Fantic Imola 500 und 125: Neue Italo-Supersportler für A2 und A1 kommen 2027

Fantic Imola 500 und 125 neu für 2027
Italienische Supersportler für A2 und A1

ArtikeldatumVeröffentlicht am 03.11.2026
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Mit der Imola 500 stellt Fantic seiner Stealth ab Mai 2027 einen vollverkleideten Sportler zur Seite. Die Serienversion wird bei Motori Minarelli in Calderara di Reno gebaut. Technisch setzt Fantic auf einen Einzylinder-Motor – der in seinen Grundzügen bereits aus dem Schwestermodell Fantic Stealth 500 bekannt ist –, einen Materialmix aus Stahl und Aluminium beim Rahmen und eigene, umfangreich einstellbare Federelemente. Leichtbau und Massenzentrierung standen im Lastenheft ganz weit vorn.

463 Kubik und bis zu 10.500 Umdrehungen

Der flüssigkeitsgekühlte dohc-Viertakt-Einzylinder Typ MM460 von Minarelli hat 463 Kubik und ist nach Euro 5+ homologiert. Zwei obenliegende Nockenwellen steuern vier Ventile über Schlepphebel. Gegenüber der Stealth 500 erhält die Imola eine eigene Airbox, einen neuen Krümmer und einen anderen Kolben. Dieser soll die bewegten Massen reduzieren und Drehzahlen bis 10.500 U/min ermöglichen. Leider kommuniziert Fantic bisher weder Leistungs- noch Drehmomentwerte. Wir sind jedenfalls gespannt, wie sich das Leistungsgewicht letztendlich zusammensetzen wird. Zwischen 40 und 48 PS sind zu erwarten.

Ride-by-Wire und Anti-Hopping-Kupplung

Eine elektronische Einspritzung mit 46-mm-Drosselklappenkörper und Ride-by-Wire übernimmt die Gemischaufbereitung. Die Änderungen an Ansaugung und Abgasführung sollen laut Fantic einen volleren, lineareren Leistungsverlauf bewirken. Geschaltet wird über ein manuelles Sechsganggetriebe. Dazu kommt eine Mehrscheiben-Ölbadkupplung mit Anti-Hopping-Funktion.

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Stahl trifft Aluminium: nur 150 Kilo

Der Hybridrahmen kombiniert ein vorderes Stahl-Gitterrohrgerüst mit geschmiedeten Aluminium-Seitenplatten und einem abnehmbaren Stahl-Heckrahmen. Dazu kommt eine schöne Aluminiumschwinge mit Unterzug. Den voluminöseren Vorschalldämpfer platziert Fantic möglichst weit unten, den deutlich leichteren Endschalldämpfer dagegen hoch. Tank und weitere Bauteile sollten möglichst nah am Schwerpunkt sitzen. Der Leichtbau bleibt nicht ohne Folgen: Für die Imola 500 nennt Fantic ein Gewicht von 150 kg, allerdings ohne Sprit.

Eigene Federelemente für die 500er

Serienmäßig trägt die Fantic Imola 500 brandneue FRS-Federelemente (Fantic Racing Suspension), die im eigenen Haus entwickelt wurden. Die TRACK43-Upside-down-Gabel hat 43-mm-Standrohre und 130 mm Federweg. Sie ist ebenso voll einstellbar wie das TRACK14-Federbein, dessen Länge sich zusätzlich verändern lässt. Eine spezielle obere Gabelbrücke und die einstellbaren Lenkstummel unterscheiden die Imola ebenfalls maßgeblich von der Stealth.

Fantic Stealth 500 im ersten Fahrtest

Bybre-Bremsen und Pirelli-Reifen

Vorn verzögert eine Bybre-Anlage mit radial montierter Bremszange und 320-mm-Scheibe, hinten genügt eine 230-mm-Scheibe. Auf leichten Fünfspeichen-Aluminiumrädern – die mit reduziertem Trägheitsmoment glänzen sollen – sind Pirelli Diablo Rosso IV in der Dimension 110/70-17 vorn und 150/60-17 hinten als Erstbereifung montiert. Ob das von Fantic angestrebte Zusammenspiel aus Massenzentralisierung und geringem Gewicht tatsächlich besonders handlich ausfällt, wird ein Fahrtest zeigen.

Kurven-ABS und 4 Fahrmodi

Die Fantic Imola 500 verfügt über eine IMU, Kurven-ABS und Traktionskontrolle. Das ABS ist hinten abschaltbar, ein Vorteil im Rennstrecken-Betrieb. Die 4 Fahrmodi "Street", "Wet", "Track" und "Custom" kombinieren die beiden Motorkennfelder "FUN" und "WET" mit unterschiedlichen Einstellungen der Assistenzsysteme. Zur Ausstattung gehören ein 5-Zoll-TFT-Display, eine USB-C-Ladebuchse, LED-Blinker und LED-Scheinwerfer mit zwei Linsen. Die Vollverkleidung wurde laut Fantic im Windkanal entwickelt und ist auch ästhetisch schön gezeichnet.

Imola 125 mit variabler Ventilsteuerung

Neben der 500er kommt die Imola auch als 125er. Ihr Minarelli-Viertakter mit 125 Kubik verfügt über Flüssigkeitskühlung, 4 Ventile und die variable Ventilsteuerung VVA. Auch die kleine A1-Variante erhält eine Anti-Hopping-Kupplung. Fantic nennt für sie 130 kg Trockengewicht. Ihr Federbein lässt sich in der Federvorspannung einstellen, das war’s dann aber auch mit den Einstellmöglichkeiten: Die umfangreichen Einstellmöglichkeiten der FRS-TRACK-Komponenten hat die 125er nicht zu bieten.

Zwei Fahrmodi für die kleine Imola

Bei der Elektronik unterscheidet sich die Imola 125 ebenfalls von ihrer großen Schwester: "Street" und "Track" heißen ihre beiden Fahrmodi, denen ein einziges Motorkennfeld zugrunde liegt. Kurven-ABS ist für die 125er nicht serienmäßig aber immerhin optional erhältlich.

Fantic Imola 500 und 125 ab Mai 2027: Preise für Italien

Beide Imola-Versionen sollen ab Mai 2027 bei den Fantic-Händlern stehen. In Italien soll die Imola 500 für 6.990 Euro zu haben sein, die 125er soll 5.990 Euro kosten, jeweils inklusive Mehrwertsteuer. Für beide stehen die Farbkombinationen "Factory White" und "Racing Black" zur Wahl, die beide Bezüge zum Fantic-Rennsport der letzten Jahre herstellen.

Fazit