Stark gestiegen sind die Neuzulassungszahlen der Leichtkrafträder bis 125 Kubik und 15 PS (11 kW) im 1. Quartal 2026, um 57,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Unter den Top 10 tummeln sich auffällig viele Enduros und Supermotos, doch auch Naked Bikes und Scrambler sind als 125er nach wie vor beliebt. Neu im Trend sind elektrisch angetriebene Modelle mit gewissen Vorteilen. Hier stellen wir die wichtigsten Neuheiten für 2026 vor:
Voge R 125 S – die neue Top-125er vom BMW-Partner
Bereits etabliert in den Top 20 der Leichtkraftrad-Neuzulassungen in Deutschland ist die Voge R 125 vom langjährigen chinesischen BMW-Partner Loncin. 2026 kommt die etwas "erwachsenere" und noch besser ausgestattete Modellvariante Voge R 125 S hinzu. Zusätzlich zum ABS hat das S-Modell sogar eine Schlupfregelung (TCS), außerdem an Bord ist Connectivity mitsamt Pfeil-Navigation.
Mindestens ebenso praktisch ist der große 15-Liter-Tank für 650 Kilometer Reichweite. Vollgetankt wiegt die Voge R 125 S zwar stattliche 154 Kilogramm, dafür stehen volle 15 PS für bis zu 110 km/h zur Verfügung. Ab Mai 2026 gibt’s das neue S-Modell für 3.799 Euro, die R 125 ohne S bleibt ebenfalls im Angebot für 3.669 Euro.
Yamaha WR 125 R – die neue 125er-Enduro von Yamaha
Mit der WR 125 R hat Yamaha 2026 wieder eine attraktive 125er-Enduro im Angebot. Mit fast vollen 15 PS (14,5 PS) und knapp unter 5.000 Euro. Preis in Deutschland: 4.999 Euro. Entsprechend kostengünstig und "klassisch" ist das robuste Enduro-Fahrwerk aufgebaut, mit Stahlrohr-Rahmen, Stahl-Schwinge und Standard-Telegabel. Mit Drahtspeichenrädern in den Formaten 21 Zoll vorn und 18 Zoll hinten sowie langen Federwegen um 200 Millimeter ist die WR 125 R eine echte, also geländetaugliche Enduro.
Entsprechend sportlich fällt die Sitzhöhe der Yamaha WR 125 R aus: 87,5 Zentimeter. Dafür ist sie relativ leicht, mit gefülltem Benzintank (8 Liter) wiegt sie 138 Kilogramm (Herstellerangabe). Zum günstigen Preis inklusive ist ABS (nur am Vorderrad) und Smartphone-Connectivity zum Digital-Display (LCD). Was noch fehlt, ist die Supermoto-Variante, die WR 125 X heißen könnte – vielleicht 2027?
QJMotor COV 125 X/SM – Enduro oder Supermoto mit 15 PS
Für 3.999 Euro kommt die QJMotor COV 125 nach Deutschland, wahlweise als Enduro X oder als Supermoto SM. Trotz des vergleichsweise günstigen Preises reizt sie das A1-Limit mit 15 PS (11 kW) voll aus. Ob Enduro oder Supermoto, als Trockengewicht sind für die QJMotor COV 125 nur circa 115 Kilogramm angekündigt.
Mit allen Flüssigkeiten, vor allem mit gefülltem Benzintank (knapp 8 Liter) wiegt das Leichtkraftrad dann immer noch unter 130 Kilo (Werksangabe: 129 kg). ABS-Bremsen hat die COV 125 an beiden Rädern, lediglich das LCD-Cockpit fällt minimalistisch aus.
QJMotor SRT 125 DX – die 125er-Reiseenduro
Ab April 2026 soll die neue QJMotor SRT 125 DX in Europa erhältlich sein, zuerst in der Schweiz und in Frankreich, für 3.990 Franken oder 3.999 Euro. Wann die 125er-Reiseenduro nach Deutschland sowie nach Österreich kommt und zu welchen Preisen, ist noch nicht bekannt.
Eckdaten der QJMotor SRT 125 DX: volle 15 PS und relativ leichte 129 kg, fahrbereit mit gefülltem Tank (13,5 Liter). "Echt Enduro" sind die Räder mit 21 und 18 Zoll, modern ist das TFT-Display mit Connectivity.
Morbidelli N 125 V – mit V2-Motor und Einarmschwinge
Mit V2-Motor und Einarmschwinge könnte die neue Morbidelli N 125 V zu einer der begehrtesten 125er für die Klassen A1 und B196 werden. 14 PS genügen für 99 km/h Höchstgeschwindigkeit (Herstellerangaben), ABS und Schlupfregelung (TCS) sind gehobene Grundausstattung.
Mit gefülltem 16-Liter-Tank wiegt die N 125 V angeblich 185 Kilogramm, für ein Leichtkraftrad ist das ziemlich schwer. Hintergrund: Die N 125 V ist weitgehend identisch mit der N 302 V, die mit circa 30 PS für die Klasse A2 folgen soll. Preise liegen bislang nicht vor.
Morbidelli NR 125 X – Scrambler mit über 800 km Reichweite
Ein weiteres attraktives 125er-Modell von der chinesischen Keeway Group ist die Morbidelli NR 125 X im neoklassischen Scrambler-Stil. Mit rund 15 PS nutzt der wassergekühlte Einzylinder-Motor das Limit der Klassen A1 und B196 voll aus. Damit sind über 100 km/h drin, und mit dem großen Benzintank (17,5 Liter) ergeben sich rechnerisch über 800 Kilometer Reichweite.
Im Laufe des Jahres 2026 soll die Morbidelli NR 125 X in Europa in den Handel kommen. Wann und wo genau und zu welchem Preis ist bislang nicht bekannt.
Stark Varg SM – Elektro-Supermoto mit bis zu 80 PS (legal)
Dass auf die beliebte Elektro-Enduro Stark Varg EX eine eng verwandte Elektro-Supermoto folgen würde, war logisch. Ende 2025 war es so weit, Stark präsentierte die Varg SM offiziell. Mit diesen starken Eckdaten: 124,5 Kilogramm und maximal bis zu 60 kW/80 PS sowie zwischen 80 und 180 Kilometer Reichweite (Herstellerangaben).
Formal-legal ist auch die Supermoto von Stark als "125er" eingestuft, also legal fahrbar mit Führerscheinklasse A1 ab 16 Jahren oder Pkw-Führerscheinerweiterung B196. Preis: ab 12.990 Euro.
KTM Freeride E – leichte Elektro-Enduro für A1 und B196
Eigentlich für 2025 hat KTM eine neue Version der bereits 2014 eingeführten Elektro-Enduro Freeride E entwickelt, die verspätete Markteinführung war nun im April 2026 – mit der zusätzlichen Modellbezeichnung "2027". Zum neu entwickelten Elektro-Motor mit 8,3 kW (circa 11 PS) formaler Dauer-Nennleistung und 19,2 kW (circa 26 PS) Spitzenleistung kommen erwartungsgemäß Upgrades und Updates bei Akku und Fahrwerk hinzu.
Nur 112 kg wiegt die neue Freeride E laut KTM, und sie ist straßenzugelassen. Mit 95 km/h Höchstgeschwindigkeit passt sie in die Leichtkraftrad-Kategorie ("125er") für die Führerscheinklassen A1 und B196. In Deutschland kostet die neue Freeride E 9.999 Euro (zuzüglich Liefernebenkosten).












