Neuheiten 2022
Motorrad-Neuheiten 2022
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QJ Motor QJ7000D QJ Motor
QJ Motor QJ7000D
QJ Motor QJ7000D
QJ Motor QJ7000D
QJ Motor QJ7000D 4 Bilder

QJ Motor: Elektrische 125er steht fest

QJ Motor QJ 7000 D China lädt sich auf

China Riese QJ Motor ist stark in Verbrennern und kann auch ein paar E-Roller vorweisen. Mit der QJ 7000 D steht eine elektrische 125er parat.

Zählen wir fix alle motorisierten Zweiräder durch, die Chinas Riese QJ herstellt, kommen wir auf weit über 40 verschiedene. Verteilt auf die Hubraumklassen zwischen 25 und 750 Kubik und die Marken QJ Motor, Keeway und Benelli. Darunter drei Elektroller der 50er-Klasse. Bisher wenig Elektrisches im Sortiment. Das ändert sich: Mit der QJ 7000 D zeigen die Chinesen einen interessant gestylten Elektroflitzer der A1-Klasse, also bis 11 kW Leistung.

Supersport-Elektro

Besonders die Front ist vertraut. Die 600er-Supersport-Maschine von QJ stand hier wohl Modell und vereint nahezu alle Stilmerkmale aktueller 1000er-Supersportler. Hinter dem Lenkkopf mit der USD-Gabel wird die neue QJ deutlich "elektrischer". Die Tankattrappe ist seitlich offen und soll einen Integralhelm aufnehmen können. Darunter sitzen Akku, Steuerung und das Getriebe mit der Antriebskette. Getriebe? Korrekt: Handkupplung und Schalthebel weisen auf ein Schaltgetriebe hin. Etwas exotisch, aber nicht ungewöhnlich. Die Kawasaki-Studie hat ebenfalls ein Schaltgetriebe und die Brammo/Victory Empulse wurde ebenfalls per Fuß geschaltet. Vorteil wie im Vebrenner: Drehzahlsenkung mit positiven Folgen für Verbrauch und Geräusch.

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Für Europa fehlt Wichtiges

Mit Bllick auf die technischen Daten der Elektro-QJ ist erstmal alles im Lot. Elektromotor mit maximal 11-kW-Dauerleistung, Reichweite wohl um die 100 Kilometer und – wenn der Tacho nicht lügt – 120 km/h Spitze. Dazu ein digitales Display, Platz für zwei und ein schwingen-fester Kennzeichenhalter. Gebremst wird vorn und hinten per Scheibe, vorn sogar mittels 6-Kolben-Sattel. Gerade dieser kommt eimem von den diversen CBS-Systemen anderer chinesischer Marken nur zu bekannt vor. In den Zulassungsvorschriften für 125er-Motorräder steht den Herstellern frei, ob sie per ABS bremsen lassen oder per integralem Bremssystem. ABS hat die QJ definitiv nicht, das CBS liegt näher. Das dürfte für den anspruchsvollen europäischen Markt nicht reichen. Ebenso interessant dürfte werden, welches Ladegerät die QJ an Bord hat. In Asien sind normal 230V-Lader sehr verbreitet. Die vergleichsweise verwöhnte Ladestruktur in Europa ist dort für Motorräder nicht sehr verbreitet. Sprich: hier müsste QJ für Europa noch aufrüsten.

QJ ist nicht immer Benelli

Ja, es lockt diese elektrische QJ als neue Benelli zu teasern, etwas was die europäische Journalie sehr gerne macht. Ist eben einfacher zu sagen: "Das wird bestimmt mal eine Elektro-Benelli", als gestehen zu müssen: sowas macht für Benelli wenig Sinn und für Deutschland noch weniger, da bei uns die Hürden für Gewährleistung für Akku und Arbeitsschutzvorschriften für Elektro-Werkstätten recht hoch sind. Ein Umstand, der die meisten chinesichen Elektro-Kräder trifft.

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Fazit

Keine Überraschung: Nach dem langen Kredit alter und neuer Verbrenner-Lizensen aus Japan, geht QJ – stellvertretend für China – natürlich auf Elektro. Mit der QJ 7000 D steht eine 125er mit Akku parat. Welche Technik wirklich dahinter steckt und ob der Flitzer je nach Europa kommt, ist unklar. Wenn dann käme er vielleicht als Benelli zu uns. Es empfiehlt sich, geduldig zu sein.

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