Drei Varianten, ein Zweitakter: Rieju MR 300i Modelljahr 2027

Rieju MR 300 i Modelle für 2027
3 Bikes, 2 Takte und ein Zylinder

ArtikeldatumVeröffentlicht am 14.09.2026
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Alle drei Rieju MR 300i bauen auf dem gleichen 300er-Zweitakt-Einzylinder mit TFI-Einspritzung (Throttle Body Fuel Injection) auf – entwickelt und gefertigt in Spanien. Für die Gemischaufbereitung setzt Rieju auf zwei spezifische Bosch-Injektoren, die jeweils für hohe und niedrige Drehzahlen zuständig sind. Der Hubraum beträgt 298 cm³ bei einer Bohrung und einem Hub von 72 × 72,52 Millimeter. Der Auslass ist elektronisch gesteuert. Die offene Leistung dürfte bei rund 50 PS liegen. Eine Straßenzulassung ist denkbar, allerdings auf Kosten von sicherlich 40-Zweitakt-PS.

Neue Rieju-Enduros: die Gemeinsamkeiten

Drei Motormappings – Race, Forest und Wet – erlauben es, die Charakteristik an die jeweilige Situation anzupassen: direkter Leistungszugriff, ausgewogene Enduro-Entfaltung oder eine sanftere Gasannahme bei wenig Grip. Im Gelände funktioniert das wie ein Fahrmodus-Schalter, der auf Traktion statt auf Topspeed zielt.

Neu für das Modelljahr 2027 sind über die gesamte Palette ein LED-Scheinwerfer und eine überarbeitete Frontmaske, ergänzt durch modellspezifische Dekore. Mehr Evolution als Revolution – Motor und Fahrwerksgrundlayout bleiben unangetastet, während Rieju an Bedienbarkeit und Sicht gefeilt hat.

Ausstattung: Racing

Die Rieju MR 300i Racing ist als Einstieg in die Familie positioniert, ohne dabei spartanisch daherzukommen: Excel-Räder mit gegossenen Naben, Mitas Terra Force-Reifen, ein Power Racing by OXA-Auspuff, Neken-Lenker und -Griffe sowie Nissin-Bremsen mit Galfer-Scheiben gehören zum Serienumfang. Das Fahrwerk stammt von KYB und bietet Federwege von 300 Millimeter vorn und 310 Millimeter hinten sowie ein Closed-Cartridge-System vorn. Der Federbein ist umgelenkt und einstellbar in Vorspannung und den Druckstufen für High- und Low-Speed. Das Trockengewicht liegt laut Rieju bei 102,6 Kilogramm.

Rieju 300er-Serie 2027
Rieju

Ausstattung: Pro

Die Rieju MR 300i Pro legt den Fokus genau dorthin, wo ambitionierte Fahrer erfahrungsgemäß zuerst nachrüsten: Vorn arbeitet eine KYB-Gabel mit schwarzer DLC-Beschichtung zur Reibungsreduzierung, flankiert von roten XTRIG-Gabelbrücken und einem Renthal Fatbar Lenker. Hinzu kommen Excel-Räder mit gefrästen, roten Naben, Michelin Enduro-Reifen sowie eine schwimmend gelagerte Galfer-Bremsscheibe an der Front, kombiniert mit Nissin-Bremssätteln.

Deutlichste Unterschiede beim Fahrwerk: ebenfalls von KYB und mit Federwegen von 300 und 310 Millimeter, allerdings mit DLC-Beschichtung der Gleitflächen. Die Pro wiegt ebenfalls 102,6 Kilogramm trocken.

Rieju 300er-Serie 2027
Rieju

Ausstattung: Hard Enduro

Die Rieju MR 300i Hard Enduro geht weit über zusätzliche Schutzteile hinaus und bringt gezielte technische Anpassungen für langsame, hochkomplexe Gelände-Sektionen mit: darunter ein Trägheitslager für den Motor im Rahmen, ein verstärkter Wasserpumpendeckel mit leistungsfähigerem Impeller sowie eine modellspezifische Zündkerze. Abgerundet wird das Paket durch einen kürzer übersetzten Endantrieb und eine AXP-Kettenführung.

Auch die Kühlung ist konsequent auf Stop-and-Go im Extremgelände ausgelegt: Rieju baut einen Ausgleichsbehälter und ein Dual-Fan-Modul mit zwei Elektrolüftern ein. Dazu gesellen sich ein eigens abgestimmter Hard-Enduro-OXA-Auspuff, diverse Schutzteile sowie durchdachte Details wie eine vereinfachte Elektrik mit zwei Startknöpfen, das Zugband an der Gabel und ein spezieller Sitz.

Rieju 300er-Serie 2027
Rieju

Neue Rieju MR 300i für 2027 – ab 10.000 Euro

Preislich thront die Hard Enduro der neuen Rieju MR 300i als Topmodell der Range: 11.990 Euro stehen 10.990 Euro für die Pro und 9.990 Euro für die Racing gegenüber. Zu diesen Listenpreisen kommen in Deutschland 240 Euro Liefernebenkosten hinzu.