Elektro-125er für 21.300 Euro: Carbon-Bike Novus One aus Braunschweig als 50er oder 125er

Serienauslieferung Carbon-Lightbike Novus One
121 kg, bis 130 km/h, als 50er oder 125er

ArtikeldatumVeröffentlicht am 04.05.2026
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Vom Prototyp zur Serie: Novus rollt 2026 auf die Straße

Als motorradonline.de im September 2020 über das Novus-Elektrobike berichtete, galt das Projekt als "serienreif". Die Auslieferung war für Mitte 2022 geplant. Damals standen 75 Kilogramm Gewicht, 120 km/h Höchstgeschwindigkeit, ein 4,3-kWh-Akku, 100 Kilometer Reichweite in der Stadt, bis zu 18 kW Spitzenleistung und ein Preis von 46.284 Euro im Raum – in drei Versionen, von 45 km/h bis A2-tauglich.

Sechs Jahre später folgt der entscheidende Schritt: Laut Pressemitteilung vom 27. April 2026 liefert Novus in München die ersten Novus One Lightbikes aus Serienfertigung aus – zunächst als auf 100 Stück limitierte Founders Edition.

Novus One Lightbike: zwischen E-Bike, Roller und Motorrad

Novus definiert 2026 eine neue Fahrzeugklasse: das Lightbike. Es soll die Leichtigkeit eines E-Bikes, die Wendigkeit eines Rollers und die Leistung eines Motorrads vereinen.

Das Design bleibt minimalistisch: Monocoque-Rahmen, Schwinge, Gabel und Felgen bestehen komplett aus Carbon. Die Optik folgt dem Prinzip "aus einem Guss", ohne klassische Verkleidung.

Zwei Leistungsklassen, ein Fahrzeug – per Software anpassbar

Technisch und zulassungsrechtlich bietet das Novus One eine Besonderheit: Es lässt sich per Software als L1e ("50er") oder L3e ("125er") konfigurieren und später umstellen.

In Deutschland darf die niedrigere Stufe mit einem Pkw-Führerschein Klasse B gefahren werden. In einigen europäischen Ländern reicht der Autoführerschein auch für die volle Leistung.

Daten Novus One: 121 kg, 130 km/h, 6,2 kWh und OTA-Updates

Mit der Serienversion nennt Novus neue Eckdaten:

  • Gewicht: 121 kg
  • Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h
  • 0–50 km/h: unter 2 Sekunden
  • Akku: 6,2 kWh
  • Reichweite (innerstädtisch): über 135 km
  • Ladezeit: 80 % in 90 Minuten
  • Leistung: 25 kW Spitze (33 PS), 11 kW nominal (15 PS)
  • Drehmoment: bis zu 430 Nm (Sportmodus) – Connectivity: Over-the-Air-Updates, Smartphone-Integration, Keyless Go

Fertigung und Teile: Made in Europe

Novus entwickelt, designt und montiert in Braunschweig. Die Komponenten stammen überwiegend aus Europa: Carbon aus Österreich, der Motor aus der Schweiz, das Fahrwerk aus Belgien und Italien, die Batterie aus Tschechien.

Founders Edition: limitiert, mit Kundenbeteiligung – und günstiger als 2020 angekündigt

Die Founders Edition ist auf 100 Stück begrenzt. Besonderheit: Die ersten 100 Käuferinnen und Käufer erhalten zusammen 1 Prozent Unternehmensanteile.

Der Preis: Statt der 2020 angekündigten 46.284 Euro startet die Founders Edition 2026 bei 21.300 Euro netto.

Prominente Unterstützung kommt von Rennfahrerin Sophia Flörsch, die sich an Novus beteiligt und das Lightbike als "Zukunftsmodell" lobt.

Marktstart, USA-Pläne und Vereinigte Arabische Emirate

Nach der Founders Edition folgt der breite Marktstart des Novus One – in Deutschland mit der Doerr Group, in Spanien und in "Lifestyle-Metropolen". Für 2027 plant Novus den Marktstart in den USA und in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Das günstigere Novus Two

Als nächstes Modell kündigt Novus das Novus Two an: ein günstigeres Einstiegsmodell mit derselben Design-DNA, aber anderen Materialien und stärker automatisierter Fertigung. Langfristig strebt das Unternehmen fünfstellige Jahresstückzahlen an.

Fazit