Das steckt hinter der Überraschung: Privat schlägt Firmenzulassung
In der klassischen Zulassungsstatistik nach Gesamt-Neuzulassungen bleibt die BMW R 1300 GS im Zeitraum Januar bis Juni 2026 klar die Nummer 1: 4.183 Neuzulassungen gegenüber 2.833 für die Kawasaki Z 900. Doch die Detailauswertung nach Haltern zeigt: Bei der GS entfällt ein großer Teil auf juristische Personen (43,4 Prozent), während die Z 900 fast vollständig privat zugelassen wird.
Umgerechnet auf natürliche Personen kommt die BMW R 1300 GS im Halbjahr 2026 auf rund 2.367 Privatzulassungen. Die Kawasaki Z 900 landet bei rund 2.646 – und übernimmt damit Platz 1 in der "Privatwertung".
Vergleich zurück bis 2020: BMW GS privat stets vorn – bis jetzt
Das Ergebnis ist so ungewöhnlich, weil sich in den Halbjahresauswertungen der letzten Jahre immer ein klares Muster zeigte: Die große GS steht auf Platz 1.
Wir gehen die letzten 6 Jahre in der Zulassungsstatistik zurück:
Von 2020 bis 2025 lag bei den Privatzulassungen im ersten Halbjahr jeweils die BMW GS vorn – 2020 bis 2023 als R 1250 GS, 2024 und 2025 als R 1300 GS. Die Z 900 war zwar konstant stark und meist Zweite – aber eben nicht Spitzenreiterin. Erst zum Halbjahr 2026 kippt das Bild: Die BMW R 1300 GS bleibt zwar Gesamtsiegerin, die Privatkrone geht jedoch an die Kawasaki Z 900.
Warum ist die Kawasaki Z 900 so erfolgreich?
Die Z 900 gilt seit Jahren als "Volks-Bike" und Erfolgsmodell, das vor allem über ein sehr attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis und eine breite Alltags- und Zielgruppen-Tauglichkeit funktioniert. Hinzu kommen: druckvoller Motor, prima Handling, kompakte Dimensionen und eine komfortable Federung. Preis: ab 10.170 (inkl. Überführung).
Z 900 SE vs. Hornet 1000 SP vs- GSX-S 1000
Und wie ist die Lage für die BMW R 1300 GS?
Die BMW R 1300 GS ist ein famoses Motorrad. Sie erweist sich mittlerweile als homogenes Gesamtpaket mit herausragenden Fähigkeiten – Motor, Fahrwerk und Elektronik spielen auf höchstem Niveau. Den letzten Reiseenduro-Vergleichstest gewann die 1300er-GS klar. Die Verarbeitungsmängel bei ihrem Debüt haben womöglich zu einer Delle in der Verkaufsstatistik geführt. Zudem könnte sich ein allgemeiner Trend des Motorradmarkts abzeichnen, hin zu günstigeren Bikes.












