Ducati Panigale V4 Superleggera Ducati
Ducati Panigale V4 R 2020
Honda CBR 1000 Fireblade RR-R
Aprilia RSV4 Factory Fahrbericht 2021
BMW M 1000 RR Fahrbericht 15 Bilder

Leistung im Überschuss: Motorräder über 180 PS

Die PS-Protze der Showrooms Aktuelle Motorräder über 180 PS

15 Motorräder, in Serie hergestellt, frei erhältlich, straßenzugelassen und über 180 PS. MOTORRAD zeigt sie im Überblick.

Als Suzuki 1999 die Hayabusa mit serienmäßigen 175 PS bringt, steht die Welt kurz still. Nur, um dann mit 300 Sachen in Richtung einer sagenhaften Leistungsorgie der kommenden Dekaden zu rasen. 2021: 175 PS bringen heute schon bald Enduros, bei Hyper Nakeds sind sie das gefühlte Minimum und als Supersportler reichen diese Pferde nicht einmal für einen Blumentopf als Trophäe. Wer etwas auf sich hält hat 180 PS. 200 PS sind das Minimum der Supersportler und die Eckpfeiler des Leistungswahns knacken die 210 PS deutlich. Und selbst die sind für den Spitzenreiter der straßenzugelassenen PS nicht genug. Hier die 15 leistungsstärksten Moppeds über 180 PS, ohne Modellvarianten mit gleicher Leistung.

Ducati Panigale V4 R – 221 PS

Jawohl. 221 PS ist die Spitzenleistung der Panigale V4 R von Ducati. Die Homologationsbasis der Superbike-WM hat dafür den von 1.103 auf 998 verkleinerten V4 bekommen, wiegt nur 193 Kilogramm fahrfertig und kostet 39.900 Euro. Per Race-Kit steigt die Leistung auf 234 PS, dagegen fällt die Straßenzulassung ins Wasser.

Honda CBR 1000 RR-R Fireblade – 218 PS

Knapp hinter der Ducati steht die aktuelle Triple-R Fireblade von Honda mit ihren 218 PS. Sie war 2019 die schnelle Antwort auf die SC77 von 2017, die mit "nur" 192 PS bereits bei Erscheinen zu schwach war. Die Triple-R wiegt 196 Kilo fahrfertig und ist ab 22.330 Euro zu haben.

Aprilia RSV 4 – 217 PS

Italien kann Power: Die RSV 4 von Aprilia liegt mit ihren 217 PS nur wegen der Rundung der PS der Honda hinter der Fireblade. Für 2021 wurde einiges am Chassis überarbeitet und der Hubraum von 1.077 auf 1.099 erhöht. Es gilt 202 Kilo Gewicht für 21.690 Euro zu erwerben.

BMW M 1000 RR – 212 PS

Die M-Version der S 1000 RR von BMW leistet aus 999 Kubik 212 PS. Fünf Pferde mehr als die S und mit 192 Kilogramm noch fünf leichter. Preis: 33.000 Euro.

MV Agusta Brutale 1000 RR – 208 PS

Das erste Naked Bike mit etwas über 200 PS kommt von MV Agusta. 208 PS leistet der Vierling aus 998 Kubik und muss nur gut 200 Kilo fahrfertig bewegen. Die Brutale 1000 RR kostet 32.300 Euro. Übrigens: Die Rush mit gleichem Motor ist hier nicht gelistet, da sie auf 300 Stück limitiert ist.

Ducati Streetfighter V4 – 208 PS

Gleiche Power wie die Brutale 1000 hat mit 208 PS die Ducati Streetfighter V4. Geschöpft aus einem V4 mit 1.103 Kubik, der im Grunde die Panigale V4 ebenfalls antreibt. Gewicht: 201 Kilo fahrfertig. Preis: ab 19.990 Euro ohne Extras.

BMW S 1000 RR – 207 PS

Aus 999 Kubik und vier Zylindern holt die "normale" S 1000 RR 207 PS. Die müssen nur 197 Kilo bewegen und sind mit 19.150 Euro ein Sonderangebot unter den Boliden.

Kawasaki ZX-10 RR – 204 PS

Seit Jahren hat die ZX-10 RR unter Jonathan Rea den WSBK-Titel abonniert. In der aktuellen Straßenversion leitet der Reihenvierer aus 998 Kubik 204 PS, die Single-R ist mit Ram-Air-Effekt bei hohen Geschwindigkeiten sogar mit 214 PS angegeben. Hier zählt aber nur die normale Leistung, die 206 Kilo bewegen muss und 28.995 Euro kostet.

Suzuki GSX-R 1000 R – 202 PS

Sie fliegt immer leicht unter dem Radar, obwohl sie den besten Motor bei den aktuellen Superbikes hat. 202 PS holt der Vierer mit variabler Ventilsteuerung aus exakt 1.000 Kubik. Die Kilo-Gixxer wiegt aktuell 203 Kilo und kostet 18.990 Euro. Günstiger in der Top-Liga geht derzeit nicht.

Yamaha R1 – 200 PS

Mit genau 200 PS geht die rote Laterne unter den Supersportlern an die aktuelle R1 mit dem charakterstarken Reihenvierer mit 998 Kubik und dem Sound eines V-Motors. 201 Kilo R1-Power kosten derzeit 19.794 Euro.

Kawasaki Z H2-Modelle – 200 PS

Per Kompressor bringt Kawasaki die Modelle Z H2 und Z H2 SX auf satte 200 PS aus 998 Kubik. Leider wiegt der Kompressor einiges und so wiegt die Z H 2 240 Kilo fahrfertig, die SX sogar 262 Kilogramm. 17.095 Euro kostet die H2, 25.195 Euro die SX.

Bimota Tesi H2

Basierend auf der Motortechnik der Kawasaki H2 hat Bimota ein extravagantes Chassis um die 200-Kompressor-PS gestrickt. Gut 220 Kilo italienischer Fahrwerkskunst kosten 64.000 Euro.

Suzuki Hayabusa – 190 PS

Mit ihr begann Ende der 1990er der Speed- und Leistungswahn: der Suzuki Hayabusa. Von 175 ging es auf 197 PS und mit Euro 5 und der Neuauflage auf immerhin noch 190 PS aus 1.340 Kubik. Der Speed-Tourer wiegt satte 264 Kilo fahrfertig und kostet 2021 18.490 Euro.

Triumph Speed Triple 1200 – 180 PS

Mit der neuen Speedy hat Triumph den Leistungsolymp für Hyper Nakeds im Visier. Der neue Triple mit 1.160 Kubik leistet 180 PS in der RS und der kürzlich gezeigten RR. Die Gewichte der Schwestern liegen bei 198 Kilo in der RS für 17.900 Euro, die RR wiegt 199 Kilo und kostet 20.400 Euro.

KTM 1290 Super Duke R – 180 PS

Aus nur zwei Zylindern mit 1.301 Kubik holt KTM sagenhafte 180 PS in der Super Duke und garniert die mit ebenfalls äußert kräftigen 140 Nm. Hammer-Antrieb, der mit den gut 200 Kilo Gewicht leichtes Spiel hat. Preis: 18.295 Euro.

Fazit

Sie werden immer leichter und stärker. Nicht nur Supersportler. Alle Flagschiff der Hersteller. Unterhalb der 180 PS tummeln sich zahlreiche Motorräder alls Segmente zwischen 160 und 175 PS. Sogar Enduro wie die Multistrada V4 hat heute 170 PS. Und: Da ist kein Ende in Sicht, auch wenn es richtig wäre.