Triple mit 3 Zylindern hintereinander und weit über 2 Liter Hubraum. Aktuell hat die Triumph Rocket 3 genau 2.458 Kubik. Mit Wasserkühlung und dohc-Ventiltrieb leistet der XL-Triple bis zu 182 PS (134 kW) bei 7.000/min. Noch gewaltiger wirkt das Drehmoment, maximal 225 Nm bei 4.000/min. Trotz Aluminium-Chassis kann ein Motorrad dieses Kalibers nicht leicht ausfallen, die Rocket 3 wiegt über 300 Kilo. Proportional durchaus angemessen sind die Preise: aktuell ab 26.495 Euro (Rocket 3 Storm R). Und: Trotz Cruiser-Layout ist die Rocket 3 nicht allzu gemütlich, sondern ansatzweise sportlich arrangiert.

Yamaha MT-01 – V2 mit 1.670 Kubik im Aluminium-Chassis

Den konzeptionellen Ansatz der neuen BMW R20, einen großen Cruiser-Antrieb in ein kompakteres, agileres Roadster-Fahrwerk zu verpflanzen, hatte Yamaha bereits zu Beginn des neuen Jahrtausends: Von 2005 bis 2012 war die Yamaha MT-01 als Neufahrzeug erhältlich, angetrieben von einem luftgekühlten V2-Motor mit 1.670 Kubik. Bulligen 150 Nm bei nur 3.750/min stehen hier moderate 90 PS (66 kW) bei 4.750/min gegenüber. Allerdings auch "nur" circa 260 Kilogramm (fahrbereit, vollgetankt), dank Chassis aus Aluminium. Damaliger Neupreis: circa 13.500 Euro. Inzwischen hat die MT-01 Kult-Status und ist als Gebrauchte entsprechend begehrt.

Yamaha MT-01 (2005)
Yamaha Motor

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