Superbikes vom Aussterben bedroht: nur noch Suzuki und Kawa unter 20.000 Euro

Suzuki GSX-R 1000 R und Kawasaki ZX-10R
Die letzten ihrer Art – unter 20.000 Euro

ArtikeldatumVeröffentlicht am 20.03.2026
Als Favorit speichern
Suzuki GSX-R 1000 R 40th Anniversary Edition (2026)
Foto: Suzuki

19.900 Euro verlangt Suzuki für die GSX-R 1000 R im Jahr ihres Comebacks. Ein stolzer Preis für ein Superbike mit einem technischen Alter von gut 10 Jahren und mittlerweile dem nominell schwächsten Motor mit "nur" 195 PS. Doch tatsächlich ist die Gixxer neben der Kawasaki ZX-10R das letzte aktuelle Superbike mit einem Listenpreis von unter 20.000 Euro. BMW, Honda, Aprilia und Ducati kosten bis zu 9.000 Euro mehr.

Suzuki GSX-R 1000 R: 195 PS ab 19.900 Euro

Ab Sommer 2026 plant Suzuki die GSX-R 1000 R wieder auf dem deutschen Markt anzubieten. Der Preis klingt heftig: 19.900 Euro plus die üblichen Nebengeräusche. Hätten wir 2017, bekäme man mit der großen Gixxer eines der besten Superbikes auf dem Markt. Doch die 9 Jahre taten der Suzuki rein auf dem Papier nicht gut. Von einst segmentführenden 202 PS sind 195 geblieben. Immerhin: die variable Ventilsteuerung erlaubt weiterhin starke 111 Nm bei 11.000/min und einen aus der Erfahrung sehr fülligen Drehmomentverlauf.

Übrigens Das einzige andere Superbike mit einer vergleichbaren Technik ist die BMW S 1000 RR mit ihrem Shift-Cam-System.

Immerhin: mit 202 Kilo fahrfertig zählt die Suzuki zu den leichteren Modellen der Klasse und ist trotz ihres "Alters" mittlerweile modern ausgestattet, mit schraglägensensiblen Systemen für ABS und Traktionskontrolle.

Kawasaki ZX-10 R: 196 PS ab 18.995 Euro

Sogar noch etwas günstiger bietet Kawasaki die ZX-10R an, selbst inklusive der Nebenkosten stehen unter 20.000 Euro auf der Rechnung. Für diese 19.545 Euro stehen 196 PS bei 13.000/min und 110 Nm bei 11.400/min auf den Rädern. Wobei die technischen Daten das grundsätzliche Alter der aktuellen 10er-Ninja offenbaren. Im Grunde ist die Ninja schon seit 2011 (KBF) im Dienst.

Zwar immer wieder verbessert und immerhin 8-mal in Folge Weltmeister in der WSBK, doch heute als Serienbike, mit 209 Kilo im Vergleich recht schwer und mit eher spitzem Motor nicht einfach schnell zu fahren.

BMW, Honda und Ducati sind teuer

BMW S 1000 RR: 210 PS ab 20.990 Euro

So gesehen ist die BMW S 1000 RR immer noch ein Schnäppchen. Gerade im Kontext Motor und Gewicht ist die BMW erstaunlich günstig zu haben. Mit 210 PS bei 13.750/min und 113 Nm bei 11.000/min sehr stark und mit 198 Kilo fahrfertig im Vergleich unerreicht leicht.

Dazu eine vollständige Ausstattung und – ganz BMW – schier unendliche Möglichkeiten, mit wenigen Klicks 12.000 Euro zu addieren. Oder gleich die M 1000 RR mit 218 PS und 194 Kilo ab 37.000 Euro zu kaufen.

Honda CBR 1000 RR-R Fireblade: 218 PS ab 25.500 Euro

Richtig viel Leistung bietet Honda in der CBR 1000 RR-R Fireblade. 218 PS bei 14.000/min und 113 Nm bei 12.000/min. Beschleunigen muss die Honda auch nur 200 Kilo fahrfertig. Allerdings müssen dafür mindestens 25.500 Euro den Eigner wechseln, und durch die enormen Drehzahlen ist die Blade nichts für Anfänger.

Ducati Panigale V4: 216 PS ab 28.190 Euro

Natürlich ist die Ducati Panigale V4 die teuerste Option, ein aktuelles Superbike in "Basis"-Ausstattung zu kaufen. Doch für die mindestens 28.190 Euro stehen nicht nur 218 PS bei knapp über 200 Kilo im Haben, sondern auch einer der wenigen V4 im Segment, der mit 1.103 Kubik gleich noch den größten Hubraum bietet.

Der wirkt sich direkt auf die Kraft aus, denn mit 121 Nm bei 11.250/min erzeugt kein Motor im Vergleich mehr Kraft. Der steht mit 216 PS bei 13.500/min hier zwar nicht an der Spitze, doch er muss sich vor keinem Duell scheuen. Wem das alles nicht reicht: Mit der V4 S und der V4 R bietet Ducati Optionen, um die Marken von 44.000 Euro und 240 PS zu erreichen.

Aprilia RSV4: 220 PS ab 22.050 Euro

Ebenfalls einen V4 mit viel Hubraum bietet Aprilia in der RSV4. Aus 1.099 Kubik erzeugt der Antrieb enorme 127 Nm bei nur 10.800/min und 220 PS bei 13.000/min. Dazu wiegt die Aprilia fahrfertig 204 Kilo und ist mit der wohl umfangreichsten Bordelektronik ausgestattet.

Und ab 22.050 Euro will die RSV4 ihre Leistung nicht zwingend in Euro umsetzen, wobei auch sie einen sehr erfahrenen Piloten verlangt, um schnell zu sein.

Fazit