Puch mit 5 Motoren
Der Eigenbau von Uwe Oltmanns basiert auf einem Stahlblechrahmen der Puch Maxi S aus dem Jahr 1976. Die Maschine verfügt über fünf eigenständige Zweitakt-Motoren. Drei dieser Motoren sind über eine gemeinsame Welle verbunden, während die beiden oberen per Zahnriemen integriert wurden. Ursprünglich hatte jeder Motor einen Hubraum von 50 Kubikzentimetern, doch durch Aufbohren der Zylinder misst der Hubraum 350 Kubikzentimeter, also 70 Kubik je Motor.
Das Starten der 5 Motoren erfolgt schrittweise. Motor 1 startet durch das Drehen des Hinterrads. Anschließend schalten Fliehkraftkupplungen die übrigen Motoren nach einander zu. Ebenfalls schrittweise stellt Uwe die Motoren wieder ab. Er muss bei jedem Zylinder den Zündkerzenstecker ziehen.
Die Leistung ist nicht bekannt, dafür Dezibel: 127,5 db(A).
Eigenbau mit 3 Motoren
Das Triple Bike des österreichischen Tüftlers Florian Hauser kombiniert drei Avenger-85-Hilfsmotoren zu einem luftgekühlten Dreizylinder mit 255 Kubikzentimetern Hubraum und etwa 25 PS Leistung. Die drei Motoren sind über eine speziell angefertigte Kurbelwelle synchronisiert.
8 Zylinder mit 2 Takten
Die britische Firma Veloce Motorcycles hat mit der Aperion X8 einen Retro-Café-Racer entwickelt, der einen X8-Zweitaktmotor mit acht Zylindern und 1.000 Kubikzentimetern Hubraum nutzt. Mit einer Spitzenleistung von 280 PS bei 12.000/min setzt dieses Konzept neue Maßstäbe im Hinblick auf Performance.
Der Motor basiert auf Zylindern von Aprilia, die auf einem eigenen Gehäuse in X-Form montiert wurden. Im Grunde besteht der X-Motor aus 4 Reihentwins mit 4 Kurbelwellen.
Das Ganze soll es ebenfalls als 4 Zylinder geben, dann allerdings in V-Kombination und mit 2 Kurbelwellen.
Vespa mit über 100 PS
Egig Performance aus Südtirol bietet die Vespa 407 an – ein Einzylinder-Zweitakter mit 407 Kubikzentimetern Hubraum und über 100 PS Leistung. Diese Vespa erreicht theoretisch Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h. Der Motor basiert auf einem modifizierten Piaggio-Gehäuse, das für den vergrößerten Zylinder angepasst wurde und an dem nun 2 Hochleistungsvergaser hängen können.
Das Fahrwerk wurde verstärkt, damit die Kraft des Antriebs das Chassis auf dem Prüfstand nicht verbiegt, denn dafür wurde die Vespa gebaut. Gefahren wird sie nicht.
2-Takter für die R6
Von BRC Racing aus Kanada soll es im Laufe des Jahres 2026 einen selbst entwickelten neuen Zweitakt-Motor geben. Als V2 mit 600 Kubik soll der Zweitakter über 150 PS Leistung in der Spitze erreichen. Angeblich passt er ohne Änderungen in den Aluminium-Brückenrahmen der Yamaha R6 ab Modelljahr 2007, kombiniert mit deren Kupplung, Getriebe und Wasserpumpe.
Um circa 40 Kilogramm soll eine damit von Viertakt auf Zweitakt umgerüstete, supersportliche Yamaha leichter werden. Den kompletten Kit-Preis und einen genauen Auslieferungsbeginn nannte BRC Racing bislang nicht.












