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Comeback von BSA: Inder bringen Kultmarke zurück

Comeback von BSA Inder bringen Kultmarke zurück

2016 kaufte ein indischer Konzern die internationalen Markenrechte am ehemaligen britischen Hersteller BSA. Zwei Jahre später sollten die ersten neuen BSA-Bikes anrollen. Jetzt wird das Jahr 2021 für das Comeback genannt.

Birmingham Small Arms Company hieß die Firma eigentlich, man kennt sie jedoch unter dem Kürzel BSA. Mit ihrem bis in die 60er-Jahre gebauten Einzylinder Gold Star wurde die britische Marke weltbekannt, bevor Anfang der 70er-Jahre der Niedergang kam.

Ende 2016 hat der indische Mahindra-Konzern über seine Tochtergesellschaft Yezdi die Markenrechte an BSA gekauft und angekündigt, unter dem Namen wieder Motorräder bauen und diese auch international auf den Markt bringen zu wollen. Als Zeitraum für das Comback von BSA wurden seinerzeit zwei Jahre genannt. Im August 2019 kündigte Yezdi mit einem Post auf Instagram "ein Comeback" an. Mit welchen Modellen, blieb dabei allerdings völlig offen. Ein BSA-Start blieb aus.

BSA aus England und auch als Elektroversionen

Jetzt hat Anand Mahindra, indischer Milliardär und Vorsitzender der Mahindra Group, in einem Interview mit der britischen Zeitung "The Guardian" die Comebackpläne erneut aufgeriffen. BSA soll im Jahr 2021 an den Start gehen – und zwar mit einer Produktion in Großbritannien. Aktuell gäbe es zwar noch Unabwägbarkeiten wegen Corona und dem Brexit, aber der Plan an sich stehe. Zunächst soll BSA mit Motorrädern mit Verbrennermotoren starten, später dann aber auch auf Elektroantriebe umschwenken. Wobei "später" bereits Ende 2021 bedeutet. Mahindra wird in Kürze mit dem Bau eines Forschungs- und Entwicklungsstandorts in Banbury beginnen

Weltweit über 200.000 Beschäftigte

In der Motorradszene ist Mahindra keineswegs unbekannt. Seit 2011 startet der Konzern mit Firmensitz in Mumbai als Konstrukteur mit eigenem Team erfolgreich in der Moto3-Weltmeisterschaft. In Indien zählt Mahindra als Anbieter von Autos, Motorrädern, Landmaschinen und Flugzeugen zu den ganz Großen.

Weltweit beschäftigt der Konzern über 200.000 Mitarbeiter (zum Vergleich: BMW hat weltweit 122.500 Beschäftigte). Parallel zum Kauf von BSA hatte Mahindra seinerzeit auch die indischen Lizenzrechte der tschechischen Marke Jawa erworben. Die ersten neuen Jawa-Modelle sind bereits zu kaufen. Ebenfalls zum Portfolio der Inder gehört die Motorrad- und Scooter-Sparte von Peugeot.

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