Ob Top-Modell, Homologationsbasis für die Weltmeisterschaft oder edler Technologie-Träger: diese 10 Motorräder sind die teuersten ihrer Zunft, haben alle eine Straßenzulassung und entspringen mehr oder weniger einer Serienfertigung. Die Preise reichen von 28.995 bis über 63.000 Euro.
Platz 10: Kawasaki Ninja ZX-10 RR ab 28.995 Euro
Mit 28.995 Euro das günstigste der teuersten Motorräder in Deutschland: Kawasaki Ninja ZX-10 RR. Die vormalige Homologationsbasis für die WSBK von Kawasaki und technische Basis für die aktuelle Bimota KB 998 in der WSBK.
Bis zu 214 PS bei fahrfertigen 207 Kilo sind Supersport in Reinform. Übrigens: Teurer ist aus diesem Hause nur die nicht straßenzugelassene Kawasaki Ninja H2R. Und: 2025 kostete die Doppel-R von Kawa noch 1.000 Euro mehr.
Platz 9: Honda CBR 1000 RR-R Fireblade SP ab 29.680 Euro
Platz 9 der teuersten Bikes, Platz 1 für den längsten Modellnamen: Honda CBR 1000 RR-R Fireblade SP. 2026 ab 29.680 Euro zu haben. Die Supersportlerin mit Öhlins-Fahrwerk und Rennbremse wiegt 201 Kilo vollgetankt und leistet 218 PS.
Stärker und leichter ist nur die deutlich teurere BMW auf Platz 8. Doch mit knapp 30.000 Euro ist die Triple-R noch nicht die teuerste Serien-Honda für das Jahr 2026.
Platz 8: BMW M 1000 RR ab 36.300 Euro
Die teuerste Basis-BMW ist die leichteste und stärkste BMW überhaupt. Ab 36.300 Euro kostet die BMW M 1000 RR, wobei auch hier im Konfigurator mit Carbon und Extras die 43.990 Euro nicht die Ausnahme, sondern die Regel sein dürften. Die technische Basis für die Superbike-WM leistet 218 PS bei nur 194 fahrfertigen Kilogramm Gewicht.
Platz 7: Honda GL 1800 Gold Wing Tour ab 40.700 Euro
Vom leichtesten Krad auf Platz 8 zu einem der schwersten auf Platz 7: Honda verlangt für die Gold Wing Tour mit DCT und dem weiter einzigartigen Airbag 40.700 Euro. Dafür boxen allerdings auch 6 Zylinder auf über 1.800 Kubik verteilt, geschaltet wird automatisch, und der Fahrkomfort ist unerreicht.
Der Boxer erzeugt 170 Nm bei gemütlichen 4.500/min und 128 PS bei ebenso entspannten 5.500/min. Allerdings muss der Antrieb ohne Passagiere und Gepäck bereits 393 Kilo beschleunigen. Interessant: Der Normverbrauch liegt bei nur 5,4 Liter je 100 Kilometer.
Platz 5: Bimota KB 998 Rimini für 43.990 Euro
Neu im Reigen der teuersten Serienbikes: Bimota KB 998 Rimini. Das KB im Modellnamen signalisiert einen Motor von Kawasaki in einem Chassis von Bimota. Die 998 steht für den Hubraum des Motors, der baugleich mit dem der ZX-10 R ist. Bimota übernahm das Engagement in der WSBK von Kawasaki und will mit einem eigenen Chassis den weiterhin starken Motor besser einsetzen.
In Zahlen: 200 PS bei 13.600/min und 111 Nm bei 11.700/min. Gewicht: Mit 194 Kilo ohne Sprit nicht leicht, dafür mit gefrästen Fahrwerksteilen und einstellbarem Drehpunkt für die Schwinge edel. Mit ihren 43.990 Euro erfüllt die KB 998 fast exakt die Grenze zur Homologation für die Weltmeisterschaft.
Platz 5: Ducati Panigale V4 R ab 43.990 Euro
Ebenfalls auf Platz 5 für 43.900 Euro: die Ducati Panigale V4 R. Und ebenfalls als Homologationsmodell für die World Superbike knapp unter der Grenze von 44.000 Euro. 218 PS und 114,5 Nm stark, 186,5 Kilo schwer (ohne Sprit) und als einziges Serienbike mit dem Renngetriebe mit Leerlaufsperre und dem Schaltschema N-1-2-3-4-5-6 oder umgekehrt.
Platz 4: Indian Pursuit Elite ab 47.790 Euro
Noch schwerer und noch teurer als die Gold Wing ist der Platz 4, die Indian Pursuit Elite. Der V2 misst 1.834 Kubik, erzeugt 181 Nm und leistet 122 PS, der 412 Kilo beschleunigen muss. Maximal darf die Elite 628 Kilogramm wiegen!
Platz 3: MV Agusta Rush 1000 ab 49.799 Euro
208 PS stark, 206 Kilo leicht, knapp 48.000 Euro teuer: Platz 3 geht an die MV Agusta Rush 1000. Das teuerste, exklusivste und wohl das heftigste Naked Bike auf dem Markt. Ob es sie 2026 wirklich geben wird, ist nicht klar, wobei MV sie noch bewirbt.
Platz 2: Harley-Davidson CVO Street Glide ab 53.650 Euro
Endlich eine Harley in der Liste der teuersten Bikes des Jahres. Und was für eine! Die CVO Street Glide für 2026 scheint im Hinblick auf Chrom und Glamour back to the roots zu sein, denn es gibt sie nur in der sündig schönen schwarzen wie teuren Lackierung, was den Preis auf 53.650 Euro erhöht. Wobei: Damit ist sie 2.000 Euro günstiger als die Version von 2025.
Motor: 1.977 Kubik, 183 Nm bei 3.500/min und 117 PS bei 5.020/min. Gewicht: 380 Kilo. Zwar sind die CVO immer limitiert, aber Harley sagt nicht auf welche Zahl.
Platz 1: Bimota Tesi H2 ab 63.466 Euro
Als Sondermodell deklariert ist die Bimota Tesi H2 auf Platz 1 auf 250 Stück limitiert. Diese Exemplare versucht Bimota seit einigen Jahren an Mann oder Frau zu bringen. Hier limitiert womöglich eher die Nachfrage als das Angebot. Vielleicht liegt es am heftigen Preis von fast 64.000 Euro.
Doch dafür bekommt man nicht nur einen Kompressormotor mit 200 PS von Kawasaki, sondern auch das einzige Serien-Bike überhaupt mit einer Achsschenkellenkung.












