In den Social-Media-Kanälen flimmert die neue Bimota bereits kurz auf, als Silhouette in einem Teaser-Video. Dazu die Terminankündigung für die offizielle Präsentation des neuen Modells: 18. März 2026, wenige Tage vor Beginn der Osaka Motorcycle Show in Japan.
Eine neue 400er als "Espresso di Bimota"?
Dass sich unter dem Motto "Espresso di Bimota" ein neues supersportliches 400er-Modell mit Reihenvierzylinder-Motor verbirgt, dafür gibt es mehrere Hinweise. Zuallererst deuten "Timing & Location" darauf hin, denn am relevantesten sind 400er-Modelle seit jeher in Japan.
Kawasaki Ninja ZX-4RR als Basis?
Ziemlich eindeutig erscheint zudem die im kurzen Teaser-Video zu erkennende Silhouette der neuen Bimota (Bildausschnitt siehe oben). Formen und Details sind nahezu deckungsgleich mit der aktuellen Kawasaki Ninja ZX-4RR . Diese technische Basis ist naheliegend, da Kawasaki seit 2019 knapp 50 Prozent Anteile am legendären italienischen Hersteller sportlicher Kleinserien-Motorräder in Rimini hält.
Reihenvierzylinder-Motor mit circa 80 PS bei 14.500/min?
Inwieweit die neue "Espresso"-Bimota die technischen Komponenten von der Kawasaki Ninja ZX-4RR übernimmt, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall deren Reihenvierzylinder-Motor mit 399 Kubik. Im aktuellen Kawasaki-Trimm kommt der hochdrehende Four auf 77 PS (57 kW) bei 14.500/min, mit Ram-Air-Staudruck bei hohen Geschwindigkeiten angeblich auf bis zu 80 PS (59 kW). Nennenswert gesteigerte Spitzenleistung ist in Bimota-Konfiguration – mit Abgasreinigung und Straßenzulassung – kaum zu erwarten.
Unter 180 Kilo mit Carbon und Titan?
Mit ihrem Gitterrohrrahmen aus Stahl wiegt die Kawasaki Ninja ZX-4RR nach Werksangaben 189 Kilogramm, fahrbereit mit gefülltem 15-Liter-Benzintank. Eine Bimota-Version dürfte um einige Kilos leichter ausfallen, unter anderem mit Carbon-Teilen und einer Abgasanlage aus Titan, wahrscheinlich von Akrapovic.
Kommt die neue Bimota KB399 Espresso? Auch nach Europa?
Da die aktuelle Bimota KB998 Rimini auf Basis der Kawasaki Ninja ZX-10RR traditionell die Abkürzung KB für Kawasaki und Bimota sowie die 998 vom Hubraum in Kubik in der Modellbezeichnung hat, könnte das neue Modell logischerweise so heißen: Bimota KB399 Espresso. Ob die 400er nur für Japan bestimmt ist oder auch für Europa, ist noch unklar. Sicher ist indes schon vorab, dass sie deutlich teurer sein wird als ihre grüne Schwester von Kawasaki (aktuell um 10.000 Euro).
Es wäre nicht die erste 400er von Bimota
Übrigens gab es in den 1980er-Jahren schon einmal eine 400er von Bimota, die YB7 Folgore, damals auf Basis der Yamaha FZR 400. Doch seit 2019 sind ausschließlich KB-Modelle in Zusammenarbeit mit Anteilseigner Kawasaki zu erwarten.












