In der aktuellen Krise der Autohersteller schien BMW als Mutterkonzern von BMW Motorrad als Sieger hervorzugehen. Doch Ende Juli 2026 ist klar: Hinter den Kulissen brodelt es. Seit Milan Nedeljković Mitte Mai 2026 das Steuer von Oliver Zipse übernahm, weht ein anderer Wind. Nach schwachen Autozahlen folgt der konkrete Stellenabbau. Das gab der Konzern am Mittwochmorgen (29.07.2026) während einer Betriebsversammlung bekannt. Und das dürfte trotz guter Zahlen an BMW Motorrad nicht spurlos vorübergehen.
Im Werk Berlin-Spandau bauen laut BMW derzeit gut 2.400 Angestellte knapp 900 Motorräder pro Tag. Wie viele in der Verwaltung und Entwicklung in München direkt dem Bereich Motorrad zugeordnet werden können, ist uns aktuell nicht bekannt. Und um letztere Bereiche dreht sich der vermeintliche Stellenabbau vornehmlich.
Sparen in der Verwaltung, Forschung und Entwicklung
BMW legt den Fokus auf die sogenannten indirekten Bereiche, also auf Stellen in der Verwaltung, der Forschung und der Entwicklung, abseits der direkten Produktion. Zur Umsetzung startet im Oktober ein Abfindungsprogramm, das bis Ende 2027 läuft.
40.000 der insgesamt 84.000 Mitarbeiter sollen Angebot erhalten
Rund 40.000 der insgesamt 84.000 Mitarbeiter in Deutschland erhalten in den kommenden Wochen ein entsprechendes Angebot. Die Höhe der Abfindung richtet sich klassisch nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und dem aktuellen Gehalt. Allein für dieses Jahr plant BMW laut sueddeutsche.de einen dreistelligen Millionenbetrag für die Maßnahme ein.
BMW Motorrad steht gut da
Der Schritt signalisiert, dass die Branchenkrise den bayerischen Autokonzern mit voller Wucht erfasst.
Wobei es BMW Motorrad rein von den Absatzzahlen her passabel geht. Anfang 2026 verkündete BMW noch 202.563 Motorräder an Kundinnen und Kunden aus der ganzen Welt übergeben zu haben. Das ist zwar ein leichtes Minus zu 2025 (knapp 6.000 Bikes weniger), dafür mit leichtem Plus auf dem Premium-Markt Europa.












