Über 300 km/h schnelle Bikes: Die 9 schnellsten Motorräder auf der Straße

Die schnellsten Bikes
Schneller als die Hayabusa

ArtikeldatumVeröffentlicht am 30.11.2025
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Suzuki Hayabusa 25th Anniversary Edition
Foto: Suzuki

Die 300er-Marke fiel fast nebensächlich. Nichts an der Suzuki Hayabusa war 1999 im Rückblick heftig oder hart. Doch die homologierte Höchstgeschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde hallt selbst 26 Jahre später noch nach.

Wenngleich alle folgenden Busas seither offiziell deutlich langsamer waren. Das genaue Gegenteil der Hayabusa war 2000 die Kawasaki ZX-12 R. An ihr war alles heftig und hart, was in verbrieften 308 km/h gipfelte – ebenfalls nur ein Jahr.

Übrigens Vor der Hayabusa war das schnellste Motorrad mit 285 km/h homologiert, kam von Honda und hieß CBR 1100 XX Blackbird.

Schnell wieder langsamer

Schon im zweiten Modelljahr der Suzuki Hayabusa und nach einem Jahr Kawasaki ZX-12 R drosselten die Hersteller die Höchstgeschwindigkeit offiziell auf 295 und 298 km/h und skalierten die Tachos neu. Wo zuvor noch Zahlen und Zeiger bis 340 km/h reichten, endeten die Zifferblätter bereits bei 280 und die Skala strichelte bis dorthin, wo vorher die 300 stand.

Doch dieser freiwilligen Maßnahme von Suzuki und Kawasaki unterwarfen sich nicht alle Hersteller. 2004 stand im Fahrzeugschein der neuen MV Agusta F4 1000 in Feld 6: 301. Und ab da gab es keine Grenzen mehr. Aktuell ist das schnellste Motorrad der letzten Dekaden mit 315 km/h homologiert.

ÜbrigensSeit 2006 heißt der Fahrzeugschein offiziell Zulassungsbescheinigung I und die Höchstgeschwindigkeit steht im Feld T.

Die 9 schnellsten Bikes ab Werk

Suzuki Hayabusa 1999: 300 km/h

Über die Suzuki Hayabusa wurde sicherlich schon alles geschrieben. Mit 175 PS und 138 Nm aus 1.299 Kubik in der ersten Generation zwar nicht außergewöhnlich stark, dafür windschlüpfig. 2 Jahre lang offiziell als 300-Sachen-Suzi zu haben, dann folgte die freiwillige Drosselung auf seither eingetragene 295 km/h. Und trotz stärkerer Daten – 1.340 Kubik, 155 Nm und 197 PS ab 2008 – wurde die Hayabusa nie wieder offiziell ein 300-km/h-Motorrad. In der aktuellen Generation generiert der Motor aus 1.340 Kubik Hubraum 190 PS und 150 Nm.

Kawasaki ZX-12 R 2000: 308 km/h

Kawasaki ließ die Suzuki Hayabusa nicht lange allein im 300er-Klub. Die ZX-12 R kam ein Jahr nach der Suzuki. 190 PS per Ram-Air und eine deutlich sportlichere Richtung aller Facetten des Kraftrads zeigten: 308 km/h müssen nicht mit einem Übermaß an Rundungen einhergehen, sondern können mit der Kante kommen. Doch wie bei der Hayabusa schritt Kawasaki selbst ein, drosselte ab 2002 auf 298 km/h, brachte allerdings keine weitere Generation mehr nach, sondern stellte die 12er ab 2006 ein. Als Nachfolgerin gilt die deutlich touristischere ZZR 1400, die heute noch in den USA als ZX-14 mit 193 PS zu haben ist.

MV Agusta F 1000 2004: 301 km/h

Bei den Herstellern aus Japan hält sich die freiwillige Drossel auf unter 300 km/h selbst bei Krädern, die mit über 200 PS kommen. MV Agusta brachte bereits 2004 ein Modell mit offiziellen 301 km/h im Schein: die F4 1000. Und damit den ersten Supersportler, der die 300er-Marke knackte. Und wie: nur 998 Kubik, trotzdem 165 PS und 109 Nm, 11.750/min und 10.200/min und dabei nur 192 Kilo Trockengewicht.

Die F4 war der Auftakt von MV für eine lange Reihe von Moppeds, die über 300 km/h in Serie fuhren, darunter sogar Naked Bikes wie die Rush. Aktuell steht die MV Agusta F4 CC von 2007 mit 315 km/h und 191 PS ganz oben. Und sie führt nicht nur bei MV die Liste der schnellsten Bikes mit Straßenzulassung an, sondern die Liste aller Serienbikes.

Aprilia RSV 4 2015: 305 km/h

Und erst weitere 9 Jahre später kam ein weiteres Serienbike in den Klub 300 und stellte sich gegen unzählige ähnlich schnelle MV-Modelle. Die Aprilia RSV4 hat 305 km/h im Schein stehen, einen V4 mit 999 Kubik im Rahmen hängen, der 201 PS leistete. Seit 2021 misst der V4 1.099 Kubik und erzeugt in der aktuellen RSV4 sagenhafte 220 PS. Top-Speed wie gehabt: 305 km/h.

BMW S 1000 RR 2019: 306 km/h

Erst 2019 und damit nach 10 Jahren am Markt knackte die BMW S 1000 RR die 300 km/h ab Werk. Die 3. Generation K67 bekam den Shift-Cam-Motor mit 207 PS, der 306 km/h erlaubte. In der aktuellen Version ist die S 1000 RR 210 PS stark und mit 303 km/h eingetragen.

BMW M 1000 RR 2022: 314 km/h

Aktuell ist die BMW M 1000 RR das schnellste Serienbike nach Homologation, das es neu noch gibt. Doch nicht seit Beginn. Die erste Generation kam 2021 zwar mit 212 PS, aber nur auf 306 km/h. Erst die Modellpflege für 2023 erreichte bei gleicher Leistung die 314 km/h, die trotz weiterer 5 PS mehr, die M 1000 RR ab 2025 nicht weiter überbot.

Fazit