Voge DS 900 X – die chinesische Schwester der BMW F 850/900 GS
Voge ist die Eigenmarke des langjährigen BMW-Partners Loncin, und die Voge DS 900 X ist die chinesische Schwester der BMW F 850/900 GS. Mitsamt dem von BMW entwickelten Reihenzweizylinder-Motor läuft sie vom selben Montageband – in China.
Aktuelle Eckdaten der Voge DS 900 X: 95 PS, Quickshifter, Sitzheizung, Griffheizung, Radarsystem, Tempomat, Brembo-Bremsen mit schräglagensensiblem Bosch-ABS, Schlupfregelung, Fahrwerkskomponenten von Kayaba (KYB) und schlauchlose Kreuzspeichenräder. Preis 2026 in Deutschland: 9.999 Euro (zuzüglich Liefernebenkosten).
CFMoto 1250 TR-G – die chinesische BMW RT mit KTM-Motor
Dass die CFMoto 1250 TR-G auf den ersten Blick aussieht wie eine BMW RT, ist wohl kein Zufall. Von der großzügigen Frontverkleidung mit elektrisch einstellbarem Windschild und integrierten Rückspiegeln über das Cockpit mit integriertem Audio-System bis hin zum Heck mitsamt Koffern war das Vorbild offensichtlich ein bayerisches.
Wesentlicher Unterschied ist allerdings der Antrieb, denn unter der Verkleidung der CFMoto 1250 TR-G steckt ein 143 PS starker, von Partner KTM abgeleiteter V2-Motor. In China ist die 1250er seit Anfang der 2020er-Jahre verfügbar und als Behörden-Krad im Einsatz. In Europa ist sie bisher nicht erhältlich.
Boxer-Motor von Crystalburn/CBNMotor – wie der klassische 2V-Boxer von BMW
Überraschendes Highlight der Motorrad-Messe in Peking im April 2025 war ein luftgekühlter Zweizylinder-Boxer-Motor, offenbar nach klassischer Original-Vorlage von BMW. Dahinter steckt eine neue chinesische Motorrad-Marke: Crystalburn, kurz CBNMotor.
Einzige konkrete Angabe war bislang der Hubraum: 900 Kubik. Ein Retro-Modell mit diesem Boxer hat CBNMotor mit einem ersten Teaser-Bild angekündigt.
Boxer-Motor von ZXMoto – wie der aktuelle LC-Boxer von BMW
Noch ein neuer Zweizylinder-Boxer-Motor nach BMW-Vorbild made in China, vorgestellt von ZXMoto zur EICMA 2025 – und angekündigt für 2027. Bisher konkret genannt sind lediglich 1.000 oder 1.100 Kubik Hubraum, zu erwarten sind damit auf jeden Fall über 100 PS.
Auf den ersten Bildern zu erkennen sind Wasserkühlung sowie Einlässe oben und Auslässe unten – wie bei BMW seit 2013. Dazu Kardan, ebenfalls wie bei BMW, und zudem angekündigt hat ZXMoto eine Schalt-Automatik (AMT). Als wahrscheinlich erstes Modell mit diesem neuen Boxer-Motor könnte die ZXMoto 1000 ADV (oder ZXMoto 1100 ADV) kommen, eine Reise-Enduro – natürlich nach Vorbild der BMW GS.
Boxer-Motoren von Benda – von 250 bis 700 Kubik und sogar als Hybrid
Beim chinesischen Patentamt tauchten im April 2025 erste Abbildungen der neuen Benda BD250-3B auf – offenbar mit Boxer-Motor nach BMW-Vorbild, allerdings mit nur circa 250 Kubik. Und im September 2025 präsentierte Benda zur Messe CIMA in Chongqing das P51 Concept mit dem 250er-Boxer – und mit zusätzlichem Elektromotor. Als Hybrid-Konzept soll die P51 auf 62,5 PS Gesamtspitzenleistung kommen.
Vollautomatisch ist das Getriebe der Benda P51, der Endantrieb läuft allerdings nicht per Kardan, sondern per Kette. Mit Aluminium-Chassis wiegt die P51 angeblich nur 175 Kilogramm. Dem Vernehmen nach soll die Serienversion der P51 im Laufe des Jahres 2026 in den Handel kommen, zuerst in China. Weitere Boxer-Motoren von Benda sollen folgen, auch mit mehr Hubraum und Leistung. Als Nächstes ein 700er, den Benda ebenfalls schon gezeigt hat.
6-Zylinder-Motor mit rund 1.700 Kubik von Benda – nach Vorbild BMW K 1600
Benda, ein aufstrebender chinesischer Motorrad-Hersteller, nimmt neuerdings BMW in die Zange. Nicht nur mit neuartigen Boxer-Modellen, sondern obendrein mit einem Reihensechszylinder-Motor. Das im September 2025 präsentierte Sixpack von Benda ähnelt prinzipiell dem K 1600-Triebwerk von BMW, es hat aber noch etwas mehr Hubraum – fast 1.700 Kubik.
Dazu hat Benda ein elektromechanisches Doppelkupplungsgetriebe (EM-DCT) angekündigt. Weitere Details, Eckdaten und konkrete Informationen zu den folgenden Serien-Modellen legte Benda bislang nicht vor.

Der Reihensechszylinder-Motor von Benda, offenbar nach Vorbild der K 1600-Modelle von BMW. Angekündigter Hubraum: rund 1.700 Kubik. Bereits zu erkennen: Kardan und Schalt-Automatik (kein Schalthebel vorhanden).
Die RR von Sukuli – wie die S 1000 RR von BMW, aber viel schwächer motorisiert
Die "S 1000 RR" von Sukuli ist anscheinend besonders nah dran an der Original-Vorlage von BMW, bis in die Details – zumindest auf den ersten Blick.
Auf den zweiten Blick fallen dann doch einige mehr oder weniger große Abweichungen auf: Anstelle eines über 200 PS starken Reihenvierzylinder-Motors hat die Sukuli nur einen Reihenzweizylinder mit "250 bis 400 Kubik". Dass diese falsche Doppel-R jemals nach Europa kommt, ist sehr unwahrscheinlich.
Moto S 450 RR – ebenfalls der BMW S 1000 RR ähnlich, aber mit nur 24 PS
Bereits im Jahr 2020 erschien in China sowie in Vietnam und Thailand die Moto S 450 RR, sowohl formal als auch farblich ein offensichtliches Imitat der BMW S 1000 RR.
Bis hin zu einem BMW-ähnlichen, weiß-blauen Propeller-Emblem – und spätestens an der Stelle sind juristische Schritte auch in China möglich. Was aus der Moto S 450 RR mit 24 PS "starkem" Reihenzweizylinder-Motor wurde, ist nicht bekannt.
Vinto Motor GS 525 – sieht zwar nicht aus wie eine BMW GS, aber heißt GS
Auf andere Weise frech ist die erstmals 2023 in China erschienene Vinto Motor GS 525. Mit Reihenzweizylinder-Motor nach Honda-Vorbild und circa 50 PS sowie mit Ketten-Endantrieb und Einarmschwinge ist sie technisch nicht von BMW abgekupfert.
Dafür trägt sie mit falschem Stolz die wohl wertvollsten Motorrad-Initialen der Welt am Tank: GS. Schon allein deshalb, aus juristischen Gründen, kommt diese GS niemals nach Europa.
Voge SR4 350 – der chinesische Roller-Bruder des BMW C 400 GT
Mehr als 2.000 Euro beträgt die Preisdifferenz zwischen dem Scooter Voge SR4 350 (aktuell 6.699 Euro) und dem BMW C 400 GT (aktuell 8.990 Euro) – obwohl beide Roller technisch weitgehend identisch sind und im selben Loncin-Werk in China vom Montageband laufen. Beide mit dem gleichen Einzylinder-Motor (350 Kubik, 34 PS).
Mit vergleichbarer Ausstattung ist der BMW C 400 GT sogar bis zu 3.000 Euro teurer als der Voge SR4 350. Damit ist die Voge-Version also deutlich preisgünstiger – und für viele Roller-Käufer der Fall klar entschieden. Beide Roller sind ab Werk modern und umfangreich ausgestattet, unter anderem mit ABS an beiden Rädern, Schlupfregelung und Funkschlüssel-System ("Keyless").
BMW punktet mit dem Hauptständer sowie mit dem im Stand nach unten ausklappbaren Gepäckfach ("Flex-Case"). Griff- und Sitzheizung ist bei BMW nach wie vor Sonderausstattung, bei Voge inzwischen Standard. Voge preschte zudem mit Totwinkel-Warnsystem und elektrisch einstellbarem Windschild vor.













