8 Adventure-Scooter: Enduro-Look, Stollenreifen und bis knapp 60 PS

Adventure-Scooter für 2026
8 Roller mit Stolle und bis knapp 60 PS

ArtikeldatumVeröffentlicht am 22.01.2026
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Adventure-Scooter
Foto: Honda

Als Honda den Adventure-Scooter X-ADV brachte, lachten einige. Die meisten wunderten sich. Und noch mehr meinten wohl: Einzelschicksal. Fast 10 Jahre sind seitdem vergangen. Und der X-ADV und andere Roller mit Offroad-Charme fahren heute unter fast jeder namhaften Roller-Marke. MOTORRAD zeigt 8 interessante Modelle über 125 Kubik.

Honda X-ADV: immer noch der stärkste

Wobei es etwas hinkt, den Honda X-ADV als Roller zu bezeichnen. Rein rechtlich ist er einer, da er einen Durchstieg hat und keinen Knieschluss. Doch unter der Karosserie ist der Adventure-Scooter ein Motorrad mit der Technik der NC750-Reihe. Inklusive Reihentwin mit 745 Kubik, 59 PS, 69 Nm und dem DCT-Getriebe nebst Kettenantrieb.

Entsprechend ist das Gewicht mit 237 Kilo auf den ersten Blick stattlich, doch im weiteren Vergleich überraschend niedrig.

2026 bietet Honda den X-ADV ab 14.189 Euro inklusive Überführung an – leider immer noch ohne schräglagensensiblen Systeme.

Honda ADV 350: eine Nummer kleiner

Für etwas mehr als die Hälfte des Preises, ab 7.669 Euro, bietet Honda den ADV 350 an. Technisch ein Forza 350 mit 330-Kubik-Einzylinder, 31,5 Nm und 29 PS. Klassisch mit CVT-Antrieb. Mit neuer Karosserie und Stollenreifen haucht Honda dem ADV 350 Offroad ein.

Nicht knapp die Hälfte, aber immerhin ein Zentner weniger wiegt der 350er im Vergleich zum X-ADV und selbst im weiteren Vergleich wirken die 186 Kilo des ADV 350 fast zierlich.

Kymco DT X 350i: 27 PS für 6.400 Euro

Seit 2021 will Kymco mit dem DT X dicken Scheiben vom Markt der Offroad-Roller schneiden. Zunächst als 360er mit 29 PS, heute als 350er mit 28 PS. Doch beide flunkern etwas, denn in beiden Fällen hat der Einzylinder 321 Kubik.

Zwar bläst der Kymco die Offroad-Backen auf und zeigt mit kleinem Schnabel die Richtung abseits der Straßen, doch mit den kleinen Rädern in 13 Zoll hinten und 14 Zoll vorn, sowie dem dünn wirkenden Fahrwerk, sind die Grenzen offenbar eng gesteckt.

Immerhin: die abschaltbare Traktionskontrolle steht dem Vortrieb auf Schotter- und Feldwegen nicht im Weg. 2026 bietet Kymco den DT X 350 i für 6.369 Euro inklusive Überführung an.

Sym Adx 300: Schnäppchen für 5.000 Euro

Ab 4.999 bietet Sym den ADX 300 an. Aus 279 Kubik generiert der Einzylinder 26 Nm und 26 PS. Allerdings muss er 200 Kilogramm beschleunigen. Mit etwas längeren Federwegen von 125 Millimetern vorn und 120 hinten hebt sich der ADX etwas von der technischen Basis Joymax ab, der je Achse nur 100 Millimeter bietet. Ebenfalls mit jeweils einem Zoll größeren Rädern in 14 Zoll vorn und 13 Zoll hinten.

Ob die Traktionskontrolle abschaltbar ist, verrät Sym nicht. Dafür den Preis: ab 4.999 Euro ist der Sym ADX 300 zu haben.

Sym ADX TG 400: schlauer Kopf mit 34 PS

Den großen Bruder des ADX bietet Sym in Form des ADX TG 400. Und hier passt die Hubraumangabe genau. 399 Kubik misst der neue Einzylinder mit der im Segment einmaligen variablen Ventilsteuerung der 4 Ventile.

Lohn der Mühe: 37,2 Nm und 34 PS sind in der Klasse bis 7.000 Euro Spitzenwerte, ebenfalls das dezidierte Offroad-ABS und die abschaltbare Traktionskontrolle sowie die Ölbadkupplung des CVT-Getriebes.

Doch der TG ist nicht nur ein Roller mit Stollenreifen, sondern will als Offroad-Roller ernst genommen werden. Entsprechend verbaut Sym ein eigenes Chassis nebst Aluschwinge und ein Fahrwerk mit Federwegen von 140 Millimetern vorn und 115 Millimetern hinten sowie einer Bodenfreiheit von 160 Millimetern. Allerdings erhöht das das Gewicht auf 213 Kilogramm.

2026 bietet Sym den ADX TG 400 ab 6.999 Euro.

Zontes 368 G: Der meint es ernst

Zontes meint es mit dem neuen 368 G verdammt ernst. Nicht nur wegen der 150 Millimeter Federweg vorn, der 41er-USD-Gabel oder den 180 Millimetern Bodenfreiheit. Insbesondere das Vorderrad mit 17 Zoll Durchmesser und einer Bereifung in 110/70 unterstreicht den Offroad-Anspruch des Scooters. Zwar watschelt das Heck mit 14 Zoll und 102 Millimetern wie das einer Hyäne etwas nach, doch sollte es durch die 203 Kilo Gewicht nicht allzu sehr gestresst werden.

Dito der Motor: Der Einzylinder misst 368 Kubik, erzeugt 40 Nm und 38 PS, die passend zum großen Rad vorn, eine große 300er-Scheibenbremse vorn im Zaum halten. Mit Vollausstattung inklusive Heizgriffen, Fahrmodi und abschaltbarer Traktionskontrolle bietet Zontes den 368 G bereits ab 6.190 Euro an.

Peugeot XP 400 GT: Starker Auftritt mit viel Gewicht

231 Kilo für einen 400er-Roller ist viel. Punkt. Da helfen dem Peugeot XP 400 GT die 36 PS und 38 Nm aus 400 Kubik kaum. Zum Offroad-Roller wird der GT durch die gold-eloxierte USD-Gabel und die Stollenreifen auf den überraschend großen Rädern in 17 Zoll vorn und 15 Zoll hinten.

Eben so üppig: Der Federweg der Gabel misst 140 Millimeter.

Der Preis für den Peugeot XP 400 GT startet bei 7.999 Euro.

Phelon & Moore Panthette X: alte Marke, leichter Newcomer

Phelon & Moore ist eine der uralten britischen Motorradmarken aus den Anfängen des Motorradbaus. Das Comeback feierte die Marke Ende 2025. Wer hinter den neuen Modellen steckt, ist nicht klar. Doch mit dem Panthette X möchte der alte Newcomer bei den Adventure-Scootern mitspielen.

Als 300er-Version mit 25 Nm und 23,5 PS nicht sonderlich stark motorisiert, dafür mit laut Hersteller nur 148 Kilo sensationell leicht. Offroad ist eher kleingeschrieben: Räder in 14 Zoll vorn und 13 Zoll hinten sowie die Federwege von 120 Millimeter vorn und 90 Millimeter hinten schaffen kaum Zuversicht fürs Gelände.

Dafür punktet der Panthette X mit herausragend viel Ausstattung wie TFT-Display, Heizgriffen, Connectivity, Reifendruckkontrollsystem und vielem mehr.

Leider nicht bekannt: Phelon & Moore hat bisher keinen Preis für die neuen Modelle genannt.

Fazit